Inhaltsverzeichnis
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1 Einleitung 4
2 Medienpädagogik 5
2.1 Aufgaben und Ziele der Medienpädagogik 5
2.2 Teilgebiete der Medienpädagogik 6
3 Medienkompetenz 8
4 Mediennutzung im digitalem Zeitenalter 9
5 Mediennutzung von Kindern (6 bis 13 Jahre) 11
5.1 Mediennutzung 11
5.2 Medienausstattung in Familien 11
5.3 Medienbindung 12
5.4 Mediennutzungsdauer 12
6 Fernsehen im Kindesalter 13
6.1 Geschichte des Kinderfernsehens 13
6.2 Faszination am Fernsehen 15
6.3 Tägliche Nutzungsdauer des Fernsehens 15
6.4 Fernsehzeiten 15
6.5 Fernsehverständnis 16
6.6 Verarbeitung der Fernseherlebnisse 16
6.7 Lieblingssendungen 17
6.8 Medienhelden 17
6.9 Wirkung des Fernsehens 18
6.10 Ängste durch Fernsehen 19
6.11 Positive Filmeigenschaften 20
6.12 Gebote der Fernseherziehung 21
6.13 Tipps für Eltern 23
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7 Schlussfolgerung 24
8 Literaturverzeichnis 25
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1 Einleitung
Das Fernsehen gilt als Leitmedium der Kinder. Es wird häufig als Freizeitaktivität ge- nutzt, welche Spaß und Unterhaltung gewährleisten soll. Deshalb ist das Fernsehen aus der Mediennutzung nicht mehr wegzudenken. Doch welche Rolle spielt das Fernsehen im Alltag der Kinder?
Genau diese Frage hat mein Interesse an dieser Thematik geweckt, da ich selbst eine Tochter habe und mich demzufolge mit dem Thema „Fernsehen im Kindesalter“ ausei- nandersetzen möchte. Es stellten sich mir zahlreiche Fragen, wie z. B.: Was fasziniert Kinder am Fernsehen? Wie verarbeiten Kinder Fernseherlebnisse und wie wirkt das Fernsehen auf die Kinder?
Somit soll diese Arbeit zu Beginn einen Einblick in die Medienpädagogik und die Me- diennutzung gewähren. Im weiteren Verlauf liegt das Augenmerk auf dem Kinderfern- sehen und dessen Geschichte sowie auf der Faszination, der Nutzung, der Verarbeitung und den Lieblingssendungen. Abschließend wird auf die Fernsehwirkung sowie die Filmeigenschaften eingegangen und es werden Tipps für die Fernseherziehung aufge- griffen.
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2 Medienpädagogik
Medienpädagogik bedeutet in ihrer Begrifflichkeit die Erziehung und Bildung des Men- schen und allgemeine Lernprozesse, welche ihre Gewichtung auf die Medien bzw. me- diale Kommunikation legen. Von daher beschäftigt sich die Medienpädagogik mit den heranwachsenden Menschen und ihrer Fähigkeit selbstständig zu handeln sowie mit der Wirklichkeit, welche vielfältig durch Medien vermittelt und definiert wird. (Hoffmann 2003, S. 21).
2.1 Geschichte der Medienpädagogik
Medienpädagogik hat im Laufe ihrer Geschichte verschiedene Hauptrichtungen heraus- gebildet. Dabei etablierten sich folgende Zielkategorien: Eine präventiv-normative Me- dienpädagogik bzw. die Bewahrpädagogik im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, wobei das Buch und die Presse sich bei der Bevölkerung durchsetzten. Im Dritten Reich ver- zeichnete die Medienpädagogik einen Umbruch zur propagandistisch-indoktrinären Ausnutzung durch die Nationalsozialisten, d. h. Medien wurden vorwiegend als Propa- gandamittel zur Volksverhetzung eingesetzt. Hitler benutzte die Medien als Instrumente seiner Politik. Nach Ende des zweiten Weltkrieges fand ein Wandel zu der präventiv- normativen Medienpädagogik statt. Es entstand eine Bewahrpädagogik, welche auf dem vorangegangen Missbrauch der Medien beruhte, d. h. eine präventiv-normative Me- dienpädagogik von der Fremdbewahrung zur Selbstbewahrung. Ab Mitte der 60er Jahre entspringt die kritisch-rezeptive und emanzipatorisch-politische Medienpädagogik, d. h. eine Erziehung, die den sinnvollen Gebrauch der Medien ansteuerte. Parallel zu diesem Trend entstand die bildungstechnologisch-funktionale Medienpädagogik, welche sich mit den didaktischen Medien als Mittel unterrichtlicher Verständigungen auseinander- setzt. (Hüther/Podehl 2005, S. 116ff.). Jedoch kam der Begriff Medienpädagogik, wie er heute bekannt ist, etwa 1970 auf, wobei sich die Medienpädagogik als Disziplin selbst erst im Laufe der 70er Jahren durchsetzte. Anfangs hatte diese Pädagogik einen klaren Bezug zu den Massenmedien bzw. audiovisuellen Medien, wie Fernsehen sowie rein auditive Medien wie z. B. CD. (Hoffmann 2003, S. 22). Die heutige Medienpädagogik baut auf Handlungsorientierung und Teilnehmeraktivierung mit dem Ziel einer aktiven Mitgestaltung des öffentlichen Mediengeschehens. Dabei spielen Medien eine immer
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größere Rolle im Alltag und nehmen einen wachsenden Einfluss auf die Organisation und Ausübung von Bildung ein. (Hüther/Podehl 2005, S. 125ff.).
2.2 Aufgaben und Ziel der Medienpädagogik
Die Aufgaben- und Zielvorstellungen der Medienpädagogik sind gekoppelt mit be- stimmten Handlungsweisen bzw. Tätigkeitsmerkmalen. Folglich wird das Ziel „kom- munikative Kompetenz mit Medien“ durch das Bewahren, das Aufklären, das Wahr- nehmen sowie das Handeln verfolgt.
Bewahren Eine bewahrpädagogische Grundhaltung geht davon aus, dass kommuni- kative Problemlagen durch den Zugang zu kommunikationsgefährlichen Orten und Aussagen eingegrenzt sowie verringert werden. Aufklären Aufklärung soll Wissen vermitteln und ein Bewusstsein schaffen, ange- messenes Handeln im Umgang mit den Medien zu entwickeln. Wahrnehmen Die Sensibilisierung und Wahrnehmungsfähigkeit soll verbessert werden, d. h. die Art und Weise wie die Wahrnehmungsangebote in den Alltag bzw. die Lebenswelt integriert werden.
Handeln Eine handlungsorientierte Medienpädagogik soll Gestaltungsfähigkeit vermitteln, Kreativität freisetzen und Partizipation ermöglichen. (Hoffmann 2003, S. 28ff.).
2.3 Teilgebiete der Medienpädagogik
Mediendidaktik, Medienerziehung, Medienkunde sowie Medienforschung verstehen sich als Teilgebiete der Medienpädagogik.
Mediendidaktik Die Mediendidaktik beschäftigt sich mit der Benutzung von Medien als Erziehungsmittel vor allem in Unterricht und Ausbildung. Folglich liegt ihr Schwerpunkt auf der Auswahl, der Gestaltung sowie des Einsatzes der Medien zur Erreichung der pädagogischen Ziele. (Hoffmann 2003, S. 24ff.).
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Medienerziehung
Medienerziehung bezeichnet pädagogisches Handeln, welches zur kri- tisch-reflexiven Nutzung der Medien anleiten soll. Ebenso soll eine Er- ziehung durch die Medien selbst stattfinden, d. h. die beabsichtigte Er- ziehung und Bildung durch Medien wie z. B. Unterrichtsmedien. (Schorb 2005, S. 240 ff.).
Medienkunde Medienkunde versteht die Vermittlung des Wissens über Medien. (Schorb 2005, S. 263f.).
Medienforschung Der Kern der Medienforschung ist die Frage nach dem Nutzen und der Akzeptanz der Medien und der damit verbundenen Botschaften. Durch den ständigen Zuwachs der Mediennutzung muss sich auch die Medien- forschung diesem Anstieg anpassen. (Schorb 2005, 251ff.).
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Michael Puy, 2006, Fernsehen im Kindesalter, Munich, GRIN Publishing GmbH
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