I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis - II -
Tabellenverzeichnis - III -
1 Einleitung und Zielsetzung dieser Arbeit. - 1 -
2 Werbung - 2 -
2.1 Funktionen der Werbung. - 3 -
2.1.1 Ökonomische Funktionen der Werbung. - 3 -
2.1.2 Psychologische Funktionen der Werbung. - 3 -
2.2 Ziele der Werbung. - 4 -
2.2.1 Ökonomische Ziele der Werbung. - 4 -
2.2.2 Kommunikative Ziele der Werbung - 5 -
3 Werbung als Wirkungsprozess. - 5 -
3.1 Werbewirkung und Werbeerfolg. - 5 -
3.2 Indikatoren der Werbewirkung - 6 -
3.3 Modellvorstellung der Werbewirkung - 7 -
3.3.1 Überblick über verschiedene Modellansätze - 7 -
3.3.2 Darstellung ausgewählter Werbwirkungsmodellen - 9 -
3.3.2.1 AIDA- Modell. - 9 -
3.3.2.2 Hierarchie der Effekte- Modell - 10 -
3.3.2.3 Assoziations- Modell der Werbekommunikation - 11 -
4 Rechtliche Grenzen - Deutscher Werberat. - 12 -
4.1 Charakteristika - 12 -
4.2 Aufgaben. - 13 -
4.3 Aktuelle Fälle des Werberates - 13 -
4.3.1 Kosmetikhersteller - 13 -
4.3.2 Sportartikelhersteller - 14 -
4.3.3 KFZ Hersteller. - 15 -
5 Erotik in der Werbung. - 15 -
5.1 Allgemeiner Wertewandel - 15 -
5.2 Marketing Mittel Erotik. - 17 -
5.3 Schlüsselreiz Erotik. - 18 -
5.4 Beispiele von Erotik in der Werbung - 19 -
5.5 Konsequenzen durch den Einsatz des Gestaltungsmittels Erotik - 22 -
5.5.1 Negative Auswirkungen - 23 -
5.5.2 Positive Auswirkungen. - 23 -
6 Fazit. - 24 -
Literaturverzeichnis - IV -
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Werbeplakat für M7, Yves Saint Laurent 2000 - 1 -
Abbildung 2: Verbindung zwischen Werbewirkung und Werbeerfolg - 6 -
Abbildung 3: Potentielle Relationen zwischen Indikatoren der Werbewirkung und
Kaufverhalten - 7 -
Abbildung 4: „Komische“ und andere Formen männlichen Sex- Appeals in der
Werbung - 10 -
Abbildung 5: Werbekampagne für Dove. - 13 -
Abbildung 6: Wertewandel bei den unter 30-jährigen, Allensbach- Umfrage - 16 -
Abbildung 7: Sexualität als Mittel zum Marketing Zweck - 17 -
Abbildung 8: Benetton Werbekampagne, Herbst/ Winter 1993 - 18 -
Abbildung 9: Werbekampagne von Sisley. - 20 -
Abbildung 10: Werbekampagne von Gucci, Herbst/Winter 2005/2006. - 21 -
Abbildung 11: Werbekampagne des Hamburger Verkehrsverbundes. - 21 -
Abbildung 12: Werbekampagne von Media Markt.................................................. - 22 -
III
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Verschiedene Varianten von klassischen Stufenmodellen ...................... - 8 -
- 1 - 1Einleitung und Zielsetzung dieser Arbeit
Mit dem Geniestreich des Chefdesigners von Yves Saint Laurent erreicht Nacktheit in der Werbung eine neue Ebene. Tom Ford schafft es mit einer Werbekampagne, die einen Mann frontal ohne alles mit allem abbildet, die sexlastige Werbebranche zu schocken.
Das Modehaus Yves Saint Laurent war schon immer für einen Skandal gut: 1971 zeigte sich Gründer Saint Laurent nackt. Knapp 30 Jahre später, im Jahr 2000 lag Model Sophie Dahl üppig und nackt in der Horizontalen - diesmal ging es um das Parfüm "Opium". 2002 gibt es eine Neuauflage des "Porno-Schick": Chefdesigner Tom Ford wirbt mit einem nackten Mann für den Duft "M7", welches eine Hommage an das 71er Bild von YSL sein soll. Ein Blickfang ist das Motiv ganz sicher, denn es zeigt das männliche Model, den ehemalige Kampfsport Champion Samuel de Cubber, in voller Blöße und im Gegensatz zu YSL nicht mit geschlossenen Beinen. 1
Quelle: http://www.freenet.de/freenet/film_und_musik/stars/werbung/03.html.
1) Vgl. http://www.freenet.de/freenet/film_und_musik/stars/werbung/03.html.
- 2 -Das Plakat des Modehauses ist nur eine von unzählig vielen Werbemaßnahmen die auf das Gestaltungsmittel Erotik zurückgreifen. Fraglich ist nur ob dieser Einsatz auch Wirkung zeigt. Nacktheit und Sex sorgen eindeutig für Aufmerksamkeit und bringen somit sowohl positive, als auch negative Kritiken mit sich. Zu klären ist jedoch in wie fern diese Art der Aufmerksamkeit den Erfolg der Werbung beeinflusst. Um einen solchen Erfolg messen zu können bilden zu Beginn gesteckte Ziele die Grundlage. Welche Arten von Werbezielen unterschieden werden, wie Werbung wirkt und welche Wirkungsmodelle es gibt, soll den theoretischen Teil der Seminararbeit darstellen. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht das Gestaltungsmittel Erotik unter der Berücksichtigung des Wertewandels. Der deutsche Werberat wird als eine Grenze der Werbung in Deutschland nähere Erläuterung finden. Aktuelle Beispiele nackter Haut und Sex- Appeal in der Werbung sollen den theoretischen Teil verdeutlichen und gleichzeitig auf das Ende dieser Arbeit hinführen.
2 Werbung
Für den Begriff der Werbung gibt es unzählig viele Definitionen. Letztendlich jedoch lassen sich zwei zentrale Merkmale voneinander abgrenzen: Zum einen handelt es sich bei Werbung um einen Kommunikationsvorgang, mit dem Zweck wirksam Informationen zu verbreiten. Zum zweiten spricht man bei Werbung von einem Prozess, der kurz- oder langfristig auf die Veränderung von Erleben und/oder Verhalten gerichtet ist. Im Verlauf dieser Arbeit soll unter Werbung ein kommunikativer Beeinflussungsprozess verstanden werden, der das Ziel hat beim Adressaten mehr oder minder überdauernde Veränderungen des Erlebens und Verhaltens zu bewirken. 2
2) Vgl. Mayer, H./ Illmann, T., 2000, S. 374.
- 3 - 2.1 Funktionen der Werbung
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Funktionsbereiche werblicher Kommunikationsmaßnahmen. Zum einen erfüllt Werbung ökonomische Funktionen und zum anderen psychologische Funktionen. 3
2.1.1 Ökonomische Funktionen der Werbung
Aus makroökonomischer Sicht werden mit Hilfe der Werbung Prozesse des Güteraustausches beschleunigt, sowie die Nachfrage beeinflusst. Betrachtet man sich Werbung aus privatwirtschaftlicher Perspektive, so ist diese ein spezieller Bereich der Kommunikation 4 und übernimmt somit eine wichtige Rolle im Marketing- Mix. Aufgaben hierbei sind die Sicherung des Bestandes und die Verbesserung der Marktchancen des Unternehmens. 5
2.1.2 Psychologische Funktionen der Werbung
Die psychologischen Funktionen der Werbung werden in Informationsfunktion, Motivationsfunktion, Sozialisationsfunktion und Verstärkungsfunktion unterteilt. Die Informationsfunktion charakterisiert sich durch die in der Werbung enthaltene Botschaft. So wird beispielsweise für das Vorhandensein eines neuen Produktes bzw. neue Produkteigenschaften geworben. Der Rezipient wird auf diese Weise über die Vorteile und allgemeinen Eigenschaften des Produktes oder der Dienstleistungen informiert. Mit Hilfe der
Informationsfunktion wird somit die Markttransparenz aus Sicht der Konsumenten verbessert.
Unter der Motivationsfunktion versteht man die Veränderung der Bedürfnisse die auf ein bestimmtes Angebot ausgerichtet sind. Eingesetzte Maßnahmen können Grund für die Entstehung von differenzierten Präferenzen sein, die das beworbene Produkt im Vergleich zu Konkurrenzangeboten attraktiver erscheinen lassen. Unter dem Aspekt der Motivation versteht man nicht nur die unmittelbare Erzeugung des Kaufwunsches, sondern auch den Anstoß zur
3) Vgl. Mayer ,H./ Illmann, T., 2000, S. 373.
4) Vgl. Kloss, I., 1998, S.2.
5) Vgl. Mayer, H./ Illmann, T., 2000, S. 383.
- 4 -weiteren Informationsbeschaffung um den Kauf einer Marke zu einem späteren Zeitpunkt vorzubereiten.
Die Sozialisationsfunktion umfasst die Veränderung sozial- psychologischer Prozesse, um das Erleben und das Verhalten der Konsumenten zu ändern. Diese Beeinflussungen können sowohl unabsichtlich als auch indirekt zustande kommen. In einem so genannten Sozialisationsprozess werden also neue Normen und Gewohnheiten des Kaufes von Waren und den daraus resultierenden Ge- und Verbrauch entwickelt.
Die Verstärkungsfunktion der Werbung kann differenziert betrachtet werden. Zum einen aus der Sicht der klassischen Konditionierung, bei der sich durch Wiederholungen von Reizen, wie Werbeslogans oder Melodien, das angenehme Gefühl verstärkt. Auf der anderen Seite spricht man von Verstärkung bei Belohnung oder Bestrafung. Dies ist bei dem Konsum von risikobehafteten Waren, beispielsweise beim Kauf eines neuen Autos, der Fall. 6
2.2 Ziele der Werbung
In erster Linie soll Werbung Aufmerksamkeit erregen und die beworbenen Produkte positiv darstellen. Durch die Beeinflussung der Meinungen und Einstellungen der Konsumenten soll das Hauptziel, die beworbenen Produkte zu verkaufen und einen bestimmten Hersteller zu bevorzugen, erreicht werden. Dies dient nicht nur der Sicherung, sondern auch der Förderung des Bestands des werbetreibenden Unternehmens. Grundsätzlich lassen sich die Ziele der Werbung in ökonomische Ziele und kommunikative Ziele unterscheiden. 7
2.2.1 Ökonomische Ziele der Werbung
In den Bereich der ökonomischen Ziele fallen Größen wie die Steigerung des Umsatzes oder der Marktanteile, Erhöhung der Kauffrequenz aber auch die Erhöhung der Handelsattraktivität. Diese Größen müssen innerhalb einer Güter-oder Dienstleistungsart ökonomisch erfassbar und der Werbung zurechenbar sein. Absatz, Umsatz sowie der Werbegewinn, der nach Abzug der
angefallenen Kosten entsteht, ergeben sich rechnerisch. Als Angabe hierfür
6) Vgl. Mayer, H./ Illmann, T., 200 S. 383-385.
7) Vgl. Kloss, I., 1998, S 108-109.
Arbeit zitieren:
Wirtschafts-Assistentin Kristin Siermann, 2006, Grenzen und Wirkungsweisen des Gestaltungsmittels Erotik in der Werbung, München, GRIN Verlag GmbH
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