Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Problematik 5
2.1 Demographischer Wandel in der BRD 5
2.2 Demographischer Wandel in NRW 8
3. Demographischer Wandel in den Kommunen 10
3.1 Auswirkungen auf den kommunalen Haushalt 10
3.1.1 Auswirkungen auf die Einnahmeseite einer Kommune 10
3.1.2 Auswirkungen auf der Ausgabenseite einer Kommune 11
3.2 Soziale Auswirkungen 12
3.3 Stadtumbau Ost 13
3.4 Künftige Herausforderungen an die Kommunen 15
4. Diskussion 17
Literaturverzeichnis 18
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Bevölkerungspyramiden 1950 - 2050
Abbildung 2: Bevölkerungsentwicklung 1999-2020
Abbildung 3: Künftige Tragfähigkeitsprobleme
3
1. Einleitung
Der demographische Wandel stellt eine der zentralen Herausforderungen in den nächsten Jahrzehnten dar. Dieses betrifft nicht nur, wie oft in der Öffentlichkeit diskutiert, die Finanzierung des Rentensystems, sondern ist weitaus tief greifender.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Kommunen. Hierbei sollen die verschiedensten Problematiken, die auf kommunaler Ebene entstehen, erläutert werden. Des Weiteren soll aufgezeigt werden, dass der demographische Wandel sich regional unterschiedliche Ausprägungen hat und auch zu unterschiedlichen Zeiten einsetzt.
In dieser Arbeit wird so vorgegangen, dass, nach einer Einführung in die Problematik, der demographische Wandel zunächst auf Bundesebene betrachtet wird, um daraufhin, immer kleinräumiger, Nordrheinwestfalen zu analysieren. Schlussendlich werden die unterschiedlichen Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Kommunen veranschaulicht. Hierbei soll deutlich werden, in welch unterschiedlichen Ausmaß der demographische Wandel wirkt. Abschließend wird ein Einblick in die momentane Diskussion bezüglich des Umgangs der Folgen des demographischen Wandels.
4
2. Problematik
Um zu verstehen, was der demographische Wandel bedeutet, muss zunächst der Begriff der Demographie definiert werden. Demographie ist laut Leser 1 Bevölkerungslehre, die sich mit der Struktur, Verteilung und Veränderung der Bevölkerung befasst, sprich mit der Bevölkerungsentwicklung. Es gibt in diesem Zusammenhang 3 Faktoren, die die Bevölkerungsentwicklung wesentlich bestimmen: Geburtenhäufigkeit, Lebenserwartung und Zuwanderung. 2
Da sich diese Faktoren und die Zusammensetzung der Bevölkerung jedoch ständig ändern, verweist der Begriff des demographischen Wandels nicht lediglich auf Veränderung in der Bevölkerungsstruktur, sondern ist ein normativer Begriff, der eine ganz bestimmte Veränderung darstellt. Die Entwicklung, die hinter diesem Begriff steht, wird oftmals mit den Satz: „Wir (die Gesellschaft) werden „weniger, älter und bunter“ 3 “ beschrieben. Dieses bedeutet, dass die Bevölkerungszahl abnehmen wird, es wird immer mehr ältere Menschen geben und der Anteil der Bürger mit Migrationshintergrund wird wachsen.
Um das Phänomen des demographischen Wandels deutlicher zu machen, werden die Faktoren des „weniger, älter und bunter“ Werdens an der Bundesrepublik veranschaulicht.
2.1 Demographischer Wandel in der BRD
Das „Älterwerden der Gesellschaft“ ist mit einer stetig steigenden Lebenserwartung 4 zu erklären, welche sich durch ein immer höher werdendes Maß an Wohlstand begründet (bessere Medizinische Versorgung etc). So wird beispielsweise die Lebenserwartung eines 60-jährigen Mannes im Jahre 2050 23,7 Jahre betragen, was eine Steigerung von 4,5 Jahren zum jetzigen Zeitpunkt wäre. 5
1 Leser (1997), Seite 135
2 Schmidt (2003), Seite 6
3 ILS NRW (1/05)
4 Kilper & Müller (2005), Seite 37
5 Schmidt (2003), Seite 7
5
Doch die steigende Lebenserwartung reicht nicht aus, um das Älterwerden der Gesellschaft zu beschreiben. Ein wichtiger Faktor hierbei ist, dass die Gesellschaft weniger wird, also ein größerer Anteil an Menschen stirbt, als geboren wird. Dieses führt dazu, dass es immer weniger junge Menschen im Verhältnis zu den Älteren gibt. So gab es 1950 doppelt so viele Menschen unter 20 Jahre als über 59. 2050 wird es ca. doppelt so viele über 59-jährige geben als unter 20-jährige. 67 . Der Altenquotient 8 wird von 43,9% im Jahre 2001 auf 77,8% im Jahre 2050 steigen 9 , mehr als jeder dritte wird über 60 Jahre alt sein. Das bedeutet auch, dass der Anteil 20- bis 60-jährigen langfristig weniger als 50% ausmachen wird, was ein enormes Problem für das Rentensystem darstellt. 10
Dieses lässt sich auch aus Abbildung erkennen. Der Anteil der jüngeren Menschen an der Bevölkerung nimmt immer mehr ab, während der Anteil der älteren Menschen steigt.
6 RUFIS (2001), Seite 14
7 Schmidt (2003); Seite 7
8 In Deutschland wird er Altenquotient definiert als Anteil der über 60-jährigen bezogen auf
die 20- bis 60-jährigen (Röhl (2005), Seite 329)
9 Bertelsmann Stiftung (2004), Seite 10
10 Schmidt (2003), Seite 10
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Arbeit zitieren:
Raphael Lobach, 2006, Demographischer Wandel in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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