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Inhaltverzeichnis
I. Einleitung 3
II. Geschlechtsunterschiede 4
1. Unterschiede in interkulturellen Fähigkeiten 4
2. Ursachen von Geschlechtsunterschieden 6
III. Geschlechterrollen und deren Veränderung 8
IV. Geschlechterverhältnisse 10
V. Die männliche Herrschaft- Überblick und
Analyse des Phänomens nach Pierre Bourdieu 12
VI. Schlussbemerkungen 16
VII. Literatur 17
3
I. Einleitung
Frauen und Männer kämpfen gegeneinander um Liebe, Arbeit, Macht und Anerkennung. Simmel schreibt von dem so genannten Geschlechterdualismus „Die Tatsache des Männlichen und Weiblichen. Mit ihr ist das Leben von seinem Grunde her in zwei Parteien gespalten, die jedem Menschen von seinem Ursprung her in irgendeinem Maße und Art einwohnen.“ 1 Er sieht in diesem Dualismus etwas Geschlossenes, aus dem keine Veränderungen mehr hervorgehen und der unverändert besteht, so dass der Dualismus der Geschlechter in das Denken der Menschen projiziert wurde.
Heute leben wir in einer Epoche des Pluralismus und dies bedeutet, dass alles möglich ist. Es fallen immer mehr Grenzen, die früher Männer und vor allem Frauen in ihren Möglichkeiten eingeschränkt haben. Sie haben Freiheit verhindert und Zwänge gesetzt, aber Sicherheit gewährt und damit auch Orientierung garantiert. Das sind Grenzen der Sitten, der Sprache und der Sexualität. Es gibt keine einbindenden und etikettierenden Geschlechterrollen, keine Grenzen von Weiblichkeit und Männlichkeit. Aber ist denn wirklich alles möglich? Soll alles möglich sein? Grenzen haben eine wichtige Bedeutung. Sie sind unverzichtbar für unsere Identitätsfindung.
Heute setzen sich immer mehr Frauen in die „Welt der Männer“ durch, was ich für etwas Selbstverständliches halte. Das Umgekehrte gibt es auch- immer mehr Männer möchten „Frauen“ werden. Das letzte wird aber nicht als etwas „Normales“ von der Gesellschaft empfangen. Warum ist es so? Warum ist ein Mann „lächerlich“, wenn er nicht mehr der „echte“ Mann sein möchte?
Die Aufgabe dieser Hausarbeit wird es sein, sich kritisch mit dem Aufsatz von Pierre Bourdieu „Die männliche Herrschaft“ auseinanderzusetzen, die einzelnen dort ausgeführten Themenbereiche in Ansätzen zu kommentieren und weiterführend aufzuarbeiten. Weiterhin sollen in Grundzügen die gegenwärtige Situation der Frauen dargestellt und analysiert werden, sowie mögliche Perspektiven aufgezeigt werden. Es ist ansatzweise zu klären, warum die Gesellschaft immer noch der Meinung ist, dass der
1 Simmel, Georg, Aufsätze und Abhandlungen 1901-1908, 1992. In: Rammstedt, Otthein, Georg Simmel,
Gesamtausgabe, Frankfurt am Main 1992
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Mann der Frau überlegen ist. Anhand der Geschlechtsunterschiede soll dargestellt werden, inwieweit die Frauen als das „schwächere“ Geschlecht oder als das „unterschätzende“ Geschlecht verstanden werden sollen. Um diesen Fragen beantworten zu können, werden auch verschiedene Lebensbereiche (wie z.B. Familie, Arbeitsfeld, Bildung) vorgestellt und analysiert werden. Es werden daraus, falls möglich, die Ursachen für die männliche Herrschaft oder die unmögliche (schwierige) Durchsetzung der Frau, extrahiert werden.
II. Geschlechtsunterschiede
Worin unterscheiden sich Jungen und Mädchen, Männer und Frauen tatsächlich und in welchem Ausmaß?
1. Unterschiede in interkulturellen Fähigkeiten
Die Vermutungen über andere Personen, die jeder von uns in sich trägt, sind nicht immer explizit ausgesprochen, aber eine große Rolle in unserem Alltag spielen. Mit dem Begriff „implizite Persönlichkeitstheorie“ wird ein System von Vorstellungen und Annahmen über Verhalten und Eigenschaften anderer 2 gemeint. Diese impliziten Persönlichkeitstheorien werden erlernt, durch verbale Vermittlung und über die Reaktion der Sozialisations- und Interaktionspartner, und formen das Verhalten eines Individuums.
Neben der biologischen Zweiteilung der Geschlechter (männlich und weiblich) wird eine analoge psychologische angenommen, in dem zwischen männlichem und weiblichem Verhalten unterschieden wird. Die impliziten Persönlichkeitstheorien gehen davon aus, dass es einen hohen Zusammenhang zwischen biologischem Geschlecht und bestimmten psychologischen Merkmalen gibt. 3
2 Vgl. dazu: Bierhoff-Alfermann, Dorothee, Psychologie der Geschlechtsunterschiede, Köln 1977
3 Ebda.
5
Intelligenz und Leistungsmotivation haben im Rahmen schulischer und beruflicher Qualifikation eine sehr große Bedeutung. Was die allgemeine Intelligenzhöhe betrifft, so werden überwiegend keine Unterschiede zwischen beiden Geschlechtern gefunden. 4 Die Feststellung fehlender Unterschiede gilt zumindest für das Kindes- und Jugendbzw. das frühe Erwachsenenalter. Kangas und Bradway verfolgten die Intelligenzentwicklung von im Vorschulalter über 38 Jahre hinweg. Die getestete Frauen und Männer unterschieden sich deutlich, indem bei Männern ein positiver Zusammenhang zwischen Ausgangsintelligenz (im Vorschulalter) und
Intelligenzzuwachs in den späteren Lebensjahren bestand, bei Frauen ein negativer. 5 Maccoby berichtet ebenfalls, dass Intelligenzunterschiede zugunsten der Männer erst im Erwachsenenalter auftreten. 6 Bei einer Befragung stellt Oden fest, dass „die begabten Männer im großen und ganzen beruflich äußerst erfolgreich gewesen sind“, während „die begabten Frauen bisher kein besonderes Interesse an oder Ehrgeiz für große berufliche Leistungen außerhalb der Familie gezeigt haben“. 7 Maccoby und Jacklin schreiben, dass „Die Männer haben im großen und ganzen ein bisher wesentlich „erfolgreiches“ Leben in bezug auf persönliche Erfolge außerhalb der häuslichen Sphäre hinter sich, und die Frauen schauen mit einem Bedauern zurück auf das, was sie nun als verpasste Chancen ansehen.“ 8
Bei den Untersuchungen von Maccoby und Jacklin von Kindern im Alter zwischen 3-4 und ca. 11 Jahren erkennt man, dass es auch im verbalen Bereich selten Geschlechtsunterscheide auftreten. Sie nahmen daher drei Phasen in der Entwicklung verbaler Fähigkeiten an: Die erste verläuft bis ca. 3 Jahren, wo frühere Lautbildung, Satzbildung von Mädchen gefunden wurden. Die zweite Phase verläuft dann bis zum Eintritt ins Jugendalter mit 11-12 Jahren. Hier treten kaum Unterschiede auf, wenn doch, dann überwiegend zugunsten der Mädchen. Danach erzielten Mädchen bessere
4 Vgl. dazu: Maccoby, E.E./Jacklin, C.N., The psychology of sex differences, London 1975
5 Kangas, J./ Bradway, K., Intelligence at middle age: A thirty-eight-year follow up, Developement
Psychology 1971
6 Maccoby, E.E., Sex differences in intellectual functioning. In: E.E. Maccoby, the developement of sex
differences, Stanford 1966
7 Oden, M.H., The fulfillment of promise: 40-year follow-up of the Terman gifted group, Genet. Psychol.
Monogr. 1968
8 Maccoby, E.E./Jacklin, C.N., The psychology of sex differences, London 1975
Arbeit zitieren:
Liliya Stoyanova, 2006, Die männliche Herrschaft - Überblick und Analyse des Phänomens mit Bezug auf das Meisterwerk, München, GRIN Verlag GmbH
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Inhaltlich ist die Arbeit ganz in Ordnung, geht aber zu wenig auf Bourdieus Thesen und sein Vokabular ein. Wer eine Einführung in das Werk sucht, findet hier bessere, und kostenlose Angebote.
Sprachlich und formal ist diese Arbeit ein Verbrechen. Teilweise muss man ganze Absätze korregieren, um zu verstehen was die Autorin uns sagen will. Fußnoten zu Zitat beinhalten keine Seitenzahlen und sind somit nutzlos. Gerne hätte ich mein Geld wieder...
am Wednesday, March 19, 2008-