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Emotionale Intelligenz

Title: Emotionale Intelligenz

Presentation (Elaboration) , 2006 , 11 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Liliya Stoyanova (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Die soziale Intelligenz ist durchaus als Vorläuferin der emotionalen Intelligenz zu sehen. Die Geschichte der Intelligenzforschung ist reich an Versuchen, das klassische Konzept einer akademischen Intelligenz um andere Bereiche intelligenten Verhaltens zu erweitern. In diesem Zusammenhang weist Brody 1992 darauf hin, dass die akademische Intelligenz nur sehr eingeschränkt mit der Fähigkeit von Menschen, sich in alltäglichen Lebenssituationen intelligent zu verhalten, zusammen hängt. Ein „neues“ Intelligenzkonstrukt, das in einigen Punkten zur sozialen und personalen Intelligenz verbindet werden kann, ist jenes der emotionalen Intelligenz. Salovey und Mayer stellten im Jahre 1990 dieses Konzept vor.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Konzepte der emotionalen Intelligenz

2.1. Das ursprüngliche Konzept von Salovey und Mayer (1990)

2.2. Das modifizierte Konzept nach Mayer und Salovey (1997)

III. Diagnostische Zugänge zur Erfassung von emotionaler Sensitivität und Expressivität

3.1. Selbstbeschreibungsmethoden

3.1.1. Sensitivität für Emotionen bei einem selbst

3.1.2. Sensitivität für Emotionen bei anderen Personen

3.1.3. Emotionale Expressivität

3.2. Performanzmaße

3.2.1. Sensitivität für Emotionen bei einem selbst

3.2.2. Sensitivität für Emotionen bei anderen Personen

3.2.3. Expressivität

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Konstrukt der emotionalen Intelligenz, um die Grenzen der klassischen akademischen Intelligenz aufzuzeigen und die Fähigkeit zur emotionalen Regulation und Wahrnehmung als ergänzende Kompetenz wissenschaftlich zu beleuchten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche theoretischen Konzepte der emotionalen Intelligenz bestehen und wie diese durch unterschiedliche diagnostische Verfahren, unterteilt in Selbstbeschreibungsmethoden und Performanzmaße, operationalisiert werden können.

  • Entwicklung und Wandel der Konzepte nach Salovey und Mayer
  • Abgrenzung zwischen emotionaler Sensitivität und Expressivität
  • Methodische Analyse von Selbstberichtsverfahren (z.B. TAS, TMMS)
  • Kritische Gegenüberstellung von Performanzmaßen und deren Validität
  • Diskussion der Bedeutung von Emotionen für die kognitive Leistungsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

3.2.2. Sensitivität für Emotionen bei anderen Personen

Neben den Empathie-Fragebögen zur Erfassung der Sensitivität für die Emotionen anderer gibt es noch andere diagnostische Zugänge. Eine Validierungsstudie des Chapin Social Insight Test wurde 1965 von Gough publiziert. Dieser Test sollte die Fähigkeit messen, in verschiedenen Situationen die psychologische Dynamik, die einem bestimmten Verhalten zu Grunde liegt, zu erkennen sowie den Reiz, Kompromiss, der notwendig ist, um eine Situation einer konstruktiven Lösung zuzuführen, zu erkennen.

1989 entwickelten Constanzo und Archer die Interpersonal Perception Task (IPT), die Szenen auf Video enthält, wobei fünf Arten sozialer Interaktion dargestellt werden (Status, intime Beziehung, Verwandtschaft, Wettkampf, Enttäuschung). Für jede der gestellten Aufgaben gibt es ein objektives Antwortkriterium.

Es wurden auch verschiedene Tests, die auf Basis von nonverbalen Informationen (z.B. Mimik, Gestik) zu erschließen sind. Diese s.g. Nonverbal Receiving Ability hängt einerseits davon ab, wie stark die Emotion des Interaktionspartner ist, andererseits davon, wie gut der Interaktionspartner seine Emotionen ausdrücken kann. Folgende nonverbale Sensitivitätstests wurden veröffentlicht:

Beim Brief Affect Recognition Test (BART) von Ekman und Friesen werden Dias von posierten Gesichtsausdrücken dargeboten mit Darbietungszeit 1/30 Sekunde. Diese kurze Darbietungszeit wird damit begründet, dass in der Realität oft nur kurze Gesichtsausdrücke als Information zur Verfügung stehen. Gemessen wird die Genauigkeit, mit der die sechs primären Emotionen nach Ekman (Freude, Traurigkeit, Furcht, Ärger, Überraschung, Ekel) erkannt werden. Die Kritik an BART besteht darin, dass er keine spontane Emotionsausdrucksinformation verwendet. Nach Buck müssen diese überlegen sein.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung verortet die emotionale Intelligenz als Antwort auf die Unzulänglichkeiten der klassischen Intelligenzforschung bei der Bewältigung alltäglicher Lebenssituationen.

II. Konzepte der emotionalen Intelligenz: Hier werden die ursprünglichen und modifizierten Modelle von Salovey und Mayer gegenübergestellt, wobei insbesondere die Erweiterung um kognitive und reflexive Komponenten hervorgehoben wird.

III. Diagnostische Zugänge zur Erfassung von emotionaler Sensitivität und Expressivität: Dieses Kapitel systematisiert die Erfassungsmethoden für emotionale Kompetenzen, indem es zwischen subjektiven Selbstbeschreibungen und objektiven Performanzmaßen differenziert.

Schlüsselwörter

Emotionale Intelligenz, Salovey und Mayer, soziale Intelligenz, Empathie, Alexithymie, Selbstbeschreibungsmethoden, Performanzmaße, emotionale Sensitivität, emotionale Expressivität, kognitive Empathie, affektive Empathie, nonverbale Kommunikation, Psychologie, Intelligenzforschung, Emotionsregulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche Fundierung und Diagnostik des Konzepts der emotionalen Intelligenz.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Modelle nach Salovey und Mayer sowie die empirische Erfassbarkeit emotionaler Fähigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der Konzepte und die Analyse der verschiedenen diagnostischen Zugänge, um emotionale Sensitivität und Expressivität messbar zu machen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die einen Überblick über bestehende psychologische Modelle und etablierte Testverfahren bietet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden erst die theoretischen Konzepte von 1990 und 1997 erläutert und anschließend diagnostische Verfahren wie Selbstbeschreibungs-Skalen und Performanzmaße detailliert analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe prägen das Dokument?

Die wichtigsten Begriffe sind Emotionale Intelligenz, Empathie, Alexithymie, Selbstbeschreibung und Performanzmaße.

Wie unterscheidet sich das modifizierte Konzept von 1997 vom ursprünglichen Entwurf?

Das 1997er Modell integriert den Bereich des Denkens über Emotionen und ersetzt die rein verbale/nonverbale Unterscheidung durch vier spezifische Fähigkeitsbereiche.

Welche Rolle spielt die Alexithymie bei der Erfassung emotionaler Fähigkeiten?

Alexithymie dient als Ausgangspunkt für die Diagnostik der Selbstwahrnehmung von Emotionen, wird jedoch wegen ihrer einseitigen Konzentration auf negative Gefühle kritisiert.

Warum wird der BART (Brief Affect Recognition Test) in der Forschung kritisiert?

Die Kritik basiert primär darauf, dass der Test auf posierten Gesichtsausdrücken statt auf spontanen, natürlichen Emotionen basiert.

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Details

Title
Emotionale Intelligenz
College
Free University of Berlin
Grade
2,0
Author
Liliya Stoyanova (Author)
Publication Year
2006
Pages
11
Catalog Number
V64873
ISBN (eBook)
9783638575737
ISBN (Book)
9783656775485
Language
German
Tags
Emotionale Intelligenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Liliya Stoyanova (Author), 2006, Emotionale Intelligenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64873
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