Universität Duisburg-Essen, Standort Essen
Erziehungswissenschaft, WS 2005/2006
Gewalt in den Medien
von: Alexandra Zuralski
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S. 3
2. Theorien zur medialen Wirkung auf aggressives Verhalten
1. Wirkungslosigkeit S. 4
2. Stimulationsthese S. 5
3. Katharsistheorie/ Inhibitionstheorie S. 7
4. Habitualisierungsthese S. 7
5. Imitationsthese S. 8
6. Kultivierungsthese S. 8
3. Schluss S. 10
4. Literaturverzeichnis S. 12
1. Einleitung
Medien haben einen großen Stellenwert in unserem Leben. Man könnte sogar meinen, wir könnten uns ein Leben ohne Medien kaum mehr vorstellen. So ist zum Beispiel ein Haushalt, der nur mit einem Fernseher ausgestattet ist, eher die Ausnahme als die Regel. Da wir folglich viel Zeit mit der Mediennutzung verbringen, spielen Medien eine wichtige Rolle in unserer Sozialisation, der Eingliederung des Menschen durch das Aneignung von Normen und Werten in die Gesellschaft.
Wie wirken sich nun mediale Gewaltdarstellungen auf den Menschen aus? In der Öffentlichkeit ist häufig die Meinung vertreten, Mediengewalt sei gemäß des Reiz-Reaktions-Modells ein bedeutender Faktor, der zu Aggressionen führe. Oder haben etwa Gewaltdarstellungen eine gegenteilige Wirkung auf den Rezipienten, die sich in einer Verminderung der Anreize zu weiteren Aggressionen ausdrückt? Um diese Frage zu beantworten, möchte ich im Folgenden auf die wichtigsten Theorien über die Wirkung von Mediengewalt eingehen.
2. Theorien zur medialen Wirkung auf aggressives Verhalten
1. Wirkungslosigkeit
In den 60er Jahren stellte Klapper, später auch McGuire und Freedman die These der Wirkungslosigkeit auf. Nach Klapper sei Mediengewalt als nur ein Faktor unter vielen, der Aggressionen beim Rezipienten verstärken könnte. Demnach würden bestehende Verhältnisse durch Gewalt in den Medien nur verstärkt werden und somit kaum zu einem Wandel beitragen. Zur Verstärkung der Massenkommunikation begünstigende mediatisierende Faktoren seien:
1. Prädisposition der Rezipienten
2. Gruppen und Gruppennormen
3. interpersonale Ausbreitung massenkommunizierender Inhalte
4. Meinungsführerschaft
5. Struktur der Massenmedien
(vgl. Kunczik, Michael; Gewalt und Medien; 4. aktualisierte Aufl., Köln, Weimar, Wien; Böhlau Verlag 1998, S.62) Die These der Wirkungslosigkeit wurde wegen folgender Argumente falsifiziert: erstens ist hierbei nur das Individuum berücksichtigt worden; zweitens ist eine Verstärkung bestehender Einstellungen durchaus eine Wirkung.
2. Stimulationsthese
[...]
Arbeit zitieren:
Alexandra Zuralski, 2006, Gewalt in den Medien, München, GRIN Verlag GmbH
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