Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic Policy

Alternative Besteuerungskonzeptionen von Personengesellschaften in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union

Title: Alternative Besteuerungskonzeptionen von Personengesellschaften in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union

Diploma Thesis , 2000 , 73 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Jochen Homp (Author)

Business economics - Economic Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

1. Steuerliche Transparenz versus Steuersubjektsfähigkeit

Eine Personengesellschaft im Sinne dieser Arbeit ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen zwei oder mehreren Personen, deren Ziel es ist einen Gewinn oder Verlust zu teilen und sich wie Gesellschafter mit Rücksicht auf die Person des anderen zu verhalten. Der Gegenstand des Vertrages ist eine wirtschaftliche Tätigkeit.

Das Merkmal der Steuertransparenz ist, dass die Personengesellschaft nicht selbst für ihre Aktivitäten steuerpflichtig ist, sondern nur ihre Gesellschafter. Bei vorliegender Steuersubjektsfähigkeit hingegen, ist die Personengesellschaft selbst mit ihren eigenen Aktivitäten steuerpflichtig.

Die Ausprägungen von Personengesellschaften in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind von einer erstaunlichen Vielfalt , die für die Ertragsteuern von der vollständigen Transparenz bis zum eigenständigen Steuersubjekt reicht. Weitere Abstufungen des Grades der Transparenz sind ebenfalls zu beobachten. In dieser Arbeit wird eine Einteilung der Personengesellschaften in 4 Gruppen vorgenommen. Das Unterscheidungskriterium bildet die ertragsteuerliche Transparenz. In der 4. Gruppe sind diejenigen Mitgliedstaaten zusammengefasst, die entweder eine Steuersubjektfähigkeit besitzen oder juristische Personen sind.
Substanzsteuern werden in der Arbeit nicht betrachtet, da keine Systematik erkennbar ist, um eine Einteilung vorzunehmen. Das selbe gilt für die Verbrauchsbesteuerung. Lediglich auf die Umsatzsteuer soll kurz hingewiesen werden. Durch die 6. EG-Richtlinie vom 1. 7. 1994 soll die Umsatzsteuer im europäischen Binnenmarkt harmonisiert werden. Das Umsatzsteuersystem, die Nettoallphasenumsatzsteuer mit sofortigem Vorsteuerabzug, ist im gesamten Gebiet der Europäischen Union einheitlich. Der Umsatzsteuer unterliegen nur die Lieferungen und Leistungen, die ein Unternehmer innerhalb seines Geschäftsbetriebs ausführt. In diesem Zusammenhang ist also die Unternehmereigenschaft der gewerblichen Personengesellschaft und ihrer Gesellschafter zu prüfen. Wer als Unternehmer im Sinne der Umsatzsteuer bei Beteiligten von Personengesellschaften anzusehen ist, wurde nicht explizit geregelt. Jedem Mitgliedstaat steht es frei, "im Inland ansässige Personen, die zwar rechtlich unabhängig, aber durch gegenseitige, finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Beziehungen eng miteinander verbunden sind, zusammen als einen Steuerpflichtigen zu behandeln."
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Steuerliche Transparenz versus Steuersubjektsfähigkeit

2. Individualistisch geprägte Besteuerungskonzeptionen

2.1 Zivilrechtliche Subjektsfähigkeit

2.2 Ertragsbesteuerung

2.2.1 Persönliche Steuerpflicht

2.2.2 Sachliche Steuerpflicht

2.2.2.1 Qualifikation der Einkünfte

2.2.2.2 Ermittlung der Einkünfte

2.2.2.3 Tarif

2.2.2.4 Steuerschuld

2.2.3 Veränderung im Bestand der Mitglieder

2.2.4 Mischformen

3. Gemeinschaftlich-individualistisch geprägte Besteuerungskonzeption

3.1 Zivilrechtliche Subjektfähigkeit

3.2 Ertragsbesteuerung

3.2.1 Persönliche Steuerpflicht

3.2.2 Sachliche Steuerpflicht

3.2.2.1 Qualifikation der Einkünfte

3.2.2.2 Ermittlung der Einkünfte

3.2.2.3 Tarif

3.2.2.4 Steuerschuld

3.2.3 Veränderung im Bestand der Mitglieder

3.2.4 Mischformen

4. Gemeinschaftlich geprägte Besteuerungskonzeption

4.1 Zivilrechtliche Subjektfähigkeit

4.2 Ertragsbesteuerung

4.2.1 Persönliche Steuerpflicht

4.2.2 Sachliche Steuerpflicht

4.2.2.1 Qualifikation der Einkünfte

4.2.2.2 Ermittlung der Einkünfte

4.2.2.3 Tarif

4.2.2.4 Steuerschuld

4.2.3 Veränderung im Bestand der Mitglieder

4.2.4 Mischformen

5. Konzeption der selbständigen Gesellschaft

5.1 Zivilrechtliche Subjektfähigkeit

5.2 Ertragsbesteuerung

5.2.1 Persönliche Steuerpflicht

5.2.2. Sachliche Steuerpflicht

5.2.2.1 Qualifikation der Einkünfte

5.2.2.2 Ermittlung der Einkünfte

5.2.2.3 Tarif

5.2.2.4 Steuerschuld

5.2.3 Veränderungen im Bestand der Mitglieder

5.2.4 Mischformen

6. Vergleichende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ertragsteuerliche Behandlung von Personengesellschaften in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Ziel ist es, ein systematisches Verständnis für die vielfältigen Besteuerungskonzeptionen zu entwickeln, indem diese in vier Gruppen eingeteilt und hinsichtlich ihrer zivilrechtlichen und steuerlichen Ausgestaltung analysiert werden.

  • Analyse verschiedener Besteuerungskonzeptionen (individualistisch, gemeinschaftlich-individualistisch, gemeinschaftlich, selbstständige Gesellschaft).
  • Untersuchung der ertragsteuerlichen Transparenz und Steuersubjektfähigkeit von Personengesellschaften.
  • Vergleich der zivilrechtlichen Subjektfähigkeit mit der steuerlichen Behandlung.
  • Betrachtung von Sonderfragen wie der Veränderung im Mitgliederbestand und steuerlicher Mischformen.

Auszug aus dem Buch

1. Steuerliche Transparenz versus Steuersubjektsfähigkeit

Eine Personengesellschaft im Sinne dieser Arbeit ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen zwei oder mehreren Personen, deren Ziel es ist einen Gewinn oder Verlust zu teilen und sich wie Gesellschafter mit Rücksicht auf die Person des anderen zu verhalten. Der Gegenstand des Vertrages ist eine wirtschaftliche Tätigkeit.1

Das Merkmal der Steuertransparenz ist, dass die Personengesellschaft nicht selbst für ihre Aktivitäten steuerpflichtig ist, sondern nur ihre Gesellschafter.2 Bei vorliegender Steuersubjektsfähigkeit hingegen, ist die Personengesellschaft selbst mit ihren eigenen Aktivitäten steuerpflichtig.

Die Ausprägungen von Personengesellschaften in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind von einer erstaunlichen Vielfalt3, die für die Ertragsteuern von der vollständigen Transparenz bis zum eigenständigen Steuersubjekt reicht. Weitere Abstufungen des Grades der Transparenz sind ebenfalls zu beobachten. In dieser Arbeit wird eine Einteilung der Personengesellschaften in 4 Gruppen vorgenommen. Das Unterscheidungskriterium bildet die ertragsteuerliche Transparenz. In der 4. Gruppe sind diejenigen Mitgliedstaaten zusammengefasst, die entweder eine Steuersubjektfähigkeit besitzen oder juristische Personen sind.4

Zusammenfassung der Kapitel

1. Steuerliche Transparenz versus Steuersubjektsfähigkeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Personengesellschaft für die Arbeit und stellt das grundlegende Unterscheidungskriterium der ertragsteuerlichen Transparenz versus der Steuersubjektfähigkeit vor.

2. Individualistisch geprägte Besteuerungskonzeptionen: Hier wird das Konzept der vollkommenen steuerlichen Transparenz erläutert, bei dem ausschließlich die Gesellschafter für die Besteuerung relevant sind, und die Umsetzung in ausgewählten EU-Staaten analysiert.

3. Gemeinschaftlich-individualistisch geprägte Besteuerungskonzeption: Dieses Kapitel beschreibt Konzeptionen, bei denen die Gesellschaft eine verwaltungstechnische Vermittlerrolle einnimmt, während die Steuern weiterhin die Gesellschafter belasten.

4. Gemeinschaftlich geprägte Besteuerungskonzeption: Es wird die Sichtweise der Personengesellschaft als Gemeinschaftsunternehmen dargelegt, wobei die Gesellschaft eine partielle Steuersubjektfähigkeit besitzt.

5. Konzeption der selbständigen Gesellschaft: Dieses Kapitel behandelt Personengesellschaften, die als eigene Steuersubjekte fungieren oder juristische Personen sind, wobei teilweise eine Umkehrung der Transparenzlogik stattfindet.

6. Vergleichende Betrachtung: Eine vergleichende Analyse fasst die Zusammenhänge zwischen zivilrechtlicher Rechtsfähigkeit und ertragsteuerlicher Behandlung über alle untersuchten Konzeptionen hinweg zusammen.

Schlüsselwörter

Personengesellschaften, Ertragsteuern, steuerliche Transparenz, Steuersubjektfähigkeit, Gemeinschaftsunternehmen, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, zivilrechtliche Subjektfähigkeit, Besteuerungskonzeption, Mitgliederwechsel, Mischformen, Steuerobjekt, Gewinnermittlung, Europäische Union, Steuerschuldnerschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen Systeme zur Besteuerung von Personengesellschaften innerhalb der Europäischen Union und klassifiziert diese in verschiedene Besteuerungskonzeptionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die ertragsteuerliche Behandlung, insbesondere auf das Spannungsfeld zwischen Transparenz und Steuersubjektfähigkeit sowie die zivilrechtliche Einordnung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine systematische Einteilung der Personengesellschaften in vier Gruppen basierend auf ihrer ertragsteuerlichen Transparenz und die Untersuchung der praktischen Ausformung in den Mitgliedstaaten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine rechtsvergleichende Analyse der Besteuerungspraxis in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten, gestützt auf die Auswertung einschlägiger Literatur und gesetzlicher Bestimmungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die vier identifizierten Besteuerungskonzeptionen detailliert analysiert, von der individualistischen bis hin zur Konzeption der selbstständigen Gesellschaft, unter Berücksichtigung von Besteuerungsebene, Tarif und Steuerschuldnerschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere steuerliche Transparenz, Steuersubjektfähigkeit, Personengesellschaften, Ertragsbesteuerung und Rechtsvergleichung.

Wie wird mit der zivilrechtlichen Subjektfähigkeit der Personengesellschaften umgegangen?

Die Arbeit untersucht in jedem Kapitel, wie die steuerliche Behandlung mit der jeweiligen zivilrechtlichen Konstruktion (z. B. Gesamthandsgemeinschaft) korrespondiert oder davon abweicht.

Was ist das Ergebnis der vergleichenden Betrachtung?

Die Untersuchung zeigt eine weitgehende Parallelität zwischen dem Grad der steuerlichen Transparenz und der Anerkennung einer zivilrechtlichen Subjektfähigkeit der Personengesellschaft.

Excerpt out of 73 pages  - scroll top

Details

Title
Alternative Besteuerungskonzeptionen von Personengesellschaften in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union
College
LMU Munich  (Steuern)
Grade
2,7
Author
Jochen Homp (Author)
Publication Year
2000
Pages
73
Catalog Number
V6497
ISBN (eBook)
9783638140515
Language
German
Tags
Alternative Besteuerungskonzeptionen Personengesellschaften Mitgliedstaaten Europäischen Union
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jochen Homp (Author), 2000, Alternative Besteuerungskonzeptionen von Personengesellschaften in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6497
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  73  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint