Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Motivation und Aufbau der Arbeit 1
2. Globalisierung 1
2.1. Definition und Ausprägung von Globalisierung 1
2.2. Grundhaltungen gegenüber Globalisierung. 2
2.3. Die globalisierte Ökonomie. 3
2.3.1. Die weltweite internationale Wirtschaft 3
2.3.2. Die globalisierte internationale Wirtschaft. 3
3. Dimensionen der Globalisierung 5
3.1. Ökonomische Dimension 5
3.2. Politische Dimension und Nationalstaat. 7
3.3. Liberalisierung. 10
3.4. Technologische Dimension 11
3.5. Geographische Grenzen. 11
3.6. Soziale Dimension. 15
3.7. Ökologische Dimension 16
3.8. Kulturelle Dimension 17
3.9. Globale Zivilgesellschaft. 19
4. Fazit 20
Literaturverzeichnis IV
Verzeichnis der Internetquellen. VI
I
Abbildungsverzeichnis
Abb. 3.1: Entwicklung des deutschen Außenhandels von 1950 bis 2003 in Millionen Euro
Abb. 3.2: ausländische Direktinvestitionen (ADI), weltweiter Bestand in Milliarden US
Abb. 3.3: Deutsche Ausfuhren in Milliarden Euro, Januar bis Mai 2004
Abb. 3.4: Welthandelsströme, Exporte in Milliarden US-Dollar in 2001.
Abb. 3.5: Aufteilung der Direktinvestitionen nach Empfängerländern.
II
Abkürzungsverzeichnis
ADI ausländische Direktinvestitionen CSD Kommission für nachhaltige Entwicklung ECOSOC Wirtschafts- und Sozialrat EDV elektronische Datenverarbeitung EU europäische Union G5 die fünf größten EU-Staaten: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien GATT allgemeines Zoll- und Handelsabkommen GV Generalversammlung IAO internationale Arbeitsorganisation IWF internationaler Währungsfond KMU kleine und mittlere Unternehmen MNU multinationale Unternehmen NAFTA North American Free Trade Agreement OECD Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OPEC Organisation Erdöl exportierender Staaten TU transnationale Unternehmen VN Vereinte Nationen WTO Welthandelsorganisation
III
1. Motivation und Aufbau der Arbeit
Globalisierung ist ein Begriff, der uns in unserem Alltagsleben und die Diskussionen in den verschiedenen Wissenschaften beschäftigt. Globalisierung ist in aller Munde. Alles ist global geworden. Globalisierung bestimmt unser Handeln in allen Lebensbereichen. Globalisierung ist zu einem Schlagwort unserer Zeit geworden.
In dieser Arbeit sollen nun die Probleme und Grenzen der Globalisierung untersucht werden. In einem ersten Schritt soll der Begriff Globalisierung definiert werden, der als Basis für diese Arbeit dient, denn es gibt „noch“ keine einheitliche und verbindliche Definition von Globalisierung. Es bestehen viele verschiedene Interpretationen und Auffassungen von Globalisierung, und zudem auch zwei grundsätzliche Haltungen gegenüber der Globalisierungsdebatte, die in Abschnitt 2.1. dargestellt werden.
Weiterhin werden in Abschnitt 2.2. zwei Idealtypen für die weltweite internationale und globalisierte Internationale Wirtschaft beschrieben, bevor im dritten Abschnitt die Dimensionen der Globalisierung mit empirischen Beispielen veranschaulicht und im Bezug auf den Idealtypus Globalisierung analysiert werden.
Zum Abschluss sollen in einem Fazit die Indikatoren, Grenzen und Triebkräfte der Globalisierung und ihre Wechselseitigkeit zusammenfassend dargestellt werden.
2. Globalisierung
2.1. Definition und Ausprägung von Globalisierung
Globalisierung kann man nicht eindeutig definieren, da verschiedene Autoren den Begriff Globalisierung unterschiedlich interpretieren.
Ulrich Beck (1998, S. 28 f.) definiert Globalisierung als „Prozesse, in deren Folge die Nationalstaaten und ihre Souveränität durch transnationale Akteure, ihre Machtchance, Orientierungen, Identitäten und Netzwerke unterlaufen und querverbunden werden“. Globalisierung ist ein Prozess, der transnationale soziale Bindungen und Räume schafft, lokale Kulturen aufwertet und dritte Kulturen hervortreibt. (vgl. Beck 1998, S. 30) Laut Perraton u.a. (1998, S. 136) wird Globalisierung als einen historischen Prozess angesehen. Netzwerke und Systeme gesellschaftlicher Beziehungen dehnen sich räumlich aus und
1
verändern die menschlichen Verhaltensweisen und Aktivitäten insofern, dass sie einen transkontinentalen Charakter annehmen.
Jörg Dürrschmidt (2002, S 12) beschreibt Globalisierung als „[…] eine Vielfalt realgeschichtlicher Transformationen in Richtung auf globale Vernetzungen und Abhängigkeiten“. Globalisierung beschreibt Transformationsprozesse, die einerseits durch menschliches Handeln gesteuert werden (vgl. Dürrschmidt 2002, S. 12) und andererseits die menschlichen Verhaltensweisen verändern (s.o.).
Globalisierung ist dazu ein räumliches Phänomen. Lokale, regionale, nationale und globale Räume rücken immer enger zusammen und werden auf neue Art und Weise miteinander ver-bunden. (vgl. Messner 1999, S. 5)
2.2. Grundhaltungen gegenüber Globalisierung
In der Literatur werden zwei Grundhaltungen gegenüber der Globalisierung unterschieden: die „Globalisierungstheoretiker“ und die „Globalisierungsskeptiker“. Die Globalisierungstheoretiker sind der Meinung, dass die Globalisierung in vollem Gange ist und bereits vollständig integrierte Märkte bestehen. Güter und Dienstleistungen können demnach überall angeboten und nachgefragt werden, Firmen können sich an jedem Ort dieser Welt niederlassen und ihre Ressourcen an jedem Ort beziehen. Nationale Grenzen werden nicht mehr beachtet und die Nationalstaaten büßen zunehmend an Souveränität ein. Auch der politische Handlungsspielraum ist eingeschränkt und wird von der Globalisierung beeinflusst. Vor allem der Finanzsektor, mit seinen schnellen Geldtransfers in großen Dimensionen, nimmt Einfluss auf die nationalen Wirtschaftspolitiken.
Die Globalisierungsskeptiker dagegen vertreten die Auffassung, dass die Diskussion um die Globalisierung nicht diskussionswürdig sei, da die Beobachtungen den Bedingungen der Globalisierung nicht genügten. Der globale Handel unterscheidet sich nicht wesentlich von dem Handel, der in anderen Epochen, wie z.B. der Zeit der Goldwährung, zu beobachten war. Die Skeptiker sprechen von einer Rückkehr zum Status Quo nach zahlreichen Krisen, wie z.B. dem Zweiten Weltkrieg. Weiterhin sind die wirtschaftlichen Aktivitäten immer noch national ausgerichtet und der Großteil des wirtschaftlichen Austauschs entspricht nicht einem weltweiten Maßstab. Man könne lediglich von einer Herausbildung regionaler Blöcke sprechen. Beide Richtungen verstehen unter Globalisierung dasselbe, aber sie unterscheiden sich darin, dass die Skeptiker die Existenz von Globalisierung anzweifeln und die Theoretiker die Globa-
2
lisierung und ihre Folgen überall sehen und spüren können. (vgl. Perraton u.a. 2002, S. 135 f. und Giddens 2001, S. 18 f.)
Im Folgenden soll nun untersucht werden, wer in der Debatte Recht behält und ob Globalisierung in der Form, wie es die Theoretiker beschreiben, überhaupt existieren kann.
2.3. Die globalisierte Ökonomie
In diesem Teilabschnitt werden zwei Idealtypen die „weltweite internationale Wirtschaft“, also die Ära vor der Globalisierung, und die „globalisierte internationale Wirtschaft“ gegenübergestellt.
2.3.1. Die weltweite internationale Wirtschaft
In einer weltweiten internationalen Wirtschaft werden die Nationalstaaten als grundlegende Einheiten angesehen, die durch Marktbeziehungen untereinander verbunden sind. Die Transaktionen miteinander sind Folge der unterschiedlichen Leistungen der Nationalökonomien und führen zu vermehrter nationaler Spezialisierung und Arbeitsteilung. Die Verbindungen zwischen den Nationalstaaten bleiben aber „strategischer Art“ (Hirst/Thompson 1998, S. 87), denn es gibt eine Trennung von nationalen und internationalen Bezugssystemen für politische Entscheidungen und die ökonomischen Effekte dieser Ebenen sind verschieden. Internationale Ereignisse beeinflussen die nationale Ökonomie nicht direkt, sondern werden durch nationale Prozesse gefiltert. Es gibt keinen automatischen Steuerungsmechanismus, die Anpassungssysteme werden von den Nationalstaaten vorgenommen. Des Weiteren existiert eine politisch-ökonomische Machtbalance zwischen den Nationalökonomien. Die einflussreichsten Staaten bestimmen Struktur und Machtverteilung innerhalb der weltweiten nationalen Wirtschaft.
Die Entstehung und Ausbreitung multinationaler Unternehmen (MNU) sind wesentliche Merkmale für diesen Idealtypus und sind dadurch gekennzeichnet, dass sie an ihr Mutterland gebunden sind. Die MNU sind den Regulierungsmechanismen des Heimatlandes unterworfen und an die jeweilige Wirtschaftspolitik gebunden. (vgl. Hirst/Thompson 1998, S. 86-88)
2.3.2. Die globalisierte internationale Wirtschaft
In einer globalisierten internationalen Wirtschaft wird die weltweite Wirtschaft nicht von den Nationalstaaten determiniert. Die Nationalökonomien sind einem globalen System unterge-ordnet und nehmen an ihm durch internationale Prozesse und Transaktionen teil. Die Gesamt-
3
Arbeit zitieren:
Nicola Claaßen, 2004, Probleme und Grenzen der Globalisierung, München, GRIN Verlag GmbH
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