Inhaltsverzeichnis
1. Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun
2. Das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun 1977
2.1 Der Sachinhalt
2.2 Die Selbstoffenbarung
2.3 Die Beziehung
2.4 Der Appell
3. Empfang einer Nachricht (Das Vier-Ohren-Modell)
3.1 Das Sach-Ohr
3.2 Das Selbstoffenbarungs-Ohr
3.3 Das Beziehungs-Ohr
3.4 Das Appell-Ohr
4. Die Sachseite der Nachricht
4.1 Sachlichkeit
4.2 Verständlichkeit
5. Die Beziehungsseite der Nachricht
5.1 Instrumente zur Erfassung des Beziehungsgeschehens
5.2 Vier Reaktionen des Beziehungsgeschehens
5.3 Drei Grundarten von Beziehungen
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1. Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun
Es gibt nicht „Die eine“ Theorie der Kommunikationswissenschaft. Die Kommunikation kann aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Deswegen ist es auch ein Paradebeispiel für ein interdisziplinäres Zusammenwirken. Gerade diese vielfältigen Perspektiven fordern die Frage nach der/den „richtigen und wichtigen“ Sicht(en) heraus. Wann und unter welchen Bedingungen ist also eine Kommunikation erfolgreich? Für wen ist sie erfolgreich? Welche theoretischen Grundlagen waren in diesem Fall die Basis? Friedemann Schulz von Thun ist seit 1975 Professor an der Universität Hamburg im Fachbereich Psychologie. Das Kommunikationsmodell mit den vier Seiten entstand, als Schulz von Thun noch Schüler bei Tausch war. Damals trat ein Industrieunternehmen an die Arbeitsgruppe um Tausch heran, mit der Bitte einen Beitrag zur besseren Kommunikation ihrer Mitarbeiter untereinander zu leisten.
Schulz von Thun sieht die doppelte Stimmigkeit in der Kommunikation als eine Grundlage für gute Kommunikation.
• Stimmigkeit als Übereinstimmung mit sich selbst.
• Stimmigkeit als Übereinstimmung mit dem Charakter der Situation und dem Anlass, der die Kommunikation ergibt.
Die Grundlage, auf der Schulz von Thun seine Thesen entwickelt hat, ist das Modell der vier Seiten einer Nachricht. Dieses Modell ist 1977 durch Anregungen von Bühler (1934) und Watzlawik(1969) entstanden.
Bühler sieht „Drei Aspekte der Sprache“: Darstellung, Ausdruck und Appell. Watzlawik hingegen unterscheidet zwischen Inhalts- und Beziehungsebene.
Schulz von Thun entwickelte ein Modell, in dem er beide Modelle vermischte. „Darstellung“ bei Bühler und „Inhaltsebene“ bei Watzlawik entsprechen dem „Sachinhalt“ bei Schulz von Thun.
Der „Ausdruck“ bei Bühler wird bei Schulz von Thun zur Selbstoffenbarung. Der „Appell“ bei Bühler wird ebenfalls übernommen, aber er fügt den „Beziehungsaspekt“ von Watzlawik noch mit in sein Modell ein.
Hieraus entsteht ein Kommunikationsquadrat, über das Schulz von Thun selber sagt: „Den Vorteil des hier vorgestellten Modells sehe ich darin, dass es die Vielfalt möglicher
Kommunikationsstörungen und -Probleme besser einzuordnen gestattet und den Blick öffnet für die
verschiedene Trainingsziele zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit.“ (Schulz von Thun, S.30)
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In dieser Hausarbeit werde ich zunächst alle vier Seiten des Kommunikationsmodells umreißen und anschließend mich den Sach- und Beziehungsaspekten der Kommunikation widmen.
2. Das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun 1977
2.1 Der Sachinhalt
Bei der Betrachtung des Sachaspekts geht es um die Mitteilung des sachlichen Inhalts. Hierfür zieht Schulz von Thun das Hamburger Verständlichkeitskonzept heran. Dieses sieht vier Grundmerkmale für eine gut verständliche Aussage vor: I. Einfachheit
Diese bezieht sich auf die einfache Darstellung eines Sachverhaltens. Dafür sollte der Sachverhalt ansprechend und konkret dargestellt, in kurze Sätze gefasst und unnötige Fremdwörter vermieden werden. II. Gliederung
Im Text sollte ein roter Faden erkennbar sein und inhaltlich sollten die Informationen folgerichtig aufeinander aufbauen. Außerdem ist klare Unterscheidung von wichtigen und unwichtigen Informationen nötig, zum Beispiel durch besonderes Herausstellen der wichtigsten Fakten. III. Kürze/Prägnanz
Ein Text sollte immer ganz klar eine Botschaft haben, die er vermitteln will. Hierauf sollte der Text dann auch gradlinig zulaufen. IV. Stimulans
Ein Text sollte nach Möglichkeit spannend sein. Hierfür ist es wichtig, persönlich und abwechslungsreich zu schreiben und zum Beispiel durch Fragen an den Leser, erklärende Geschichten oder ähnliches Abwechslung hinein zu bringen.
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Arbeit zitieren:
Natalie Dillmann, Natalie Dillmann, 2006, Inhalts- und Beziehungsaspekte von Kommunikation, München, GRIN Verlag GmbH
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