Corporate Culture makes the Difference
Unternehmenskultur als strategische Zielsetzung einer zeitgemäßen
Human Resources Arbeit
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
Was ist ein Witz 2
Arten von Witzen 4
Chefwitze 5
Witze über das System 5
Kariere und Erfolgswitze 5
Widerstandswitze 6
Erotische Witze 6
Witze über Mitarbeiterleistungen 6
Berufsgruppen und mitarbeiterspezifische Witze 6
Witz-Techniken 7
Wortwitze 7
Satzwitze 8
Szenische Witze 9
Die Bedeutung der Witze in der Psychologie 10
Kognitiver Aspekt 11
Affektiver Aspekt 12
Sozialer Aspekt 12
Fazit 12
Literaturverzeichnis 13
Der Witz im Unternehmen 1
„Corporate Culture makes the Difference“
Unternehmenskultur als strategische Zielsetzung einer zeitgemäßen
Human Resources Arbeit
Einleitung
In vielen Organisationen gibt es schon lange nichts mehr zu lachen. Es geht nur noch darum, den Marktanteil im Wettbewerb zu vergrößern, die Produktivität und den Shareholder – Value zu steigern und die Kosten zu reduzieren. Daher ist die Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes oft größer als der Spaß an der Arbeit.
Gleichzeitig gibt es aber die weitverbreitete Ansicht, dass mit Humor und Witz alles besser geht und die Menschen besser und lieber arbeiten. Humor fördert eine positive Einstellung und soll sogar leistungsfördernd sein. Durch Witz und Humor wird ein Arbeitsklima geschaffen , in dem Probleme besser bewältigt werden. Witz kann die Kreativität fördern und somit können die Mitarbeiter den immer wachsenden Anforderungen standhalten.
Die vorliegende Arbeit soll nun einen Einblick über die Bedeutung von Witzen und Humor im Unternehmen geben. Weiterhin wird betrachtet, ob und in wieweit man von den im Unternehmen anzutreffenden Witzen auf die Unternehmenskultur schließen kann.
Was ist ein Witz?
Ein Witz ist eine erzählerische Kurzform mit Explosivcharakter, in der eine bewusst gesteigerte Spannung eine Überraschende Auflösung erfährt. Seine Wirkung beruht auf der Diskrepanz zwischen Erwartung und Ergebnis (Fontius, 1986, zitiert nach Neuberger, 1988).
Um die Bedeutung von Witzen am Arbeitsplatz besser zu verstehen, lässt sich folgende Grundannahme formulieren: Witze sind verkleidete Enthüllungen von Problemen, die im Arbeitsalltag erlitten, aber selten offen zur Sprache gebracht werden (Neuberger, 1988). Nach Neuberger (1988) stiftet ein Witz zunächst Verwirrung: Es wird eine Ungereimtheit vorgestellt, ein Widerspruch erzeugt – und
Der Witz im Unternehmen
2
„Corporate Culture makes the Difference“
Unternehmenskultur als strategische Zielsetzung einer zeitgemäßen
Human Resources Arbeit
(plötzlich), in die Pointe (überraschender, nicht zu erwartender Punkt bei Erzählungen) aufgelöst. Ein Beispiel:
„Ausgezeichnet, nur zwei Fehler!“ lobt der Chef seine neue Sekretärin, „und jetzt versuchen wir mal das zweite Wort!“ Die hier ausgedrückte Botschaft ist Kritik an den Fähigkeiten der Sekretärin, die durch Lob ausgedrückt wird.
Das Prinzip eines Witzes ist es, dass der Leser / Hörer mit Entwicklungen der Dinge oder mit Zuständen konfrontiert wird, mit denen er nicht gerechnet hatte. Seine Erwartungen werden also getäuscht. Der Witz ist also ein fingierter Wortwechsel, bei dem einem das Wort im Munde umgedreht wird (Neuberger, 1988). Die Pointe ist der Geistesblitz, der die Situation aufklärt. Bis zur Pointe erscheint die geschilderte Situation normal und uninteressant. Die kurzzeitige Verwirrung, die die Pointe stiftet, macht die Situation bemerkenswert und der Leser / Hörer wird zum Denken angeregt. Es entsteht also eine geistige Herausforderung, die aber von jedem zu lösen ist.
Neuberger (1988) beschreibt das Prinzip eines Witzes an folgendem Beispiel:
Ein Mann rettet beim Baden einen Ertrinkenden. Es stellt sich heraus, dass es sein oberster Chef ist. Voller Dankbarkeit bietet ihm der Chef die Erfüllung eines Wunsches an: „Wollen Sie einen Mercedes?“ „Nein!“ „Wollen Sie ein Jahr bezahlten Urlaub?“ „Nein!“ „Ja, wie kann ich Ihnen denn danken?“ „Bezahlen Sie mir ein stattliches Begräbnis!“ „Wieso denn das?“ „Wenn die Kollegen erfahren, dass ich Sie gerettet habe, schlagen sie mich tot!“
Der Witz schildert in der Einleitung eine Normalsituation: Jemand wird vorm Ertrinken gerettet und will sich dafür erkenntlich zeigen.
Es wird nun erwartet, dass der Retter höflich ablehnt oder sich freut, einen Wunsch äußert und dann das Geschenk annimmt.
Das Überraschende ist aber, dass der Retter ein völlig eigenartiges Geschenk verlangt: Ein stattliches Begräbnis. Um dieses nun verstehen zu können muss eine Begründung dafür gefunden werden. Um den Retter zu verstehen muss man sich in
Der Witz im Unternehmen
3
„Corporate Culture makes the Difference“
Unternehmenskultur als strategische Zielsetzung einer zeitgemäßen
Human Resources Arbeit
seine Gedanken hineinversetzten.
Bisher hatte der Leser / Hörer nur die Rettung des Ertrinkenden gesehen. Das der Ertrinkende der Chef des Retters ist, wurde dabei übersehen. Der Retter befürchtet nun die Rache seiner Kollegen, da er die Gelegenheit nicht genutzt hat den Chef loszuwerden.
In der Pointe erfolgt also eine Denk-Umkehr, die einem den sicheren Boden fester Erwartungen unter den Füssen wegzieht . Die Pointe ist buchstäblich der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Angelegenheit (Neuberger, 1988).
Weiterhin sagt Neuberger (1988), dass es zur paradoxen Grundstruktur eines Witzes gehört, dass er in Andeutungen verraten muss, was er verheimlicht. Um die detektivische Arbeit des Hörers / Lesers zu unterstützen, muss der entscheidende Tipp mitgeliefert werden, der zu Aufklärung des Falles führt. Die Witzerzähl-Situation wird im wesentlichen durch eine Ankündigung hergestellt („Kennst Du den schon...?“). Das Erzählen des Witzes kann dann in drei Phasen unterteilt werden:
Eine Einleitung schafft den Erwartungsrahmen. Es werden die mitwirkenden
- Personen genannt und die Situation geschildert In dieser Phase wird die Situation dramatisiert und zugespitzt.
- In der letzten Phase kommt die überraschende Wende der Situation, die dann
- durch die Pointe aufgelöst wird.
Den Abschluss bildet nun die Reaktion des Hörers, die sich in Schweigen, Lachen oder Annerkennung ausdrücken kann.
Arten von Witzen
Um den Bedeutung von Witzen im Unternehmen darzustellen, kann man die Witze in Kategorien einteilen, wie sie auch ähnlich bei einer Mitarbeiterbefragung zur Arbeitszufriedenheit vorkommen könnten. Dabei könnte es um die Beurteilung der Vorgesetzten, um Aufstiegsmöglichkeiten, Bezahlung oder Betriebsklima gehen. Neuberger und Kompa (1987) haben Witze in verschiedene Kategorien eingeteilt und
Der Witz im Unternehmen
4
Arbeit zitieren:
Markus Renze, 2002, Der Witz im Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Involvement, Innovationsfreude und Wahrgenommenes Risiko als Einflussf...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 31 Seiten
Unternehmensfusionen – kritisch bewertet
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Studienarbeit, 49 Seiten
Bedeutung der Unternehmensethik für das Management im Handel
BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
Studienarbeit, 37 Seiten
Shareholder Value Creation in European M&As
Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
Seminararbeit, 26 Seiten
Humor als Konkurrenzvorteil - Theorie und Anwendung
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 18 Seiten
Interkulturelles Marketing: Werbestile im Kulturvergleich - Werbung in...
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing
Seminararbeit, 17 Seiten
Das Harvard Konzept - Kommunikation und Emotionen in der Verhandlung
Seminararbeit, 36 Seiten
Der Akkumulationsprozess nach Karl Marx
Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
Studienarbeit, 28 Seiten
Microbanking in Entwicklungsländern zwischen Rentabilität und Subventi...
BWL - Investition und Finanzierung
Hauptseminararbeit, 29 Seiten
Ist die Theorie von Karl Marx heute noch aktuell?
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Hausarbeit, 16 Seiten
„Worin existiert der Unterschi...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 41 Seiten
Provokation und Schock in der Werbung. Empirische Analyse am Beispiel ...
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing
Seminararbeit, 72 Seiten
Die Differenzierung zwischen dem episodischen und dem semantischen Lan...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 43 Seiten
Markus Renze hat den Text Der Witz im Unternehmen veröffentlicht
Markus Renze hat einen neuen Text hochgeladen
Angewandte Psychologie für das Human Resources Management
Konzepte und Instrumente für e...
Birgit Werkmann-Karcher, Jack Rietiker
0 Kommentare