Das Thema: Verhältnis zwischen EU und USA. Doch was ist eigentlich mit "Verhältnis" gemeint. Zum einen kann es das Verhältnis im Machtgefüge bedeuten. Das würde heißen, es handelt sich hier um das Machtverhältnis, Kräfteverhältnis in der Welt. Aber andererseits kann es sich auch um das Verhältnis bezüglich einer Beziehung handeln. Demzufolge würde hier die Zusammenarbeit zwischen EU und USA gemeint sein. Wenn es sich um das Verhältnis wie eine Beziehung dreht, dann müsste hier aber nicht nur die Zusammenarbeit auftreten, sondern auch Differenzen und Konflikte.
Ich habe mich dafür entschieden, das Verhältnis bezüglich der Differenzen zwischen EU und USA näher zu bearbeiten. Denn dies schließt gleichzeitig die zwangsläufige eventuell gescheiterte Zusammenarbeit, sowie daraus resultierende Machtverhältnisse in der Welt ein.
Differenzen zwischen EU und USA gibt es so gut wie in allen Bereichen, da beide Seiten zunehmend gegensätzliche Interessen verfolgen. Dies ist besonders seit dem Amtsantritt von Präsident Bush zu beobachten, der weniger auf internationale Kooperation ausgerichtet ist. Die Zusammenarbeit wird zwar intensiv gefördert, doch trifft auf unterschiedliche Einstellungen und wird dadurch gehemmt. Trotzdem werden die Beziehungen von "nie wirklich gut und zunehmend schlechter" bis zu "gut und immer besser" bewertet. Schließlich gibt es kaum einen Bereich in dem nicht zusammengearbeitet wird.
Interessant war es zunächst einmal zu betrachten, ab wann begannen eigentlich erste Bestrebungen in der Zusammenarbeit und warum. Weiterhin musste dazu betrachtet werden, inwieweit sich diese Zusammenarbeit bis heute entwickelt hat, um dann die Differenzen in einzelnen Bereichen näher beleuchten zu können. Dabei werde ich auf die Bereiche Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Menschenrechte und Umweltpolitik eingehen. Zuletzt werde ich dann eine Schlussfolgerung anschließen. Dabei möchte ich mich speziell auf den Punkt Umweltschutz stützen und hier ausgesuchte Thesen bearbeiten.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historischer Überblick
3. Differenzen
3.1. Europäische Eingreiftruppe
3.2. Raketenabwehrsystem
3.3. Echelon
3.4. Todesstrafe
3.5. Kyoto-Protokoll
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit analysiert das aktuelle Beziehungsverhältnis zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika. Dabei liegt der Fokus auf der Untersuchung politischer Differenzen, die trotz intensiver Kooperationsbemühungen in verschiedenen Sachbereichen auftreten und das transatlantische Machtgefüge sowie die Autonomiebestrebungen Europas beeinflussen.
- Entwicklung und Dynamik der transatlantischen Beziehungen seit dem Zweiten Weltkrieg.
- Sicherheits- und Verteidigungspolitische Spannungsfelder (Eingreiftruppe und Raketenabwehr).
- Datenschutz und Wirtschaftsspionage im Kontext des Echelon-Systems.
- Menschenrechtspolitische Divergenzen am Beispiel der Todesstrafe.
- Umweltpolitische Herausforderungen unter Berücksichtigung des Kyoto-Protokolls.
Auszug aus dem Buch
3.2. Raketenabwehrsystem
Das neue Rüstungsvorhaben der USA: das teure Raketenabwehrsystem ist momentan ein heiß diskutiertes Thema. Die europäischen Verbündeten sind verärgert, da sie nur unzureichend und zu spät informiert wurden. Was an diesem Vorhaben so kontrovers ist, muss im folgenden erläutert werden. Die 90er Jahre waren für das russisch-amerikanische Verhältnis eine Zeit der Entspannung. Putin (Russland) stimmte dem Atomteststopp-Vertrag zu und im Gegenzug verzichtete die amerikanische Regierung auf die Errichtung eines Raketenabwehrsystems. Doch seit dem Wahlsieg von Präsident Bush (USA) lautet der Slogan der Außenpolitik: America first. Amerika hat sich nun doch entschlossen dieses nationale Raketenabwehrsystem aufzubauen, wie bereits erwähnt. Sie meinen, sie müssen sich vor möglichen Angriffen durch die sogenannten „Schurkenstaaten“ (Iran, Nordkorea) schützen. Weiterhin führen sie als Argument an, dass sie damit auch Europa vor Raketen- Angriffen schützen würden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Verhältnis zwischen EU und USA als komplexes Spannungsfeld zwischen Kooperation und Differenzen, das vor dem Hintergrund zunehmend gegensätzlicher Interessen analysiert wird.
2. Historischer Überblick: Dieses Kapitel skizziert die Entwicklung der transatlantischen Beziehungen von der Nachkriegszeit über die Phase des Kalten Krieges bis hin zur Emanzipation der EU nach der Wiedervereinigung.
3. Differenzen: Dieser Hauptteil beleuchtet spezifische Konfliktpunkte, darunter sicherheitspolitische Vorhaben, Überwachungspraktiken, Menschenrechtsfragen und Umweltabkommen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und betont die Notwendigkeit einer grundlegend neuen, kooperativen Politik, insbesondere im Bereich des globalen Umweltschutzes.
Schlüsselwörter
Verhältnis EU-USA, Internationale Politik, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Europäische Eingreiftruppe, Raketenabwehrsystem, Echelon, Wirtschaftsspionage, Todesstrafe, Menschenrechte, Kyoto-Protokoll, Umweltschutz, Klimawandel, Transatlantische Beziehungen, Außenpolitik, Machtgefüge.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht das vielschichtige Verhältnis zwischen der Europäischen Union und den USA, wobei der Fokus auf den politischen Differenzen und Interessengegensätzen liegt.
Welche Themenfelder werden zentral behandelt?
Die Analyse konzentriert sich auf die Bereiche Sicherheitspolitik, Verteidigung, Menschenrechte, Datenschutz und internationale Umweltpolitik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Entwicklung der transatlantischen Beziehungen nachzuvollziehen und zu beleuchten, warum trotz gemeinsamer Grundlagen zunehmend Konflikte das Verhältnis belasten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Deskription und Analyse aktueller Ereignisse und internationaler Verträge, um politische Sachverhalte und Machtverhältnisse zu bewerten.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit fünf spezifischen Konfliktherden, darunter die Raketenabwehrpläne und die Klimapolitik.
Welche Keywords beschreiben die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Transatlantische Beziehungen, Kyoto-Protokoll, Menschenrechte, Sicherheitspolitik und Europäische Integration.
Welche Rolle spielt das Kyoto-Protokoll in der Argumentation der Autorin?
Das Kyoto-Protokoll dient als zentrales Fallbeispiel für die Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und ökologischer Realität im Verhältnis der USA zur EU.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle der USA beim Raketenabwehrsystem?
Die Arbeit stellt das US-Raketenabwehrsystem als kontroverses Vorhaben dar, das unter dem Motto "America first" die strategische Stabilität gefährdet und das Vertrauen der europäischen Verbündeten belastet.
- Quote paper
- Sabine Schneider (Author), 2002, Das Verhältnis EU - USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6510