Brauchen Kinder Architektur?
von Sylvia Nösterer
Inhalt
1. Inhaltsverzeichnis
2. Abstract
3. Einleitung
4. Pädagogische Grundbegriffe bei Maria Montessori
4.1. Selbstaufbau und Selbstbestimmung durch Tätigkeit
4.2. Polarisation der Aufmerksamkeit
4.3. Soziale Erziehung
4.4. Sensible Perioden
4.5. Ordnung
4.6. Bewegung
5. Schulstrukturelles Konzept
5.1. Prinzip der Mischung der Lebensalter und der Kooperation
5.2. Prinzip der "offenen Tür" und der "freien Zirkulation"
6. Unterrichtsformen
6.1. Freiarbeit
6.2. Stille
6.3. Kosmische Erziehung
6.4. Vorbereitete Umgebung
6.4.1. Raumgröße
6.4.2. Klarheit und einfache Struktur
6.4.3. Ästhetik
6.4.4. Angepasste Einrichtungsgegenstände
6.5. Montessori - material
7. Umgesetzte Beispiele pädagogisch orientierter Architektur nach Franz SCHUSTER
7.1. Lebenslauf Franz Schuster
7.2. Montessori - Kindergarten, Wien Rudolfsplatz 1926
7.2.1. Pädagogik - spezielle Anforderungen bzw. Grundhaltungen
7.2.2. Eingangssituation
7.2.3. Verhältnis Gruppengemeinschaft zu Hausgemeinschaft
7.2.4. Gruppen-/ Spielraum - Betätigungsformen
7.2.5. Einrichtung - Unterstützung der Pädagogik, kindgerechte Gestaltung
7.2.6. Außenraum - Bedeutung für Pädagogik und Konzeption
7.3. Kindergarten der Gemeinde Wien "Schweizer Spende" 1948
7.3.1. Pädagogik - spezielle Anforderungen bzw. Grundhaltungen
7.3.2. Eingangssituation
7.3.3. Verhältnis Gruppengemeinschaft zu Hausgemeinschaft
7.3.4. Gruppen-/ Spielraum - Betätigungsformen
7.3.5. Einrichtung - Unterstützung der Pädagogik, kindgerechte Gestaltung
7.3.6. Außenraum - Bedeutung für Pädagogik und Konzeption
8. Zusammenfassung
9. Literaturverzeichnis
10. Verzeichnis der Abbildungen
11. Anhang Pläne
11.1. Montessori - Kinderhaus; Rudolfsplatz , 1010 - Erdgeschossgrundriss
11.2. Kindergarten "Schweizer Spende"; Auer Welsbachpark , 1140 - Erdgeschossgrundriss
2. Abstract
Deutsch:
Meine Untersuchung befasst sich mit Möglichkeiten der Raumplanung nach Maria Montessoris pädagogischen Leitvorstellungen und deren sichtbarer Umsetzung.
Anhand des Montessori - Kindergartens Wien Rudolfsplatz (1926) und des Kindergartens der Gemeinde Wien "Schweizer Spende" (1948) - beide geplant von Architekt Franz Schuster (1892 - 1972) - versuche ich Alternativen zum mir bekannten traditionellen Schul- "Raum" zu untersuchen.
Unterscheiden sich beide von mir gewählten Beispiele Montessori - pädagogisch orientierter Architektur im äußeren Gesamtbild auch deutlich, so weisen beide jeweils ein großzügiges Raumangebot, Unterteilung in Gruppen, größenangepasste Einrichtungsgegenstände und nutzbaren Außenraum auf.
Vorgegebene Raumstrukturen an reformpädagogische Lern- und Erfahrungswelten anzupassen erscheint in der Praxis schwierig und es stellt sich mir die Frage nach einer kindgerechten und Lernanregungen bietenden Schularchitektur.
Kann Architektur die Umsetzung - speziell Montessori-orientierter - pädagogischer Leitvorstellungen begünstigen?
3. Einleitung
"Die Welt, die in Form von Lehrplan und Sache portioniert in die Schule kommt, braucht einen Raum.
Es ist ein Ort, wo sich der Umgang mit Welt, vorgeordnet, notwendigerweise reduziert, in der Zeit gestaffelt und sinnvoll geplant ereignen kann."
Professor Ralf Girg fordert in seinem Vortrag zu "Skizzen einer Schule der Zukunft" einen offenen und dynamischen Lebensraum, der Kindern prozessorientiert Möglichkeiten der Wissenserweiterung anbietet.
Dennoch gestaltet sich traditioneller Schul- "Raum" in dem gelebt, gelernt und erfahren werden soll meist als sehr beengter, mit Tischen und Stühlen voll gestopfter, auf den Lehrertisch und die Tafel fokussierter Bereich.
Kann Architektur die Umsetzung - speziell Montessori-orientierter - pädagogischer Leitvorstellungen begünstigen?
Kann man von einer speziellen Montessori - Schularchitektur sprechen?
4. Pädagogische Grundbegriffe bei Maria Montessori
Montessoris pädagogisches Sehen und Denken kreist um die Frage: In welcher Weise kann und muss der Erwachsene dem Kind bei seiner Entwicklung beistehen, damit sich "das Leben" in ihm entfalten kann?
4.1. Selbstaufbau und Selbstbestimmung durch Tätigkeit
Maria Montessori geht von der Grundannahme aus, dass das Kind sich mit seiner aktiven Auseinandersetzung mit seiner Umwelt selbst verwirklicht. Kinder fassen alles an, ertasten und begreifen die Dinge. Diese gespürte und erlebte Erfahrung erlaubt es dem Kind mit seiner Umwelt vertraut zu werden; die aktive Aneignungstätigkeit legt einen wesentlichen Grundstein für seine Entwicklung.
[...]
Arbeit zitieren:
Sylvia Nösterer, 2002, Brauchen Kinder Architektur?, München, GRIN Verlag GmbH
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