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Schulische Integration schwerstbehinderter Kinder

Titel: Schulische Integration schwerstbehinderter Kinder

Diplomarbeit , 2004 , 180 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Mag. Susanne Biermair (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der gemeinsame Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen stellt wohl eine der größten pädagogischen Herausforderungen an die heutige Schule dar. Schulische Integration ist aber auch eine gesellschaftliche Aufgabe und erfordert ein Umdenken über die Institution Schule hinaus.
„ Es gibt ein individuelles Recht jedes Kindes auf Nichtaussonderung. (…) es hat jedes Kind das Recht, in der Gemeinschaft bleiben zu dürfen. Das ist ein Grundrecht. (…) es sollten sich eigentlich (…) die Institutionen, die Umwelt, die Umgebung muss sich verändern und nicht das Kind muss sich anpassen, sondern wir alle müssen uns überlegen: Was können wir tun für alle Kinder? Den Unterricht so zu gestalten, so zu verändern, dass alle Kinder was davon haben.“(Mitarbeiterin des Landesschulrates, 5. März 2004)
Einstellungen und Erfahrungen der Beteiligten sind eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung schulischer Integration. Einstellungen und Erfahrungen als Determinanten der Bereitschaft zur schulischen Integration sind Gegenstand dieser vorliegenden Diplomarbeit. Der erste Teil der vorliegenden Diplomarbeit umfasst die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema der schulischen Integration.
Im ersten Kapitel werden zunächst die Begriffe Behinderung und Schwerstbehinderung definiert und ein geschichtlicher Rückblick des österreichischen Sonderschulwesens gegeben.
Das zweite Kapitel führt die Gesetze zur Integration, die Entwicklung der schulischen Integration in Österreich, gesetzliche Bestimmungen in der Volksschule, das Wahlrecht der Eltern, die Lehrplanbestimmungen, die Leistungsbeurteilung, die Aufnahmekriterien, die Unterrichtsdifferenzierung und den integrativen Unterricht näher aus. Weiteres behandelt das zweite Kapitel die Themen: Modelle der Integration, Schwierigkeiten und Probleme in der Integration von schwerstbehinderten Kindern, Schwierigkeiten und Probleme im Team-Teaching und die Qualität der Integration.
Das dritte Kapitel spricht ein wichtiges Thema an, von dem in letzter Zeit auch immer mehr in der Öffentlichkeit die Rede war, nämlich der Begriff Inclusion (von der Integration zur Inclusion) und „Pädagogik der Vielfalt“. Das bedeutet, dass sich alle Schulen und Schulsysteme strukturell so verändern und für alle Kinder offen stehen, um als inklusive Schule alle Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zu integrieren und ihnen gemeinsames Lernen zu ermöglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Theoretische Einführungen

1.1 Definition von Behinderung

1.2 Definition von Schwerstbehinderung

1.3 Geschichte der Entwicklung der Sonderschulen in Österreich

2 Definition der Integration

2.1 Gesetze zur Integration

2.2 Thesen zu Integration von Georg Feuser

2.3 Forderung der Integration in Österreich

2.4 Entwicklung der schulischen Integration in Österreich

2.4.1 Die braven 70er Jahre

2.4.2 Die kämpferischen 80er Jahre

2.4.3 Die grundlegenden 90er Jahre

2.4.4 Die beschwerliche Gegenwart

2.5 Gesetzliche Bestimmungen für die Volksschule

2.5.1 Integration oder Sonderschule? Die Wahlmöglichkeit der Eltern

2.5.2 Lehrplaneinstufung

2.5.3 Kriterien bei der Aufnahme behinderter Schüler/innen

2.5.4 Leistungsbeurteilung

2.6 Integrativer Unterricht

2.6.1 Unterrichtsdifferenzierung

2.6.2 Offenes Lernen

2.7 Modelle der Integration

2.7.1 Integrationsklasse

2.7.2 Kooperative Klasse

2.7.3 Klein- oder Förderklasse

2.7.4 Stützlehrer

2.8 Schwierigkeiten und Probleme der Integration von schwerstbehinderten Kindern

2.8.1 Schwierigkeiten und Probleme der Integration – Team – Teaching

2.9 Qualität der Integration

3 Von der Integration zur Inclusion - eine Schule für alle

4 Kinder mit schweren Behinderungen in der Schule

4.1 Schulische Situation von schwerstbehinderten Kindern in Graz

4.2 Welche Schulen bieten in Graz Integration an?

5 Empirischer Teil

5.1 Die Methode

5.1.1 Das Leitfadeninterview

5.1.2 Das qualitative Interview

5.2 Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring

5.2.1 Techniken qualitativer Inhaltsanalyse

5.3 Das Untersuchungsdesign

5.3.1 Interviewleitfaden

5.3.2 Interviewverlauf

5.4 Auswertung der Interviews

5.4.1 Darstellung der qualitativen Inhaltsanalyse anhand des Interviews der Mutter 1

5.4.2 Erklärung der folgenden Tabelle

5.4.3 Quervergleich innerhalb der Ergebniskategorien

6 Gesamtdarstellung der Ergebnisse

6.1 Kategoriale Auswertung der Interviews der Eltern

6.1.1 Kind und Behinderung

6.1.2 Entscheidung für die Integration

6.1.3 Organisatorischer Aufwand

6.1.4 Eltern über das Kind in der Schule

6.1.5 Wünsche und Verbesserungsvorschläge der Eltern

6.2 Kategoriale Auswertung der Interviews der Lehrerinnen

6.2.1 Meinung zur Integration

6.2.2 Das Kind in der Schule

6.2.3 Sozialverhalten der Mitschüler/innen

6.2.4 Kind und Unterricht

6.2.5 Meinung zum Team-Teaching

6.2.6 Unterstützung des Landesschulrates

6.2.7 Zusammenarbeit mit den Eltern

6.2.8 Wünsche und Verbesserungsvorschläge der Lehrerinnen

7 Zusammenfassung der Ergebnisse

7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse der Eltern

7.2 Zusammenfassung der Ergebnisse der Lehrerinnen

8 Schlussfolgerungen

9 Schlussworte

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die schulische Integration schwerstbehinderter Kinder in Graz aus der Perspektive von betroffenen Eltern und Lehrkräften, um bestehende Schwierigkeiten und Problemlagen zu identifizieren und förderliche Faktoren für eine gelingende Integration aufzuzeigen.

  • Empirische Untersuchung mittels qualitativer Interviews mit Eltern und Sonderschullehrkräften.
  • Analyse der Einstellungen, Erfahrungen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Integration.
  • Gegenüberstellung von theoretischen Konzepten (Inklusion, Integration) und der praktischen Umsetzung im Schulalltag.
  • Identifikation von Wünschen und Verbesserungsvorschlägen zur Optimierung des gemeinsamen Unterrichts.
  • Bewertung des sozialen Wohlbefindens und des Sozialverhaltens der beteiligten Kinder.

Auszug aus dem Buch

1.2 Definition von Schwerstbehinderung

Ist es notwendig, den Begriff „schwerstbehindert“ genau zu definieren? Im Alltagsgebrauch kennen wir verschiedene Bezeichnungen für schwere Behinderung: schwerst-geistig behindert, schwerstbehindert, schwerstmehrfachbehindert, extrem behindert oder schwerst cerebral bewegungsgestört.

Die Diskussion von Schweregraden des Behindertseins scheint ein Problem grundlegender Art zu sein, denn wie im vorherigen Kapitel festgestellt wurde, gibt es keine allgemein gültig anerkannte Definition der Behinderung.

Es ist auch nicht erwünscht, dass für alle Zeiten allgemeingültig festgelegt werde, wer als behindert zu gelten hat und wer nicht. Die Tatbestände Behindertsein und Behinderung sind sozial vermittelt: Soziale Normen, Konventionen und Standards bestimmen darüber, wer behindert ist. Der Begriff der Behinderung selbst unterliegt einem handlungsgeleiteten Erkenntnisinteresse. Darum sind Aussagen darüber, wer gestört, behindert, beeinträchtigt, geschädigt ist usw., relativ von gesellschaftlichen Einstellungen und diagnostischen Zuschreibungen abhängig (Bleidick 1998, S. 18-19).

Schwerste Behinderung lässt sich mit Hilfe des Konzeptes der Lebensformen folgendermaßen definieren: Gemeint sind Menschen, die diesbezüglich auf umfassende Unterstützung angewiesen sind, weil sie hier kaum Autonomie entwickelt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theoretische Einführungen: Definiert die Begriffe Behinderung sowie Schwerstbehinderung und gibt einen historischen Rückblick auf das österreichische Sonderschulwesen.

2 Definition der Integration: Erläutert gesetzliche Grundlagen, Modelle und Problematiken der schulischen Integration sowie deren Entwicklung in Österreich seit den 1970er Jahren.

3 Von der Integration zur Inclusion - eine Schule für alle: Thematisiert den Übergang vom Integrations- zum Inklusionskonzept und die damit verbundene „Pädagogik der Vielfalt“.

4 Kinder mit schweren Behinderungen in der Schule: Diskutiert die spezifische Situation schwerstbehinderter Kinder, deren Recht auf Teilhabe und die Herausforderungen für die Schule.

5 Empirischer Teil: Beschreibt die methodische Vorgehensweise, das Untersuchungsdesign und die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der Experteninterviews.

6 Gesamtdarstellung der Ergebnisse: Präsentiert die Ergebnisse der Eltern- und Lehrerinterviews, kategorisiert nach verschiedenen Themenbereichen wie Kind, Unterstützung und Zusammenarbeit.

7 Zusammenfassung der Ergebnisse: Fasst die Haupterkenntnisse aus den Eltern- und Lehrerbefragungen kompakt zusammen.

8 Schlussfolgerungen: Zieht Bilanz aus der Untersuchung und diskutiert Handlungsbedarfe zur Verbesserung der Integrationspraxis.

9 Schlussworte: Schließt die Arbeit mit einem Plädoyer für ein Bildungssystem ohne Ausgrenzung ab.

Schlüsselwörter

Schulische Integration, Schwerstbehinderung, Inklusion, Sonderpädagogik, Österreichisches Schulwesen, Elternperspektive, Lehrerperspektive, Qualitative Inhaltsanalyse, Sozialverhalten, Team-Teaching, Lernziele, Bildungsrecht, Unterstützungssysteme, Kooperative Klasse, Behinderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der schulischen Integration von Kindern mit Schwerstbehinderung in Graz und beleuchtet diese aus der Sicht der unmittelbar beteiligten Eltern sowie Sonderschullehrkräfte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Integration, die gesetzliche Entwicklung in Österreich, verschiedene Integrationsmodelle, Herausforderungen im Schulalltag sowie die Qualität der Integration und Inklusion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, alltägliche Schwierigkeiten und Probleme bei der Umsetzung der Integration aufzuzeigen und gleichzeitig positive Erfahrungen sowie Wünsche und Anregungen der Betroffenen zur Verbesserung des Integrationsprozesses zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin führt eine empirische Untersuchung durch, bei der qualitative Interviews (Leitfadeninterviews) durchgeführt und diese anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Integrationspädagogik sowie einen empirischen Abschnitt, in dem die Ergebnisse aus den Interviews mit 14 Beteiligten kategorial aufbereitet und interpretiert werden.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Schulische Integration, Schwerstbehinderung, Inklusion, Sonderschulwesen, Team-Teaching und pädagogische Qualität.

Wie bewerten die Eltern ihre Erfahrungen mit Behörden und Schulen?

Die Eltern berichten oft von einem "mühsamen Weg" bei Behördenwegen und der Schulsuche, zeigen sich aber nach der Aufnahme des Kindes in eine passende Schule zumeist sehr zufrieden mit der schulinternen Situation und dem sozialen Umgang der Kinder.

Wie beurteilen die Sonderschullehrkräfte die Team-Arbeit?

Ein Großteil der befragten Lehrkräfte bewertet das Team-Teaching als sehr erfolgreich und identitätsstiftend für eine gute Integration, wobei jedoch Einsparungen und Ressourcenmangel bei der Unterstützung durch den Landesschulrat als belastend wahrgenommen werden.

Ende der Leseprobe aus 180 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schulische Integration schwerstbehinderter Kinder
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Erziehungswissenschaften)
Note
Sehr gut
Autor
Mag. Susanne Biermair (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
180
Katalognummer
V65528
ISBN (eBook)
9783638580717
ISBN (Buch)
9783656796053
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulische Integration Kinder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag. Susanne Biermair (Autor:in), 2004, Schulische Integration schwerstbehinderter Kinder , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65528
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