Abbildungsverzeichnis:
Abbildung 1: Potentiale von Supply Chain Management
Quelle: Busch/Dangelmaier (2004) S. 96
Abbildung 2: Struktur einer mehrstufigen Supply Chain
Quelle: Alicke, online S. 4
Abbildung 3: Ursachen des Peitscheneffekts und Gegenmaßnahmen
Quelle: Corsten, Gabriel (2002) S. 15
Abbildung 4: Konzeption des Supply Chain Managements - ganzheitlich und integriert
Quelle: Göpfert (2004) S. 40
Abbildung 5: Die Produktionsmatrix des Supply Chain Managements
Quelle: Seuring (2001), S. 17
Abbildung 6: Bestandteile der Supply Chain Management Philosophie
Quelle: Kuhn/Hellingrath (2002), S. 11
Tabellenverzeichnis:
Tabelle 1: Verständnisse über Supply Chain Management
Quelle: Göpfert (2005) S. 27
Tabelle 2: Tab.1 Oberbegriffe des Zielsystems
eigene Darstellung
Tabelle 3: Zeitreiber des SCM
eigene Darstellung
Abkürzungsverzeichnis:
SC - Supply Chain
SCM - Supply Chain Management
II
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung SCM Unternehmensumwelt in Wandel 1
2. SCM als unternehemensübergreifender Optimierungsansatz 2
2.1 Begriffliche Grundlagen des Supply Chain Management 2
2.2 Einordnung in die Logistikkonzeption 3
2.3 Kooperationstrategien als Grundlage 5
2.3.1 Vertikale Kooperationsformen 6
2.3.2 Horizontale Kooperationsformen 6
2.4 Anwendungsgebiete von SCM 7
3. Zielsetzung des SCM 7
3.1 Der Bullwhip Effekt als Hauptmotiv 9
3.2 Kostenvorteile 12
3.3 Zeitvorteile 13
3.4 Qualitätsvorteile 15
4. Aufgaben des SCM Konzepts 16
4.1 Aufgaben des normativen SCM 18
4.2 Aufgaben des strategischen SCM 19
4.3 Aufgaben des operativen SCM 20
5. Ausblick 21
6. Literaturverzeichnis 23
III
1. Problemstellung SCM - Unternehmensumwelt in Wandel
Die Unternehmensumwelt ist im ständigen Wandel, sei es die Globalisierung mit den erweiterten Beschaffungs- und Absatzmärkten, die immer wachsenden Kundenanforderungen im Hinblick auf Preis, Qualität und Zeit, wachsende Arbeitsteilung mit internationalem Charakter, sowie der vermehrte und somit zwingende Einsatz von leistungsstarker Informations- und Kommunikationstechnologie. 1 Unternehmen, die am Markt erfolgreich bestehen möchten, kommen darum nicht herum sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen und strategische Veränderungen vorzunehmen. Es reicht allerdings nicht mehr aus, nur die eigenen Geschäftsabläufe zu reorganisieren, um z.B. der wachsenden Geschwindigkeit und dem steigenden Kostendruck standzuhalten. Vielmehr wird die Notwendigkeit erkennbar, die komplette Wertschöpfungskette näher zu untersuchen, um somit eine am kompletten Wertschöpfungsprozess orientierte Verbesserung zu erlangen. Diese bedeutet einen ganzheitlichen Ansatz heranzuziehen, der vom Rohstofflieferanten über die verschiedenen Zwischenprodukte/-prozesse bis hin zu Endkunden sämtliche wertschöpfenden Stationen untersucht und gegebenenfalls optimiert. Ferner ist die Erweiterung des Begriffs Logistik vonnöten. Galt die Logistik früher als reine Transportfunktion, so hat sie sich in den vergangen Jahren zu einer weitumfassenden flussorientierten Querschnittsfunktion gewandelt. 2 "Die Logistik ist eine moderne Führungskonzeption zur Entwicklung, Gestaltung, Lenkung und Realisation effektiver und effizienter Flüsse von Objekten (Güter-, Informations-, Geld-, und Finanzflüsse) in unternehmensweiten und unternehmensübergreifenden Wertschöpfungs- systemen." 3 Ausgestattet mit dem nötigen Weitblick wurde innerhalb der Logistik der Supply Chain Ansatz entwickelt, der eben diese ganzheitliche Betrachtungsweise verfolgt und sämtliche wertschöpfenden "Kettenglieder" betrachtet und zu harmonisieren bzw. aufeinander optimal abzustimmen versucht. Der Umfang dieses Vorgehen ist äußert komplex, die Betrachtung wird vom "eigenen" Betrieb mit diesem Ansatz auf die komplette Wertschöpfungskette erweitert. Supply Chain Management (SCM) würdigt diese Veränderung von der Funktionssicht hin zur Prozessorientierung und stellt im wesentlichen auf die Verbesserung von Kosten, Zeit und Qualität ab. 4
1 Hahn (2000), S. 11.
2 Pfohl (2000), S. 327.
3 Göpfert (2005), S. 23.
4 Vgl. A. Busch/W. Dangelmaier (2004), S. 8.
1
In den nachfolgenden Kaptiteln wird die moderne Logistikkonzeption als Führungskonzeption kurz vorgestellt, der Bullwhip-Effekt 5 als weitreichend verbreitetes Problem erläutert und als Lösung dessen, sowie als Verbesserung der flussorientierten Betrachtungsweise des SCM Ansatz und dessen Ziele, sowie dessen Aufgaben auf normativer, strategischer und operative Ebene dargelegt.
2. SCM als unternehemensübergreifender Optimierungsansatz
Die Logistik, es wird später noch näher darauf eingegangen, übernimmt heute mehr Aufgaben als je zuvor. Mit der Gestaltung und Koordination unternehmensinterner aber auch unternehmensübergreifender Güter- Finanz- und Informationsflüsse, verknüpft die moderne Logistik Unternehmensbereiche, Lieferanten aber auch Kunden in netzwerkähnlichen Strukturen untereinander. Das Logistikmanagement richtet sich neu aus. Im kommenden Punkt 2.1 wird
SCM als bedeutender Erfolgsfaktor vorgestellt.
2.1 Begriffliche Grundlagen des Supply Chain Management
Die Wurzeln des Begriffs "Supply Chain Management" liegen Anfang der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in den USA. Hier entstand der Gedanke der Integration von verschiedenen Unternehmensaktivitäten. In den 90er Jahren rückte der Begriff vermehrt in den Bereich der Logistik. Aus der Perspektive des SCM folgt die Logistik einem prozessorientierten Ansatz, der sich von einer funktionalen Gestaltung leicht unterscheiden lässt. 6 Anders als Porters Wertschöpfungskette 7 , welche sich primär auf die Wertschöpfung des Unternehmens konzentriert, betrachtet das SCM auch, und das ist einer der Schwerpunkte des Konzepts, die Schnittstellen zwischen interagierenden Unternehmen. "Während bislang die einzelnen Bereiche weitgehend losgelöst voneinander standen, werden im Supply Chain Management die Verbesserungspotentiale an den Schnittstellen sowohl unternehmungsintern, als auch -extern, aufgedeckt." 8 Nun sollte auch der Begriff Supply Chain (SC) verständlicher werden. Übersetzen lässt sich SCM mit dem Management von Versorgungsketten, Lieferketten bzw. Wertschöpfungsketten. Dieser 5 Ein bekanntes Problem welches überhöhten Lagerbestand bei d. einzelnen Teilnehmern thematis iert, vgl.Punkt3.1.
6 Vgl. Baumgarten (2004), S. 51.
7 Ausführlich bei: Porter (1997).
8 Werner (2000).
2
integrale Bestandteil der zeitgemäßen Logistikdefinition hilft an der kompletten Wertschöpfungskette entlang ein optimales Ausmaß an Koordination und Abstimmung zu gewährleisten. Angefangen von enger Zusammenarbeit mit den Zuliefern bis hin zur optimalen Kundenbedarfserfüllung als letztes Glied der Kette. Jene Supply Chain Struktur soll Ineffizienzen entlang der Kette vermeiden und die Finanz-, Material- und Informationsflüsse bestmöglich gestalten. Somit ist es möglich, Konkurrenzbeziehungen zwischen einzelnen Unternehmen auf ganze Wertschöpfungsketten und somit Unternehmensnetzwerke zu erweitern. Nachfolgende Abb.1 verdeutlicht den Umfang von SCM.
Abb.1 Potentiale von Supply Chain Management
Quelle: Busch/Dangelmaier (2004) S.96
2.2 Einordnung in die Logistikkonzeption
Bevor sich diese Arbeit näher mit der Konzeption des SCM beschäftigt, erscheint es sinnvoll, sich zunächst der "neuen" Logistikkonzeption zuzuwenden. Wohl kaum eine andere betriebswirtschaftliche Disziplin hat in den letzten Jahrzehnten solch eine definitorische Umgestaltung/Erweiterung erlebt wie die Logistik. Von der reinen Transportfunktion von Gütern bis hin zur Logistik als Führungskonzeption, zu der das SCM zuzuordnen ist. Göpfert untereilt die Entwicklung in drei Phasen. 9
9 Vgl. hierzu und dem Folgendem, Göpfert (2005) S.24-28 u.
Berning (2002) S.17.
3
Phase1 beschreibt die Logistik in ihrer "Urfunktion" als funktionalen Teilbereich, welcher sich mit Material- und Warenfluss beschäftigt.
In der 2.Phase wird die Logistik als "...unternehmensweite und -übergreifende Koordinationsfunktion zur Erzielung effizienter Material- und Warenflüsse interpretiert." 10 Eine Öffnung der Disziplin ist unübersehbar.
Die 3.Phase stellt Logistik als Führungslehre dar und beschreibt somit die höchste Entwicklungsstufe. Hier gehört das Supply Chain Management dazu.
"Diese überbetriebliche logistische Gestaltungsaufgabe wird heute als Supply Chain Management bezeichnet. Obwohl dieser Begriff weitestgehend ein Synonym des Logistikbegriffs ist, betont er doch stärker den interorganisationalen Aspekt der Koordinationsaufgabe und macht die volkswirtschaftliche Dimension und Bedeutung der Logistik erkennbar." 11 Supply Chain Management kann somit als integrierendes Management aller Elemente der Supply Chain (Wertkette) verstanden werden. Als treibende Kräfte dieser Entwicklung sind u.a. zu nennen: Der Wandel zum Käufermarkt, die zunehmende Produkt- und Prozesskomplexität, die zunehmende Arbeitsteilung entlang der Wertschöpfungskette und die Netzwerkbildung.
Es besteht allerdings Dissens über die Zugehörigkeit des SCM. Zwei große Ströme sind in der Literatur zu finden. Jene, die SCM als der Logistik zugehörig definieren und somit den hier geteilten Gedanken der Logistikkonzeption als Führungskonzeption unterstreichen, sowie die andere Gruppe, welche sich gegen die Zugehörigkeit des SCM zu Logistik aussprechen und SCM dem "allgemeinen Management" zuordnen. Um einen kurzen Einblick in die verschiedenen Auffassungen von Autoren zu geben, sollen nachfolgende Zitate in Tab.1 hilfreich sein.
10 Göpfert (2005) S. 24.
11 Berning (2002) S. 20.
4
2.3 Kooperationstrategien als Grundlage
Es ist nun deutlich geworden, dass sich SCM notwendigerweise mit verschiedenen Unternehmen befasst. Die logische Verkettung der kooperierenden Partner, sei es in horizontaler oder vertikaler Richtung, ist eine strategieabhängige Kernannahmen des SCM Ansatzes. "Unumstritten ist ..., daß das Supply Chain Management ein partnerschaftliches Verhalten der beteiligten Unternehmen oder sogar eine effiziente Kooperationsbasis benötigt, um erfolgreich implementiert zu werden." 12 Eine weitere Unterteilung zwischen horizontal und vertikal besteht zwischen herstellergetriebenen- und handelsgetriebenen Supply Chain Management Konzepten. 13 Ihre Unterscheidung richtet sich nach den vorhandenen Wertschöpfungsstufen.
12 Kaluza/Blecker in Wildemann (2000) S. 125.
13 Vgl. Baumgarten/Darkow (2004) S. 99.
5
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Patric Kahl, 2006, Ziele und Aufgaben des Supply Chain Management, Munich, GRIN Publishing GmbH
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