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Inhaltsangabe
1. Einleitung 3
2. Hauptteil 4
2.1. Beobachtungen am BBI 4
2.1.1. Eigene Beobachtungen in der 5 6 Schulstufe ASO
( allgemeine Sonderschule) am BBI Wien 4
2.1.2. Kurz ein paar Zahlen zum BBI allgemein 5
2.1.3. Ausstattung der Klasse und Sitzordnung 5
2.1.4. Lehrinhalte 5
2.1.5. Lob Tadel Feedback durch die Lehrkraft 6
2.1.6. Organisation Disziplin 6
2.1.7. Methoden Strategien 7
2.1.8. Haltung der Schüler zum Unterricht 7
2.2. Fragebogen 8
2.2.1. Beurteilung der mittels Fragebogen befragten
Lehrer (in Anlehnung an den Fragebogen im
Kommunikationstraining Buch von Klippert) 8
3. Technische Hilfsmittel erleichtern
Kommunikation und Zugang zu Wissen 9
4. Schlußfolgerung und Zusammenfassung 9
5. Literatur und Quellenverzeichnis 10
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1. Einleitung
Davon ausgehend, dass im Normalfall 3 Komponenten an einer funktionierenden Kommunikation beteiligt sind, nämlich
- das Sprechen
- das Hören und
- das Sehen,
wobei letzteres Mimik, Gestik, Körpersprache, aber auch die Schrift als Mittel der Kommunikation umfasst, möchte ich mich in meinem heutigen Vortrag mit Kommunikationsteilnehmern beschäftigen, bei denen eben diese dritte Komponente ganz, bzw. großteils ausfällt, nämlichen mit Blinden.
Zunächst muss man sich die Frage stellen, was "blind" eigentlich bedeutet. Dabei kann man nach verschiedenen Einteilungskriterien vorgehen. Die eine Möglichkeit wäre zwischen
- von Geburt an Blinden und
- durch Krankheit oder Unfall Erblindeten
zu unterscheiden.
Blindheit im weiteren Sinne umfasst allerdings ein breites Spektrum an Ausformungen, wobei man wiederum grob nach den folgenden Merkmalen unterteilen kann:
- Vollblindheit
- Wahrnehmungsfähigkeit von Licht und Dunkel
- Fähigkeit zwischen verschiedenen Farben und Formen zu unterscheiden
- und Objekte aus nächster Nähe erkennen zu können
- oder auch eine extreme Blickfeldeinschränkung
Prinzipiell gibt es vom Gesetzgeber festgelegte Kriterien zur Beurteilung, um diverse Rechte und Ansprüche, wie etwa den Bezug des Pflegegeldes, oder den Erhalt eines Behindertenausweises zu regeln. (Beilage Nr. 1)
Diese Unterscheidung zwischen den verschiedenen Arten der Blindheit ist auch wichtig für die richtige Wahl der Lehrstrategien.
Man muss sich vorstellen, dass unser Gehirn in gewissem Sinne eine "tabula rasa" ist, d.h. es funktioniert so, dass wir nur eine Vorstellung von Dingen haben, von denen es schon ein Abbild in unserem Gehirn gibt, daraus folgt, dass ein von Geburt auf Vollblinder niemals wissen kann
- was eine Farbe ist,
- sich weder Höhen, noch Tiefen oder Distanzen vorstellen kann, die außerhalb des ertastbaren Bereiches liegen,
- nicht weiß, was ein Sehender mit Begriffen, wie etwa "geradeaus" meint.
Auch wird das Fehlen des Augenlichtes nicht als "Schwärze" empfunden, sondern einfach als "Nichts". Ein von Geburt an Vollblinder hat auch keine optischen Eindrücke im Traum.
Man kann also jetzt bereits sehen, dass hier die Kommunikation auf gewisse Barrieren stossen muss.
Aber auch ein schwer Sehbehinderter, der bei der Augenuntersuchung mittels der "Snellen-Skala" - das ist die Tafel mit den verschieden großen Buchstaben, die von Augenärzten zum Sehtest herangezogen
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wird - gerade noch den obersten Buchstaben lesen kann, gilt vor dem Gesetz als "blind". (Beilage Nr. 2)
Im Jahr 1824 hat der damals 15-jährige blinde Louis Braille die Blindenschrift, die sogenannte "Braille-Schrift" entwickelt. Es handelt sich dabei um ein System von 6-Punkt-Zellen (bzw. 8-Punkt- Zellen), wobei mittels verschiedener Kombinationen aus erhabenen Punkten Folgendes dargestellt werden kann:
- die Buchstaben des Alphabets
- Punktuationszeichen
- Zahlen
- sogar Musiknoten
- und Kürzel (ähnlich unserer Stenographie) (Beilagen Nr. 3 und 4)
Manche sogenannte Blinde können aber auch Gedrucktes entziffern, wenn sie "Großdruck" verwenden. Man spricht von "Großdruck" ab einer Schriftgröße von 18. Im Vergleich dazu ist die Norm- Schriftgröße 10. (Beilage Nr. 5)
Weiters kann die Verwendung von Sehhilfen in vielen Fällen eine große Erleichterung beim Lernen und im täglichen Leben darstellen. Solche Sehhilfen können zum Beispiel sein:
- Lupenbrillen (oft einseitig, da meist ein Sehrest auf nur einem Auge erhalten ist)
- Monokel (für die Ferne)
Weitere Hilfen zum Lernen, und um Informationen zu erhalten, sind:
- Lehrkassetten,
- Hörbücher,
- sogar wöchentliche Zusammenfassungen des Weltgeschehens auf Audiokassetten, die man abonnieren kann, werden produziert.
2. Hauptteil
2.1. Beobachtungen am BBI
Der nun folgende Abschnitt gliedert sich in 2 Teile, und zwar in den 1. Teil, in welchem ich meine eigenen Beobachtungen am BBI schildern möchte, und den 2. Teil, der der Auswertung der Fragebögen gewidmet ist, die ich am BBI an einige Deutschlehrer und die Direktorin verteilen durfte.
2.1.1. Eigene Beobachtungen in der 5./6. Schulstufe ASO (= allgemeine Sonderschule) am BBI
Wien
- Alter der Schüler: 12 - 13 Jahre
- Klassengröße: 04 - 05 Schüler (übliche durchschnittliche Klassengröße am BBI = max. 08
S c h ü l e r )
Von den 4 permanenten Schülern dieser ASO-Klasse lernen 2 Deutsch als Zweitsprache, d.h. 50 %, während der durchschnittliche Anteil am BBI etwa bei 35 % liegt. Ferner besteht diese Klasse aus 1 Vollblinden und 3 schwer Sehbehinderten.
Quote paper:
Dr. phil. Daria Hagemeister, 2006, Sprechen und Hören in einem integrativen Deutschunterricht am Beispiel des BBI (= Bundesblinden Institut) Wien, Munich, GRIN Publishing GmbH
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