Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Zur Kulturgeschichte von Hüten und anderen Kopfbedeckungen 3
2.1 Kopfbedeckungen in der Zeit vor Christus 3
2.2 Kopfbedeckungen in der Zeit nach Christus 5
2.2.1 Vom Frühmittelalter bis zum Hochmittelalter 5
2.2.2 Das 17 Jahrhundert 8
2.2.3 Das 18 Jahrhundert 8
2.2.4 Das 19 Jahrhundert 9
2.2.5 Das 20 Jahrhundert 10
3. Die Unterrichtseinheit 13
3.2 Methodische Überlegungen 14
3.2.1 Herstellung des Papierhutes 15
4. Schlussüberlegungen 15
5. Literaturverzeichnis 17
6. Abbildungen 17
7. Anlage 18
1. Einleitung
Hüte sieht man in unserer Zeit nur noch recht selten. Man findet zwar noch Kopftücher und Wintermützen, aber der richtige Hut ist nur noch in bestimmten Gruppen zu finden. Hierzu zählen zum Beispiel Prominente, Adlige und andere gehobene Schichten. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Pferderennen in Ascot/England. Jede Frau, die was auf sich hält, trägt dort einen Hut, der i n Farbe, Form und Größe sehr auffällig sein kann. Der Hut und seine Moden konnten früher aber auch noch heute schnell politisch werden
- sei es als rote Jakobinermütze oder als Zylinder aus der 1848er Revolution mit schwarz-rot-goldener Kokarde. Unsere SchülerInnen haben allerdings selten oder gar nicht die Möglichkeit Hüte zu tragen. Meistens wird ein Mensch, der auf der Straße einen Hut trägt eher belächelt als bestaunt.
Auch in anderen Kulturen findet man noch Kopfbedeckungen, die allerdings einen anderen Stellenwert haben, als in unserer Kultur. Daher ist es wichtig den SchülerInnen dieses Kleidungsstück nahe zu bringen, damit ein Gespür für diese anderen Kulturen entwickelt werden kann. Auch für die eigene Stilentwicklung und das Modeverständnis kann e s wichtig sein, dieses Accessoires zu verstehen und kritisch damit umzugehen. Um dieses Verständnis zu entwickeln, ist es sinnvoll eine Unterrichtseinheit durchzuführen.
2. Zur Kulturgeschichte von Hüten und anderen Kopfbedeckungen
2.1 Kopfbedeckungen in der Zeit vor Christus Ursprünglich war jede Kopfbedeckung ein Schutz gegen Wind und Wetter. Sie wurde früher aus den Fellen erjagter Tiere angefertigt. Später entwickelte sich aus diesem Wetterschutz ein unentbehrliches Schutzmittel für Krieger.
Aufgrund der schützenden und zierenden Funktion der Kopfbedeckungen, kann man diese ziemlich lange zurückverfolgen. Funde beweisen, dass im ägyptischen Altertum (2780-715 v.Chr.) vor allem Herrscher und Priester Kopfbedeckungen trugen. Neben Kronen verwendeten sie vor allem Kopftücher, die unter anderem waagrecht gestreift waren, wie das königliche Kopftuch, das man heute noch bei Sarkophagen oder Zeichnungen aus dieser Zeit sehen kann. Göttinnen und Königinnen trugen vor allem die Geierhaube, die aus kleinen Goldplättchen zusammengesetzt war und aus der ein
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Geierkopf über die Stirn herausragte dessen ausgebreitete Flügel hinter den Ohren herabhingen. 1 In Mesopotamien der Frühdaynastischen Zeit (3200/2900 –2150/2020 v. Chr.) trugen die Vornehmen die Breitrandkappe, die den Kopf umschloss und mit Fell überzogen war. In der Assyrischen Zeit wurde zum Zeichen der Göttlichkeit eine Kappe mit einem Horn geschmückt, woraus später die vierfache Hörnerkrone der Götter entstand. Allgemein war in dieser Zeit bei den Königen die Tiara (in hoher Form Kidaris), eine zylindrisch, steife Kopfbedeckung, die aus unterschiedlichen Materialien sein konnte. Je nach Region war sie aus Leinen, Filz oder Metall, geschmückt mit Diademen und Edelsteinen. Ab dem 11. Jahrhundert bis 1964 t rug auch der Papst zu außerliturgischen Veranstaltungen eine Tiara, die als Dreifachkrone bekannt ist. Die Gefolgsleute dieser Herrscher trugen eine einfache Mitra, die aus einem langen Streifentuch zu einem Turban geschlungen wurde.
oder Schmuckreifen als
Abb.1: Verschiedne Hutformen verzierendes Element. Diese Kopfbedeckungen hatten keine Schutzfunktion. Dagegen nutzten die Menschen in der griechischen Antike Kopfbedeckungen als Sonnenschutz, was bei den klimatischen Verhältnissen auch notwendig war. Darunter fallen Kopfbedeckungen, wie die Kausia (d), der Petasos (c) oder, wie man es bei niederen Ständen sehen konnte, die Kynae (a) oder der Pilos (b). Auch die Etrusker hatten ähnliche Kopfbedeckungen. 2 In der Zeit 8.- 13. Jahrhundert vor Christus, zu Zeiten der Römer, vermutet man, dass Filzkappen getragen wurden und dass man verschiedene Formen aus früheren Kulturen übernommen hatte, wie zum Beispiel die Kausia oder der Pilos. Kaiser, Feldherren und Priester waren durch den besonderen Kopfschmuck der Infula ausgezeichnet. Dies ist ein weißes Band mit roten Streifen, das um den Kopf geschlungen wird und an beiden Seiten vom Kopf herabhängt. Auch diese Art der Kopfbedeckung galt als Zierde. Hingegen wurde in dieser Zeit zum Schutz gegen Wetterverhältnisse die Toga übergeworfen. Ihr folgten weitere Kapuzenmäntel. Die Frauen verzierten sich ihren 1 vgl. Loschek, Ingrid: Mode- und Kostümlexikon. S. 305ff
2 http://www.uni-koeln.de/ew-fak/Tex_did/wahrnehmungs_projekt/muetze.htm
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Kopf mit der sogenannten Reticula, die eine Kappe darstellte, die aus Gold und Silberfäden hergestellt wurde und an der dünne Schleifen und Tücher herabfielen. Des weiteren trug man zum Schlafen und im Haus Tücher und Hauben. Auch die Christen hatten einen solchen Schleier, der Velum genannt wurde.
Die Mächtigen der Goten und Dancier trugen als Standeszeichen vermutlich den Pilleus, während das Fußvolk die Haare offen trug. Die Germanen hatten wieder eine ganz andere Art ihre Köpfe zu verhüllen. Sie machten sich Kappen, die aus Schafwolle dreilagig verbunden w urde und so eine Art Filz ergab. Dieses feste Gewebe sollte wohl auch in der Schlacht Schutz bieten. 3
2.2 Kopfbedeckungen in der Zeit nach Christus
2.2.1 Vom Frühmittelalter bis zum Hochmittelalter 4
Vom 4.-13. Jahrhundert, während des byzantinischen Kaiserreiches, wurden vor allem bei Herrschern und Herrscherinnen Kronen und Diademe getragen. Die vornehme Dame trug, ähnlich wie im 15./16. Jahrhundert, einen großen Wulstring um den Kopf, sowie „[...] Haarnetze, Schleier, Stirnbinden und Kugelförmige Kopfbedeckungen mit wulstigem Rand.“ 5 Während des frühen Mittelalters gab es hauptsächlich nur zum Schutz Kapuzenmäntel (Cullus) für den einfachen Mann. Die Wikinger trugen reich verzierte Kopfbedeckungen oder eine Art Zipfelmütze, die sie im Orient kennen gelernt hatten. Erst im 11. /12. Jahrhundert kam eine einheitliche Kopfbedeckung für den Mann auf. Diese nannte sich zum einen Kalotte, eine halbkugelförmige Mütze, und zum anderen Coiffe, die eine eng anliegende Bundhaube aus Leder oder Leinen darstellte. Reichere Männer trugen die Coiffe (Abb.2) nur aus Leder unter ihrem Helm
Abb.2: Coiffe
3 vgl. Loschek, Ingrid: Mode-und Kostümlexikon. S. 306
4 ebd.
5 Loschek, Ingrid: Mode-und Kostümlexikon. S. 307
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Christine Schröder, 2002, Die Geschichte der Hüte und die Umsetzung im Unterricht, Munich, GRIN Publishing GmbH
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