Gliederung
1 Abbildungsverzeichnis 3
2 Einleitung 4
2.1 Abgrenzung des Jugendbegriffs 5
3 Die politikferne Spaß- und Freizeitgesellschaft 6
3.1 Wandel der klassischen Problemperspektive des Lebens 6
3.2 Wandel der Lebensgestaltung der Jugendlichen 7
4 Der erlebnisorientierte Alltag 8
5 Freizeitgestaltung der Jugendlichen 9
5.1 Konsum 10
5.2 Medien 12
5.3 Extremsport 13
6 Die wachsende Unlust der Jugendlichen 14
7 Wertewandel in der jungen Generation 15
8 Zusammenfassung 15
9 Literaturverzeichnis 17
10 Webseitenverzeichnis 18
2 NA
1 Abbildungsverzeichnis
Abb.1: Lebenssinn Jugendlicher Abb.2: Kaufverhalten Jugendlicher Abb.3: Fernsehverhalten Jugendlicher
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2 Einleitung
In der öffentlichen Debatte wird die Frage gestellt, inwieweit sich Jugendliche noch politisch engagieren oder sich von der Politik abwenden. Für viele Jugendliche ist das Leben eine lange Party, auf der man sich selbst und sein eigenes Leben gestalten kann. Aktuelle Studien belegen, dass Jugendliche immer weniger Lust haben, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Zwar interessiert sich die Mehrheit der Jugendlichen für politische und soziale Fragen, jedoch wird soziales E ngagement in Parteien, Vereinen und in der Kirche von den Jugendlichen abgelehnt (vgl. o.V, 1996, S.26). Werte, wie Fleiß, Leistung und Strebsamkeit weichen in den Hintergrund. Die Jugendlichen verfolgen die inneren Werte der Selbstverwirklichung wie etwa Glück, Freundschaft oder Lebensqualität. 1974 empfanden 49% aller befragten Jugendlichen den Lebenssinn als eine ständige Suche nach Freude und Glück.
27 Jahre später stieg die Anzahl der Jugendlichen, die den Sinn ihres Lebens
in Freude und Glück sahen ,auf 65% (vgl. Allensbacher, 2001, S.3). Bisher wurde der starke Wunsch nach Lebensgenuss von den Menschen nie explizit geäußert. Der Weg zu einem glücklichen Leben wurde in der Vergangenheit immer umständlicher beschrieben. Die Menschen vollbrachten eine Gradwanderung zwischen Pflichterfüllung und eigenen Wunschvorstellungen (vgl. Allensbacher, 2001, S.2). Hinsichtlich dieser Wandlung, dass Sich - Amüsieren immer wichtiger und das Kümmern um andere Menschen in den Hintergrund gedrängt wird, entfernt sich d ie moderne Gesellschaft von der Politik und der Selbstbestimmung.
In der folgenden Seminararbeit steht vor allem der jugendliche Wunsch nach politischer Partizipation während der Freizeit im Mittelpunkt. Es soll die Fragestellung geklärt werden, inwieweit die politikferne Spaß- und Freizeitgesellschaft politische Bildung der Jugendlichen verdrängt. In einem ersten Schritt muss der Begriff der Jugend gegenüber den Erwachsenen abgegrenzt werden. Ein nächster Schritt wird die Spaß- und Freizeitgesellschaft erläutern. Die folgende Untersuchung bezieht sich ausschließlich auf deutsche Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland.
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2.1 Abgrenzung des Jugendbegriffs Bevor nun eine Untersuchung des Freizeitverhaltens der Jugendlichen innerhalb der Gesellschaft vorgenommen werden kann, muss eine Einheitlichkeit der Begriffsdefinition formuliert werden. Dieses ist vor allem wichtig, weil diese Begriffe nur unscharf formuliert werden können.
Es besteht heute im wesentlichen Einigkeit darüber, dass der Jugendbegriff über eine Vielzahl von Definitionen verfügt. Verschiedene wissenschaftliche Disziplinen vermögen diesen Begriff unterschiedlich zu erläutern und zu definieren. Grundlegend sehen alle Definitionen die Jugend als eine Übergangsphase zwischen Kindheit und Erwachsensein (Vgl. Remschmidt, 1986, S.18). Der Abschluss der Kindheit beginnt mit dem Eintreten in die Pubertät. Um den Jugendbegriff vollständig zu erfassen, muss eine mehrdimensionale Betrachtung vorgenommen werden. Remschmidt führt hier fünf Komponenten an, die im Hinblick auf Jugend und Adoleszenz hervorzuheben sind. Die biologische Komponente bezieht sich auf die körperlichen Veränderungen, die während und nach der Pubertät eintreten. Ein Abschluss der Pubertät leitet die Adoleszenzphase des Jugendlichen ein. Die psychologischen und psychosozialen Komponenten beziehen sich auf das individuelle Verhalten des Jugendlichen und seiner Reaktionen gegenüber der gleichen Altersgruppe, aber auch gegenüber seiner Umwelt und Lebensgemeinschaft. Neben der rechtlichen K omponente, die die Rechtsstellung des Jugendlichen beschreibt, wird noch die transkulturelle Komponente beschrieben. Diese Komponente soll die verschiedenen Interdependenzen der jugendlichen Adoleszenz in Abhängigkeit der unterschiedlichen soziokulturellen Bedingungen aufzeigen (Vgl. Remschmidt, 1986, S.18) Der allgemeine Sprachgebrauch kann den Jugendbegriff jedoch nicht in seiner oben dargestellten Komplexität erfassen. Zur allgemeinen Vereinfachung und zur besseren Verständigung wird unter dem Begriff „Jugend“ die Altersgruppe vom 12. bis zum 25. Lebensjahr verstanden. Je nach soziologischen Gesichtspunkten kann die individuelle Anerkennung der Jugendphase jedoch bis in das 35. Lebensjahr verlängert werden, d.h. dass das Ende der Jugendphase an keinem Alter festzumachen ist. Es wird vielmehr durch ein nicht mehr vorhandenes Jugendgefühl beschränkt.
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Andre Wiedenhofer, 2001, Jugendliche - Kinder einer politikfernen Freizeit- und Spaßgesellschaft, Munich, GRIN Publishing GmbH
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