Inhaltsverzeichnis
1. Geographische Beschreibung des Exkursionsgebietes Böhmerwald 2
2. Beschreibung besuchter Biotope 3
2.1 Moorbach 3
2.2 Moor 3
2.2.1 Hochmoor 3
2.2.2 Niedermoor 5
3. Beschreibung von drei beobachteten Tierarten 5
3.1 Ringeltaube 5
3.2 Feldhase 6
3.3 Eichhörnchen 7
4. Beschreibung dreier freilandbiologischer Methoden 8
4.1 Elektrofischen 8
4.2 Beobachtungen vom Hochsitz 9
4.3 Aufstellen von Lebendfallen 10
5. Darstellung der Naturschutzproblematik Tourismus 10
6. Darstellung der Zoonose FSME 11
Literaturverzeichnis 12
1
1. Geographische Beschreibung des Exkursionsgebietes Böhmerwald
Der Böhmerwald ist der tschechische Teil des Gebirgsmassivs, welches sich an der
Grenze von Tschechien, Deutschland und Österreich befindet. Die großflächigen Gebirgsteile entlang der südwestlichen Grenze der Tschechischen Republik zu Deutschland und Österreich wurden 1991 zum Nationalpark ernannt. Der Nationalpark Sumava gilt mit 69030 ha als der flächengrößte Nationalpark Tschechiens. (http://www.npsumava.cz) Typische Gebiete des Böhmerwaldes sind die Hochebenen, die Moore, die Sümpfe und die Moorseen. Moore und der Granitstein können keine Tageswärme speichern. Auch darum sind die Nächte im Böhmerwald kalt. Die Jahresmitteltemperaturen liegen von 6,5°C in Tallagen bis 3,5°C in den Hochlagen. Die Höhenlage divergiert zwischen 600 Metern in einem Tal bei Rejstejn und 1378 Metern auf dem Gipfel von Plechy.
Der Böhmerwald ist mit 81% Waldgebiet eher grün und daher wird er auch ‚Grünes Dach Europas’ genannt. (http://www.npsumava.cz) Die Waldfläche besteht hauptsächlich aus Fichtenbuchenwäldern, Buchenfichtenwäldern und Hochlagenfichtenwäldern.
Der Nationalpark ist in drei Zonen eingeteilt. Erstens in eine strenge Naturzone, welche 13% des Gesamtgebietes ausmacht. Hier kann sich die Natur ohne jegliche menschliche Eingriffe entwickeln. 83% des Gesamtgebietes macht die gelenkte Naturzone aus, wobei hier in Maßen eingegriffen wird, um diese Gebiete den ursprünglichen Naturwaldökosystemen anzupassen. 4% macht die Randzone aus, wobei dieses Gebiet hauptsächlich dem Wohnen, der Landwirtschaft, dem Tourismus und der Erholung dient.
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2. Beschreibung besuchter Biotope
2.1 Moorbach
Der Moorbach liegt ungefähr 800 Meter über Normal Null. Er hat durchschnittlich einen pH-Wert von 7,5 und eine Leitfähigkeit von 29 microSiemens. Im Frühling unterliegt der Moorbach starken Veränderungen in den Wasserparametern. Regen, Schneeschmelze und die Huminsäure aus den Mooren bewirken, dass der pH-Wert bis auf 5 fällt und die Leitfähigkeit bis auf 20 microSiemens sinkt. Diese Werte bewirken, dass die im Moorbach lebenden Fische, Bachforelle (Salmo trutta) und Groppe (Cottus gobio) flussabwärts wandern und erst wieder zurückkehren, wenn sich die Werte des Wassers verbessert haben. Von Ende Oktober bis Mitte November ist der während der Exkursion besuchte Abschnitt ein wichtiger Laichplatz für diese Fischarten. Weitere Änderungen der Wasserparameter werden durch das Sterben der Fichtenwälder hervorgerufen. Grund für dieses Waldsterben ist hauptsächlich der Borkenkäfer. Dieses Phänomen soll an dieser Stelle nicht weiter beleuchtet werden. Die resultierende Erosion bewirkt die Senkung des pH-Wertes der Bäche. (DIERSSEN 2001)
2.2 Moor
In Gebieten mit Torf bildender Vegetation auf feuchten bis nassen Standorten entwickeln sich Moore. Hier ist mehr Wasser vorhanden, als abfließen, versickern oder verdunsten kann.
Nach Aufbau, Gestalt und Grundwassernähe werden die verschiedenen Moore in Flach- (oder Nieder-), Übergangs- und Hochmoor unterschieden. Jedes Biotop hat seine jeweils typische Flora und Fauna. (STRASBURGER 1991)
2.2.1 Hochmoor
Durch die Sukzession von Niedermooren oder dem Wachstum von Torfmoosen auf nährstoffarmen Böden in Gebieten mit hohen Niederschlägen und geringer Verdunstung entstehen Hochmoore. Den Namen verdanken sie ihrem meist uhrglasförmigen Wachstum.
„Die wichtigste Pflanze im Hochmoor ist das Torfmoos. Während die Pflanze oben wächst, sterben die unteren Pflanzenteile ab und werden in der sauren Umgebung nicht zersetzt. Diese Teile der Torfmoose bilden den Torf. Torfbildung ist ein sehr
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Arbeit zitieren:
Benny Alze, Jens Kusenberg, 2006, Exkursionsbericht Böhmerwald, München, GRIN Verlag GmbH
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