Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 3
2. Historischer Kontext 3
2.1 Gesellschaftspolitischer Hintergrund. 3
2.2 Wohnungspolitik der Weimarer Republik 4
3. Das Neue Frankfurt 4
4. Die Siedlung Römerstadt. 6
4.1 Grundlagen der Planung und Gestaltung. 6
4.2 Grundidee vs. Realität. 9
4.3 Die Römerstadt heute 9
5. Zusammenfassung. 10
6. Quellenverzeichnis. 11
Abbildungsverzeichnis :
Abb.1 : Lage der Siedlung Römerstadt im Stadtgebiet 6
Abb.2 : Gesamtplan Römerstadt 6
Abb.3 : Mehrfamilienhaus 8
Abb.4 : Reiheneinfamilienhäuser im Burgfeld 8
Abb 5: südöstlicher Gebäudeabschluss Hadrianstraße 8
1. Einleitung 2. Historischer Kontext
Die Römerstadt in Frankfurt am Main stellt
2.1 Gesellschaftspolitischer
eines der Siedlungsprojekte des so genannten
Hintergrund
"Neuen Frankfurt" dar. Nach dem Ersten Weltkrieg herrschte in ganz Deutschland Die Entwicklung und Bauphase des Neuen erheblicher Wohnungsmangel, vor allem in den Frankfurt 1925 bis 1930/32 fällt historisch in Großstädten. Um diesen Missstand zu die Zeit der Weimarer Republik. Eine politisch beseitigen musste möglichst schnell und sozialdemokratisch geprägte, jedoch
kostengünstig Wohnraum geschaffen werden. innenpolitisch durch die Folgen des Ersten In Frankfurt nahm man sich mit dem Projekt Weltkrieges sehr unruhige Phase der "Das Neue Frankfurt" nicht nur dem Problem deutschen Geschichte. des Wohnungsmangels an, man setzte durch Als besonders belastend für das
modernes Bauen auch neue gestalterische gesellschaftspolitische Klima dieser Zeit Maßstäbe. Unter Gesichtspunkten der erwiesen sich die außerordentlich hohen Funktionalität und Rationalität entstanden groß Reparationsforderungen der Siegermächte des angelegte Siedlungen rund um die Stadt, so Krieges, sowie die direkten Kriegsfolgen: auch die Römerstadt. wirtschaftliche Stagnation, aufgrund von Im Folgenden soll es nun um die Entstehung Kapital- und Materialmangel, Inflation und und Gestaltung der Römerstadt gehen und Wohnungsnot. Durch die Währungsreform von was aus ihr geworden ist. Zunächst soll der 1923 wurde die Wirtschaft zwar wieder historische Kontext kurz erläutert werden; angekurbelt, jedoch nicht dauerhaft. einerseits unter den gesellschaftspolitischen Verschärft wurde die Situation auch durch die Aspekten in der eher instabilen Zeit der industrielle Entwicklung der Vorkriegszeit. Weimarer Republik, andererseits auch direkte Bevölkerungswachstum, Landflucht und wohnungspolitische Hintergründe, sowie Verstädterung, als Folgen der fortschreitenden Grundlegendes zur Konzeption des Neuen Industrialisierung, boten zusammen mit den Frankfurt. Im Weiteren folgt eine Beschreibung Kriegslasten enormes soziales Konfliktder Römerstadt: Grundkonzeption, architekpotenzial (vgl. Lorenz 1986, 12). tonische Besonderheiten und städtebauliche Die Politik der Weimarer Republik war also mit Details. Da aber Planung und Verwirklichung vielfältigen Problemen konfrontiert, vermochte nie ganz Hand in Hand gehen, sollen Ziele und diese aber durch ihre Instabilität nicht letztendliche Umsetzung gegenübergestellt hinreichend zu lösen. In der kurzen Zeit ihrer werden. Abschließend soll noch ein Blick auf Existenz wechselten die Regierungen so die Entwicklung der Siedlung bis zur heutigen schnell, dass ihre Handlungsfähigkeit stark Zeit geworfen werden. eingeschränkt blieb. Die beginnende Weltwirtschaftskrise Ende der 20er Jahre tat ihr übriges, um die sozialen und politischen Konflikte noch zu verschlimmern und begünstige mehr und mehr einen Rechtstrend in der Bevölkerung. Schließlich erlag die
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Weimarer Republik ihrer Unfähigkeit und die sehr viel Wohnraum geschaffen werden" Nationalsozialisten kamen an die Macht. (Lauer 1990, 37). Es wurde vermehrt auf Rationalisierung gesetzt, besonders durch
2.2 Wohnungspolitik der Weimarer
vorgefertigte Bauteile und eine kürzere Republik Bauzeit, um die Wohnungen erschwinglicher zu machen. "Soziale und wirtschaftliche Randbe-
Unter Federführung der Reichsforschungsdingungen sowie staatlich Eingriffe durch
gesellschaft für Wirtschaftlichkeit im Bau- und Gesetzgebung, Finanzpolitik und Forschungs-
Wohnungswesen, der unter anderem auch programme waren bestimmend für die
Walter Gropius und Ernst May angehörten, Situation und Entwicklung des Wohnungsbaus
entstanden bis 1930 Versuchsbauten im Stile in der Weimarer Republik. In den Jahren 1927
des "Neuen Bauens". Hierbei wurde besonders bis 1930 erlebte er seinen quantitativen
auf die Rationalität der Siedlungen und Höhepunkt, in dieser Zeit entstanden auch die
Wohnungen Wert gelegt. Zu diesen
wichtigsten Siedlungen des "Neuen Bauens"
Versuchsbauten zählen auch Teile des Neuen als Antwort auf soziale und wirtschaftliche
Frankfurt. Probleme" (Lorenz 1986, 23).
Allerdings lief der Etat 1930 aus und es Bereits vor dem Krieg bestand vor allem in den
wurden keine neuen Versuchsbauten mehr Städten erhebliche Wohnungsnot. Als nun
genehmigt. Hinzu kamen die Folgen der nach dem Krieg auch noch enorme
Wirtschaftskrise, wodurch der Wohnungsbau Flüchtlingsströme in die Städte drängten und
bis 1932 praktisch zum erliegen kam. Familiengründungen nachgeholt wurden,
verschärfte sich die Lage nochmals immens.
3. Das Neue Frankfurt
Besonders der Bedarf an kostengünstigen Auch in Frankfurt herrschten in den 20er Kleinwohnungen war nicht einmal ansatzweise Jahren die gleichen prekären Wohnabdeckbar. Oberstes Ziel der Sozialpolitik war verhältnisse wie im ganzen Land. Um der es also Wohnraum zu schaffen. Wohnungsnot sowohl materiell als auch Durch Baukostenzuschüsse und Hauskulturell zu begegnen wurde unter zinssteuer, aber auch durch die gesteigerte Oberbürgermeister Landmann ein neues Tätigkeit öffentlicher Bauträger (Gemeinden, Städtebauprogramm ins Leben gerufen. Zur Baugesellschaften o.ä.) wurde der Wohnungsplanerischen Gestaltung eines Neuen bau, hauptsächlich zugunsten der sozial Frankfurts wurde 1925 Ernst May als neuer schwachen Bevölkerung, von staatlicher Seite Dezernent für das gesamte Hochbauwesen gefördert. Im Zuge dieser Subventionierung hinzugezogen. Ihm unterstanden damit entstanden bereits einige Neubausiedlungen, praktisch alle mit dem Wohnungsbau doch die Reichswohungszählung vom 16.Mai zusammenhängenden Ämter, vom Straßen-1927 zeigte, dass noch immer etwa eine bauamt bis hin zum Garten-und Million Wohnungen fehlten (vgl. Lorenz 1986, Friedhofswesen. 21). In der weiteren Wohnbauplanung standen Ernst May als gebürtiger Frankfurter und nun Kostensenkung und Verringerung der namhafter Architekt hatte bereits in früheren Durchschnittsgrößen der Wohnungen an erster städtebaulichen Projekten, unter anderem in Stelle - "Es musste schnell und kostengünstig
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Arbeit zitieren:
Carina Groß, 2005, Frankfurt Römerstadt - Grundkonzeption und städtebauliche Details, München, GRIN Verlag GmbH
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