Inhalt
1 EINLEITUNG 1
2 AKTUELLE SITUATION 4
2.1 HIV AUSBREITUNG (PRÄVALENZ) 4
2.2 ANHALTENDER WISSENSMANGEL 8
2.3 HIV/AIDS UND DAS BILDUNGSSYSTEM 9
2.4 MÄDCHEN UND FRAUEN UNTER BESONDERER BEDROHUNG 11
3 RAUS AUS DEM TEUFELSKREIS - DURCH BILDUNG. 13
3.1 „EDUCATION FOR ALL IN AFRICA“ 13
3.2 DIE MITTELFRISTIGE STRATEGIE FÜR DIE AFRIKANISCHE REGION (2002-2007) 15
3.3 IMPLEMENTIERUNGSBEISPIELE AUS DEM SÜDLICHEN AFRIKA. 18
4. SCHLUSS 20
5 QUELLENVERZEICHNIS 22
Abbildungen
ABBILDUNG 1 HIV/AIDS UND BILDUNG IN EINEM TEUFELSKREIS 3
ABBILDUNG 2 MITTLERE HIV- PRÄVALENZ SCHWANGERER FRAUEN, DIE KLINIKEN
ODER PRAXEN ZUER SCHWANGERENVORSORGE IM SÜDLICHEN
AFRIKA AUFSUCHEN, 1997/98 - 2004. 7
ABBILDUNG 3 PROZENTSATZ DER JUNGEN MENSCHEN DER ALTERSGRUPPE 15-24, DIE
KORREKT ZWEI WICHTIGE WEGE ZUR VERHINDERUNG DER
SEXUELLEN ÜBERTRAGUNG VON HIV ANGEBEN KONNTEN, 2003. 8
ABBILDUNG 4 IN 11 COUNTRIES IN SUB-SAHARIAN AFRICA, AT LEAST 15 OF
CHILDREN WERE ORPHANS IN 2003 9
ABBILDUNG 5 YOUNG WOMEN (AGED 15-24) WHO USED A CONDOM AT LAST HIGH-
RISK SEX. 12
I
1 Einleitung
Weltweit leben schätzungsweise 40,3 Mio. Menschen mit dem HI-Virus. Davon allein 25,8 Mio. in der Region des südlichen Afrikas. 1 Dies sind erschreckende Zahlen, die leider auch in Zukunft nicht sinken, sondern eher leicht steigen werden. Jedoch lässt sich nicht von einer afrikanischen Endemie reden, denn es gibt stark schwankende regionale Unterschiede in der HIV Ausbreitung südlich der Sahara. Eine Großzahl der Infizierten lebt in den Ländern des Südlichen Afrikas (Namibia, Südafrika, Swaziland, Simbabwe, Mozambique). In Simbabwe ist die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt von 52 Jahren im Jahre 1990 auf 34 Jahre im Jahre 2003 gesunken. In Uganda sank die Zahl der Infizierten von 13% auf 4,1% (1990-2003). In Ostafrika lassen sich somit bereits Erfolge in der Bekämpfung der Krankheit verzeichnen. Im Allgemeinen sind Frauen stärker von einer Infektion bedroht als Männer. Auch gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Land und Stadtbevölkerung. „Education is crucial to success against the pandemic. In fact, UNICEF remains convinced that until an effective remedy is found, education is one of the most effective
Viele Studien von UNICEF haben ergeben, dass Bildung das Risiko einer HIV Infektion erheblich verringert. Somit wird vielerorts daran gearbeitet, die Bildungsqualität zu verbessern, jedoch hat die Krankheit den Bildungssektor nahezu zerstört. Vielerorts ist der Bildungszugang für die Kinder und Jugendlichen schwierig, viele sind zu arm, weil sie Waisen sind und keinerlei finanzielle Mittel besitzen. Für diese Kinder bleibt oft nur der Drogenkonsum oder die Kinderprostitution. Des Weiteren gibt es ein erschreckendes Lehrersterben bzw. kümmern sich viele Lehrer um kranke Familienmitglieder. Somit kann die steigende Qualität der Lehrpläne oft nicht umgesetzt werden.
1 Der Begriff „südliches Afrika“ bezeichnet hierbei alle Länder südlich der Sahara, also auch die Länder
in West-, Zentral- und Ostafrika.
1
Im südlichen Afrika sind Frauen und junge Mädchen unverhältnismäßig stark von der Krankheit betroffen. Dies resultiert aus einem Netz von verschiedenen biologischen, sozialen und ökonomischen Faktoren. Frauen sind oft ärmer und ungebildeter, als Männer und somit stark abhängig von ihnen. Diese Ungleichheit führt leider in vielen Fällen dazu, dass Frauen keinerlei Mitspracherecht über ihre sexuellen Aktivitäten haben. In Kenia gaben Mädchen an, dass ihr erstes Mal in 40% der Fälle erzwungen war. Einige religiöse Führer verbreiten auch den Mythos, dass Sex mit einer Jungfrau Männer von HIV heilt. Diese Mythen tragen nur unnötig zur Verbreitung der Krankheit bei jungen Mädchen bei.
Die UNESCO hat drei strategische Ziele für das südliche Afrika bestimmt, um einen Ausweg aus dem hier folgenden abgebildeten Teufelskreis zu finden.
Erstens sollen Kinder (Mädchen und Jungen) einen Zugang zu Schulen bis zum Abschluss erhalten. Zweitens sollen die Kinder dort nicht nur mit Wissen, sondern auch mit Überlebensfähigkeiten ausgestattet werden, die es ihnen ermöglichen in ihren lokalen Kontexten zu überleben. Und drittens soll das Lernumfeld sicher und gesund gestaltet werden, damit die Eltern einen Grund haben, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Zu diesen Strategien, gibt es verschiedene Maßnahmenpläne, wie dem Programm „Education for All“ der UNESCO, sowie der NEPAD (New Partnership for Africa’s Development), in der politische Führer Afrikas für eine Reduzierung der Armut kämpfen. Die UNESCO und NEPAD arbeiten hierbei auf vielen Wegen eng zusammen, damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet.
2
Der öffentliche Haushalt für
Gesundheit und Bildung wird
Das Wirtschaftswachstum
Abbildung 1 2
In Namibia gibt es einen solchen Umsetzungsversuch von Maßnahmen, bei denen Schüler an 15 Schulen in der Thematik Menschenrechte und Demokratie unterrichtet werden. Somit wird das eigene Bewusstsein der Kinder für Rechte und Pflichten, sowie für Frieden geschärft.
Andere Länder im südlichen Afrika arbeiten in anderen Bereichen zusammen. In mehreren Ländern gibt es Gesundheitsprogramme, die von Jugendlichen für Jugendliche in Schulen durchgeführt werden. Dabei haben diese jungen ausgebildeten Freiwilligen eine Vorbildfunktion. Außerdem profitiert dieses Projekt vom Austausch unterschiedlicher Erfahrungen in den Ländern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Problem HIV/ AIDS in Afrika immer noch schwerwiegend ist. Jedoch gibt es Hoffnung, denn durch Bildung scheint sich viel bewegen zu lassen. Die strukturellen Probleme im Bildungssektor werden, durch internationale Hilfsorganisationen ausgeglichen. Die internationale Unterstützung, sowie der Optimismus der Afrikaner werden dieses Problem in einigen Jahren unter Kontrolle bekommen.
2 Worldbank. 2002. “Education and HIV/ AIDS - A window of hope”, Washington D.C
3
Diese Arbeit soll nun die genannten Bereiche vertiefend erklären, und eine Zusammenfassung der Problematik HIV/AIDS und ihrer Folgen auf das Bildungssystem sein.
2 Aktuelle Situation
Weltweit sind ca. 40,3 Mio. Menschen HIV positiv, davon leben allein 25,8 Mio. im südlichen Afrika (siehe Tabelle 1). Anhand dieser Zahlen lässt sich die Brisanz des Themas HIV in Afrika erkennen. Im Weiteren soll hier darauf eingegangen werden, wie sich diese Zahlen in Afrika zusammensetzen, welche Regionen besonders stark betroffen sind, welche akuten Probleme für das Bildungssystem daraus resultieren und welche Rolle dabei Frauen und junge Mädchen spielen.
2.1 HIV Ausbreitung (Prävalenz)
Im südlichen Afrika leben schätzungsweise 25,8 Millionen Menschen mit HIV. Die Prävalenzraten scheinen sich zu stabilisieren, dies resultiert allerdings hauptsächlich aus einem Ansteigen der Todesfälle und der fortlaufenden Zunahme von Neuinfektionen. In einigen Ländern breitet sich HIV immer weiter aus, so z.B. auf Madagaskar und in Swaziland, in anderen Ländern ist dagegen ein Rückgang zu verzeichnen.
4
Arbeit zitieren:
Daniela Steinbiß, 2006, HIV/AIDS und der Einfluss auf Bildung in Afrika, München, GRIN Verlag GmbH
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