Inhaltsverzeichnis
Gliederung :
1. Einleitung (S. 3)
2. Internationale Regime und Organisationen (S. 3)
2.1. Eingrenzung der Begriffe „internationaler Organisation“ und „Regime“ (S. 3)
2.1.1. Internationale Organisationen (S. 3)
2.1.2. Internationale Regime (S. 4)
2.2. Unterschiede zwischen internationalen Organisationen und Regimen (S. 5)
2.3. Rolle der internationalen Organisationen in der Regimetheorie (S. 6)
3. Schluss (S. 7)
Weitere Inhalte:
- Literaturverzeichnis (S. 8)
2 2
1. Einleitung
In den letzten Jahrzehnten wird in den Medien immer häufiger von Regimen gesprochen. Das Kyoto-Protokoll und der internationale Währungsfonds seinen in diesem Zusammenhang erwähnt. Auf der anderen Seite ist auch das Wirken internationaler Organisationen wie der EU oder UNO prägend für unsere Zeit. Die Frage, die sich jedoch im Anschluss stellen muss, handelt davon, wo genau der Unterschied zwischen internationalen Organisationen und internationalen Regimen liegt und welche Rolle den internationalen Organisationen in der Regimetheorie zukommt. Zur Beantwortung dieser Frage, müssen zuerst die Kernfunktionen internationaler Organisationen und Regime erläutert werden. Dies erscheint hinsichtlich der zu erörternden Thematik sinnvoll, da danach die institutionellen Gründe für Unterschiede zwischen diesen beiden Institutionen besser deutlich gemacht werden können. Ausgehend davon kann schlussendlich erörtert werden, ob internationale Organisationen für die Regimetheorie eine Rolle spielen.
2. Internationale Regime und Organisationen
2.1 Eingrenzung der Begriffe „internationaler Organisation“ und „Regime“
Im Folgenden soll herausgearbeitet werden, welche die essentiellen Funktionen zwischenstaatlicher internationaler Organisationen und internationaler Regime sind, wobei die Funktionen gemeint sind, die diese beiden Institutionsgattungen hinsichtlich der zwischenstaatlichen Kooperation erfüllen.
2.1.1 Internationale Organisationen
Internationale Organisationen lassen sich auf drei verschiedene Arten charakterisieren. Zum einen ist es möglich, sie als Instrumente zur Interessenverwirklichung von Staaten zu betrachten, was in erster Linie von den realistischen Theoretikern bevorzugt wird. 1 Auch werden Internationale Organisationen als Arenen zur Verhandlung internationaler Probleme auf verschiedenen Kooperationsebenen betrachtet. 2 Internationale Organisationen bieten so
1 Vgl. Woyke, Wichard, 1995. Europäische Organisationen: Eine Einführung, 1.
2 Vgl. ebenda. 3 3
also einen Rahmen und ein Spielfeld für zwischenstaatliche Kooperation. Als letztes ist noch die Akteursqualität der internationalen Organisationen zu nennen. 3 Diese Akteursqualität wird dadurch gefestigt, dass in den Organisationen eine feste Verwaltungsstruktur existiert, inklusive eines Generalsekretärs und eines Konferenzorgans. 4 Auch die auf freiwilliger Basis beruhende Mitgliedschaft, sowie vertraglich festgelegte Ziele stärken das einheitlich agierende Konstrukt einer internationalen Organisation. 5 Die Vorstellung der Mitgliedsstaaten internationaler Organisationen hinsichtlich des richtigen Handelns gleicht sich also, weil diese auf gemeinsam vereinbarten Normen und Regeln beruht. 6
2.1.2 Internationale Regime
Regime sind in erster Linie Kooperationsinstrumente, die mehreren Staaten helfen können, ihre gemeinsamen Kooperationsinteressen zu verwirklichen. 7 Voraussetzung sind Interdependezen zwischen Nationen, die ein bestimmtes gemeinsames Kooperationsinteresse besitzen. 8
Dabei geht es bei Regimen um die Verwirklichung von Interessen und nicht darum, die Interessen von Staaten zu beeinflussen. 9 Weiterhin erleichtern Regime die Realisierung von Interessen, da sie durch die Vorgabe eines Handlungsrahmens, Kontrollinstanzen, Verbindung verschiedener Kooperationsabkommen und hohe Defektionskosten die Transaktionskosten senken. 10
Internationale Regime beinhalten vier essentielle Grundbausteine, nämlich Prinzipien, Normen, Regeln und Entscheidungsverfahren, die eng miteinander verflochten sind. 11 Den Prinzipien wohnen Ziele und Richtlinien inne, welchen durch Normen die Realisierbarkeit
3 Vgl. ebenda.
4 Vgl. ebenda, 2.
5 Vgl. ebenda.
6 Vgl. Rittberger, Volker; Zangl, Bernhard, 2003. Internationale Organisationen: Politik und Geschichte. 25.
7 Vgl. Zangl, Bernhard, 2003. Regimetheorie. In: Schieder, Siegfried; Spindler, Manuela (Hrsg.). Theorien der Internationalen Beziehungen, 124.
8 Vgl. ebenda.
9 Vgl. ebenda, 124 f.
10 Vgl. ebenda, 125 ff.
11 Vgl. Wolf, Klaus-Dieter, 1991. Internationale Regime zur Verteilung globaler Ressourcen: Eine vergleichende Analyse zur Grundlage ihrer Entstehung am Beispiel der Regelung des Zugangs zur wirtschaftlichen Nutzung des Meeresbodens, des geostationären Orbits, der Antarktis und zu Wissenschaft und Technologie, 42f. 4 4
Arbeit zitieren:
Manuel Feiler, 2006, Die Unterschiede zwischen internationalen Organisationen und internationalen Regimen und die Rolle internationaler Organisationen in der Regimetheorie, München, GRIN Verlag GmbH
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