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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis.............................................................................................................. 2
Einleitung 3
Lebenslauf 3
Die Psychologie der Massen 4
Res ümee 8
Literaturverzeichnis 9
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Einleitung
Die wichtigste Eigenschaft der Massen ist schon in der Sprache verankert: "Masse" kommt vom griechischen "maza", was "Brotteig" bedeutet, den man kneten (mazein) muss. Das französische "foules" kommt vom lateinischen "fullo", was "Walker" oder "Tuchmacher" bedeutet. Das englische Wort "croud" ist mit dem mittelhochdeutschen "kroten" verwandt, was soviel wie "pressen" bedeutet. Alle Übersetzungen betonen die Formlosigkeit und das amorphe Verhalten der Masse, sowie deren Formbarkeit. 12 1895 schrieb Gustave Le Bon, der eigentliche Vater der Massenpsychologie, die herausragenden Eigenschaften der Masse seien ihre "geringe Urteilsfähigkeit, dann der Mangel an kritischem Denken, die Erregbarkeit, Leichtgläubigkeit und Einfalt". "Masse" sei ein triebhaftes Kollektiv, unfähig zu logischem Denken, einseitig und unverantwortlich: "Masse ist weibisch". 3
Die negative Einschätzung von Masse hat sich bis heute wenig geändert. Beinahe immer wird Masse als verächtlich, gefährlich für Geist und Kultur, und bedrohlich für die Freiheit beschrieben. Fast durchgehend wurde und wird Masse mit negativen Attributen belegt. Sie sei amorph, blind, chaotisch, entfesselt, wild, panisch und labil. Mit dem enormen Einfluss der Massen auf das Handeln der einzelnen Individuen hat sich als erster Soziologe Gustave Le Bon, in seinem Hauptwerk "Die Psychologie der Massen", auseinander gesetzt. In dieser Hausarbeit werde ich die Kerngedanken dieses Werkes beschreiben.
Lebenslauf
Gustave Le Bon wird am 7. Mai 1841 in Nogent-le-Rotrou in der französischen Normandie geboren, in einer Zeit, in der der Fortschritt zu keimen beginnt. Er erlebt während seiner Kindheit die Krisenzeiten der französischen Revolution von 1848. 4 Le Bon absolviert ein Medizinstudium und lebt als Provinzarzt, obwohl sein eigentliches Ziel darin besteht, an einer Universität lehren zu dürfen. Doch selbst an den Akademien Frankreichs wird er nicht aufgenommen. 5 Der Widerstand der Universitäten treibt ihn zur Suche nach Erfolg im politischen und sozialen Bereich, wobei er die
1 Elias Canetti, 1960, 20
2 G. Le Bon, 1895, 10
3 G. Le Bon, 1895, 11
4 Arnold, Eyselck, Meili (Hg.), 1993, Art. „Le Bon“
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Kunst des Schlagworts entwickelt, was die Masse der Leser aus dem Volk begeistert. Le Bon hat die überragende Fähigkeit, Ideen, die in der Luft liegen und die andere nicht zu verkünden wagen oder sie nur vereinzelt zum Ausdruck bringen, in eine abgeschlossene und aussagekräftige Form zu bringen. 6
Er unternimmt weite Reisen, 1884 wird er von der Regierung beauftragt, in Indien die Architektonik buddhistischer Bauten zu studieren, und erbringt Beiträge zur Anthropologie, Archäologie, Physik, dabei insbesondere zur Materie und zur Energie, und schliesslich zur Reitkunst.
Als Arzt praktiziert Le Bon insgesamt nur wenig, 7 sondern er lebt vom schreiben. 8 1895 schreibt Le Bon im Alter von 54 Jahren sein Hauptwerk „Psychologie des foules“, was deutsch übersetzt „Die Psychologie der Massen“ heisst. In Deutschland erscheint das Buch 1908. 9 Er schreibt sein Werk inspiriert durch die unheimliche Beeinflussbarkeit der Massen, die Le Bon 1870 bei der Belagerung von Paris erlebt. Auch die französische Revolution gibt ihm viele entscheidende Impulse. 10 Le Bons andere Arbeiten sind weitestgehend in Vergessenheit geraten. Am Ende seiner Lebenszeit befasst er sich mit dem katalogisieren der Menschheit. Er stellt Hierarchien für Rassen, Geschlechter, Intelligenzgrade und politische Standpunkte auf.
Im Alter von 90 Jahren stirbt Gustave Le Bon schliesslich am 15. Dezember 1931 in Paris. 11
Die Psychologie der Massen
Auf Grund der französischen Revolution stösst Le Bon auf das Phänomen der Volksbewegungen und des Terrorismus und damit auf das Phänomen der Massen, das seine Zeitgenossen beunruhigt. 12 Zu dieser Zeit erscheinen auch in Italien mehrere Bücher zu diesem Thema, deren Erkenntnisse Le Bon praktisch vergröbert und
5 Moscovici, 1984, 72
6 Moscovici, 1984, 75
7 Bernsdorf; Knospe (Hg.), 1980, Art. „Le Bon“
8 Moscovici, 1984, 72
9 Arnold; Eysenk; Meili (Hg.), 1993, Art. „Le Bon“
10 Bernsdorf; Knospe (Hg.), 1980, Art. „Le Bon“
11 Arnold; Eysenk; Meili (Hg.), 1993, Art. „Le Bon“
12 Moscovici, 1984, 75
Arbeit zitieren:
Hanna Busemann, 1999, Zu: Gustav Le Bon - Die Psychologie der Massen, München, GRIN Verlag GmbH
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