Heinrich - Heine - Universität Düsseldorf
Sommersemester 1999
Seminarthema: "Tinte säuft Blut - Das dramatische Werk Heiner Müllers"
Thema der Arbeit:
"HEINER MÜLLER IN DER LITERATURKRITIK
AM BEISPIEL ´QUARTETT´ "
Nadia Hamdan
Fächerkombination: Germanistik / Informationswissenschaft
Semesteranzahl: 2
Inhalt:
Einleitung
Vorwort
1. Zum Roman
2. Zum "Quartett":
2.2. Aufbau des Stückes
2.3. Geschichtsreferenz und Intertextualität
2.3.1. Zum Ort und Zeitpunkt des Dramas
2.4. Das Geschlechterrollenspiel
2.4.1. Valmont
2.4.2. Merteuil
3. Die Kritiken
3.1. Der Stücktext
3.2. Die Aufführungen:
3.3. Zusammenfassung der Aufführungskritiken
3.4. Inszenierungsmöglichkeiten
4. Schlußwort
Literaturverzeichnis
Einleitung
Bezogen auf das Seminar "Tinte Säuft Blut - Das dramatische Werk Heiner Müllers" hat die vorliegende Arbeit das Ziel, die Resonanz der Literaturkritik auf das 1981 erschienene Drama "Quartett" zu betrachten.
Müllers Werk umfasst neben einigen Prosa und Lyrik - Werken ca. 12 Dramen, die sich in der Hauptsache auf Themen der deutschen Geschichte beziehen. "Quartett" wurde als Thema für diese Arbeit ausgesucht, weil es das noch immer am häufigsten aufgeführte Stück ist und im Vergleich zu Müllers weiteren Stücken eine Thematik aufweist, die von den geschichtlichen Dramen abweicht. Müller nutzte als Vorlage den 1782 erschienenen Roman "Les Liasons Dangereuses" von Choderlos des Laclos. Thema des Dramas ist - ganz knapp zusammengefasst - das Zusammenspiel von Liebe, Haß und Tod.
Aus den zahlreichen Kritiken, die es zum "Quartett" gibt, kann hier nur eine geringe Zahl berücksichtigt werden. Ihre Auswahl hat das Ziel, einen Querschnitt über die kontroversen Meinungen der Kritik darzustellen.
Zunächst wird Laclos´ Romanvorlage kurz vorgestellt. Auf eine tiefere Interpretation wird hier weitgehend verzichtet, da lediglich ein kurzer Einblick in Müllers Vorlage gegeben werden soll.
Im ersten Teil beschäftigt sich die Arbeit mit einer Interpretation des Stücktextes "Quartett".
Neben Aufbau und Handlung des Dramas werden die Geschichtsrelevanz und die Bedeutung intertextueller Elemente im "Quartett" und in Müllers Werk allgemein erörtert.
Intertextuelle Elemente spielen in Müllers Werk eine große Rolle und ziehen sich durch sämtliche Werke, so auch im "Quartett". Obwohl das Stück auf den ersten Blick kein "geschichtliches" ist, wird hier versucht zu zeigen, daß auch im Stück "Quartett" der historische Bezug nicht außer acht gelassen wird, wenn auch zunächst verborgen. Dies aufzuzeigen ist Gegenstand des Kapitels 1.3. dieser Arbeit.
Im zweiten Teil werden Aufführungskritiken aus den achtziger Jahren bearbeitet. Es soll gezeigt werden, ob die Aufführungen dem Stück und der Intention Müllers gerecht werden.
Die Arbeit stellt einen Versuch dar, "Quartett" auf zwei Ebenen zu betrachten: Einmal der reine Stücktext, den Handlungsablauf und die Charakterisierung der Personen, dann die Art und Möglichkeiten der Inszenierung.
Zu den Inszenierungsmöglichkeiten gehört ein kurzer Eindruck einer von mir gesehenen "Quartett" - Aufführung. Nach Bearbeitung des Dramas und der Kritiken erschien es mir wichtig, mir von dem Stück und der Inszenierung selbst ein Bild zu machen.
Zudem stellt er einen aktuellen Bezug zu den hier vorgestellten immerhin gut zehn Jahre alten Kritiken dar.
Leider kann nicht auf alle Aspekte des Stückes eingegangen werden, so würde beispielsweise das Betrachten der Theorien der Aufklärung, die im Stück zweifelsohne vorhanden sind, den Rahmen der Arbeit gesprengt.
Vorwort:
[...]
Quote paper:
Nadia Hamdan, 2000, Heiner Müller in der Literaturkritik am Beispiel Quartett, Munich, GRIN Publishing GmbH
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