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Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung
2. Pflegebedarf in der Bevölkerung
3. Wachsende Herausforderungen an Pflegeeinrichtungen
der Caritas
4. Neue Konzepte der Caritas als Antwort auf soziale und
demografische Veränderungen
5. Das Maß aller Dinge die Bewohner innen der Einrichtung
6. Das Hilfenetz der Caritas für alte Menschen und ihre
Angehörigen
7. Und wenn die Versorgung zu Hause nicht mehr zu bewältigen ist ?
7.1 Menschenwürdig pflegen - die Rahmenkonzeption
der stationären Altenhilfe
8. Anforderung und Qualifikationsmerkmale in der heutigen
Altenpflege
9. Caritas im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und
Menschlichkeit
10. Caritas ist Kirche und Kirche ist Caritas
11. Schlussteil Meinungsbild
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Einleitung
„Not, Elend, Krankheit, Konflikt, Armut, Verbrechen, Trennung, Isolation, Katastrophen, Arbeitslosigkeit, Krieg, körperliche oder geistige Behinderungen usw. beschreiben in unterschiedlichster Weise die unbestreitbare und erschreckende Vielfalt menschlicher Leidens- ´wirk`-lichkeiten.“ Caritas versucht diesem Leiden entgegenzuwirken, es zu lindern oder sogar zu beseitigen. 1 In dieser Arbeit beschäftige ich mich ausschließlich mit der Caritas in Bezug auf die Altenpflege. Also mit der Organisation, den pflegebedürftigen alten Menschen und der angebotenen Hilfe.
Das Helfen und auch das Heilen werden beeinflusst vom Verständnis von Leid, Befreiung und Erlösung. In einem Krankheitsfall genügen finanzielle, medizinische sowie Hilfeleistungen allein, vor allem bei seelischen Problemen nicht. Man muss etwas mehr aufbringen, um in Notsituationen und seelischen Konflikten beizustehen. So ist es sehr wichtig, dass die helfenden Menschen den Leidenden etwas von ihrer Stärke und Kraft, ob nun körperlich oder seelisch, abgeben, damit das Leben trotz der Krankheit und Pflegebedürftigkeit ertragbar ist. In der Bibel wird von Barmherzigkeit gesprochen.
Diese kann man aber weder kaufen, noch ist sie in irgendeiner Versicherungsleistung enthalten. Sie kann nur geschenkt werden.
Die medizinisch-pflegerische Hilfsbedürftigkeit lässt sich also gesetzlich absichern, aber bei Bedürfnissen nach Wertschätzung, Geltung, würdevoller Behandlung, Achtung etc. ist dies kaum möglich.
Im folgenden möchte ich den Pflegebedarf in der Bevölkerung und die damit verbundenen wachsenden Herausforderungen an die Pflegeeinrichtungen der Caritas darstellen. Zu erwähnen wäre zum Beispiel, dass es 1,6 Millionen Pflegebedürftige allein 1993 in der Bundesrepublik gab. 91% dieser Menschen erhalten Hilfe von der Familie, Bekannten oder Nachbarn. 2 Weiterhin werden Konzepte der Caritas genannt, die aufgrund sozialer und demographischer Veränderungen notwendig wurden. Außerdem werde ich auf die ambulanten und stationären Dienste, die Bedürfnisse der älteren Menschen
1 Studien zur Theologie und Praxis der Caritas und sozialen Pastoral; Caritas – Das
menschliche Gesicht des Glaubens, Heinrich Pompey (Hrsg.), S. 19
2 Caritas – Das menschliche Gesicht des Glaubens; Heinrich Pompey (Hrsg.), S.24
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und auf ihre Angehörigen eingehen. Aber auch über die finanzielle Unterstützung bzw. Hilfe wird im folgenden berichtet. Da die Pflege von Angehörigen sich zu einer gewinnorientierten Tätigkeit entwickelt hat und deshalb der Gesetzgeber beschlossen hat nur eine Unkostendeckung zu gewähren. 3 So ist es für die pflegebedürftigen Menschen ein Problem ihren Lebensunterhalt von der geringen Rente zu bestreiten. Deshalb bietet die Caritas auch beispielsweise Informationsmöglichkeiten an, was man in einem Fall der Pflegebedürftigkeit beachten muss und welche Hilfe man erwarten kann.
Anforderungen und Qualitätsmerkmale in der heutigen Altenpflege werden in dieser Arbeit ausführlich behandelt. Unter diesen Punkt fällt sicherlich auch dass immer wieder diskutierte Problem, dass die Caritas sich auf dem wirtschaftlichen Markt behaupten und gleichzeitig ihre Patienten menschlich und würdevoll versorgen muss. Also dass Caritas im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit steht.
In Verbindung mit diesem Problem werde ich auch die Beziehung zwischen Kirche und Caritas und Caritas und Kirche erläutern. Also ist das Schlagwort „`Caritas ist Kirche - Kirche ist Caritas‘“ überhaupt noch gültig? 4 Am Ende der Arbeit befasse ich mich mit dem authentischen Leidensweg eines pflegebedürftigen alten Menschen. Kritisch nehme ich Stellung zur Qualität der Caritas und der „korrekten“ Erfüllung ihrer Aufgaben. Außerdem werde ich die Verbindung Kirche und Caritas ausführlich diskutieren, wie oben erwähnt.
3 Caritas – Das menschliche Gesicht des Glaubens, Heinrich Pompey (Hrsg.), S. 37
4 Studien zur Theologie und Praxis und sozialen Pastoral; Caritas im Spannungsfeld zwischen
Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit, Heinrich Pompey (Hrsg.), S. 282
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Pflegebedarf in der Bevölkerung
Durch mehrere fortschreitende Erkrankungen oder chronische Krankheitsbilder, kann es im Laufe der Zeit zu einer Pflegebedürftigkeit kommen. Laut der gesetzlichen Pflegeversicherung gelten Personen als pflegebedürftig, wenn sie „... wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer ... in erheblichem oder höherem Maße ... Hilfe“ benötigen.
Zehn Prozent der über 65-jährigen, also etwa 900.000 Personen gelten als pflegebedürftig. Man kann davon ausgehen, je älter ein Mensch ist desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er pflegebedürftig wird. So sind von den über 80-jährigen Männern zwanzig Prozent und von den Frauen ein Drittel auf Pflege angewiesen. Da die Lebenserwartung eines Menschen stetig steigt, erhöht sich auch die Zahl der hilfebedürftigen Menschen. 5
Wachsende Herausforderungen an Pflegeeinrichtungen der Caritas Es existieren zwei Meinungsbilder in der Bevölkerung, welche die professionellen Dienste und die Pflege in der Familie betrifft. Erstens ist die Vorstellung weit verbreitet, dass ältere Menschen von ihren Angehörigen, also der eigenen Familie in Heime gegeben werden. Zweitens steht im Gegensatz dazu die Auffassung, dass 90% der pflegebedürftigen Menschen von der Familie betreut würden.
Die Mehrheit der Personen die Pflege benötigen lebt in ihren eigenen Wohnungen, wo sie von ihrer Familie häufig von Töchtern, Schwiegertöchtern und Ehefrauen oder ihrem Umfeld betreut und versorgt werden. Daher gibt es eine Vielzahl von ambulanten Hilfsdiensten und –angeboten für die pflegebedürftige Person aber auch ihre Angehörigen, der es den älteren Menschen ermöglichen soll, so lange wie möglich in der eigenen Wohnung wohnen zu bleiben. Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass pflegebedürftige ältere Menschen auf Dauer in ihrer Wohnung bleiben können. Die Wahrscheinlichkeit das eine Heimunterbringung erfolgen muss, liegt bei Männern um die 40 Prozent und bei Frauen bei 70 Prozent.
Arbeit zitieren:
Michaela Bongartz, 2002, Caritas - Altenpflege, München, GRIN Verlag GmbH
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