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Das Karstrelief - Grundlagen, Charakterformen, Karsthydrographie, Beispiele aus Deutschland

Titel: Das Karstrelief - Grundlagen, Charakterformen, Karsthydrographie, Beispiele aus Deutschland

Hausarbeit , 2001 , 13 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Thomas Großmann (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit sollen die Grundlagen des Karst, seine Charakterformen und Hydrographie in
der Theorie wie auch an Beispielen aus Deutschland veranschaulicht werden.
Karstmorphologie ist von unterschiedlichen Faktoren und dementsprechend unterschiedlichen
Rahmenbedingungen abhängig, sowohl bezüglich der grundlegenden Voraussetzungen als
auch bezüglich der Ausprägung von Karst im Sinne unterschiedlicher Karstformen. Diese
Faktoren sollen hier herausgearbeitet und in einen regionalen Bezug gebracht werden.
Weiteres Ziel des Referates soll sein, die Erscheinungsformen des deutschen Karstes in einen
raum-zeitlichen Kontext zu bringen. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DEFINITION VON KARST

3 GRUNDLAGEN

3.1 DIE CHEMISCHEN GRUNDLAGEN DER LÖSUNGSVERWITTERUNG

3.2 FAKTOREN DER VERKARSTUNG UND KARSTHYDROGRAPHISCHE VORAUSSETZUNGEN

4 DER KARST-FORMENSCHATZ

4.1 GRUNDFORMEN DES KARSTES

4.2 GROß- BZW. EXTREMFORMEN DES KARST

4.3 KARSTTYPEN

5 DIE THEORIE DES KARSTZYKLUS VON GRUND (1914)

6 REGIONALER KARST

6.1 KARSTGEBIETE DER ERDE

6.2 KARSTGEBIETE DEUTSCHLANDS

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Grundlagen der Karstmorphologie, die verschiedenen Karstformen sowie die hydrographischen Prozesse umfassend darzustellen und diese anhand von Beispielen aus deutschen Karstregionen zu veranschaulichen.

  • Chemische Grundlagen der Lösungsverwitterung (Kohlensäureverwitterung)
  • Karsthydrographische Voraussetzungen und Einflussfaktoren wie Klima, Gesteinsreinheit und Vegetation
  • Klassifizierung und Genese von Karst-Formenschätzen (von Kleinformen bis zu Extremformen)
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Theorie des Karstzyklus nach Grund (1914)
  • Regionale Analyse der Karstgebiete in Deutschland (Alpen und Schichtstufenland)

Auszug aus dem Buch

3.1 Die chemischen Grundlagen der Lösungsverwitterung

Verkarstung von Gips, Kalk oder Dolomit lässt sich auf die sogenannte Lösungsverwitterung zurückführen. Ursache dafür ist das in Wasser gelöste Kohlendioxid, die Kohlensäure. Kohlendioxid wird dann in Wasser gelöst, wenn der Partialdruck des CO2 in der Luft, d.h. der Gehalt der Luft an CO2 so zunimmt, dass CO2 an das Bodenwasser abgegeben wird. Zu beachten ist, dass die Aufnahmefähigkeit des Wassers temperaturabhängig ist, wobei das kältere Wasser aufnahmefähiger ist als das verhältnismäßig wärmere.

Calzit (CaCO3), das Mineral des Kalks, wird durch Kohlensäure (H2CO3) in Bicarbonat (Calziumhydrogencarbonat – Ca(HCO3)2) überführt, welches ca. 10-mal löslicher ist als das Ausgangsmineral. Der Prozess der Aufspaltung, der Dissoziation von H2CO3 und CaCO3 und somit die Entstehung von Calziumhydrogencarbonat ist proportional abhängig von der Temperatur.

Calziumhydrogencarbonat enthält CA++ sowie HCO3- Ionen, welche vom Bodenwasser abgeführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Karstmorphologie mit Zielsetzung der Arbeit und geografischem Fokus auf Deutschland.

2 DEFINITION VON KARST: Herleitung des Begriffs vom geographischen Ursprung bis hin zur geomorphologischen Definition als Landschaftstyp auf löslichen Gesteinen.

3 GRUNDLAGEN: Darstellung der chemischen Prozesse der Lösungsverwitterung und der allgemeinen Faktoren, die eine Verkarstung begünstigen.

3.1 DIE CHEMISCHEN GRUNDLAGEN DER LÖSUNGSVERWITTERUNG: Erläuterung der chemischen Dissoziation von Kalk durch Kohlensäure und die Temperaturabhängigkeit der Löslichkeit.

3.2 FAKTOREN DER VERKARSTUNG UND KARSTHYDROGRAPHISCHE VORAUSSETZUNGEN: Analyse der Einflussgrößen wie Wasserdurchlässigkeit, Vorfluterlage, Gesteinsreinheit, Klima und menschliche Einflüsse.

4 DER KARST-FORMENSCHATZ: Systematische Beschreibung der sichtbaren Karstphänomene an der Oberfläche und unter Tage.

4.1 GRUNDFORMEN DES KARSTES: Differenzierung zwischen nacktem und bedecktem Karst sowie Erläuterung von Kleinformen wie Karren und Dolinen.

4.2 GROß- BZW. EXTREMFORMEN DES KARST: Untersuchung komplexer Karstformen wie polygonalem Karst, Cockpits, Turmkarst und der Genese von Höhlensystemen.

4.3 KARSTTYPEN: Klassifizierung großräumiger Karstlandschaften nach ihrer spezifischen Ausprägung und Dominanz bestimmter Karstformen.

5 DIE THEORIE DES KARSTZYKLUS VON GRUND (1914): Vorstellung der zyklischen Entwicklungstheorie und deren heutige wissenschaftliche Widerlegung durch klimatische Faktoren.

6 REGIONALER KARST: Überblick über globale Karstgebiete und die spezifische Situation in deutschen Landschaften.

6.1 KARSTGEBIETE DER ERDE: Aufzählung weltweit bedeutender Regionen mit ausgeprägter Karsttopographie.

6.2 KARSTGEBIETE DEUTSCHLANDS: Fokus auf die Geologie und Karstformen in den Alpen und im süddeutschen Schichtstufenland.

Schlüsselwörter

Karst, Lösungsverwitterung, Kohlensäure, Karstmorphologie, Kalkstein, Dolomit, Karren, Dolinen, Poljen, Karsthydrographie, Mischungskorrosion, Höhlensysteme, Karstzyklus, Süddeutsches Schichtstufenland, Nördliche Kalkalpen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die physisch-geographischen Grundlagen des Karstes, inklusive der chemischen Verwitterungsprozesse, der verschiedenen Karstformen sowie der spezifischen hydrographischen Bedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Karstlandschaften (Genese), die Systematik der Karstformen von Mikro- bis zu Extremformen sowie die klimatische und geologische Steuerung der Verkarstung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Faktoren der Verkarstung zu identifizieren, Erscheinungsformen theoretisch zu begründen und diese durch regionale Beispiele aus Deutschland in einen raum-zeitlichen Kontext zu setzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen analytischen geomorphologischen Ansatz, indem sie theoretische Konzepte (wie den Karstzyklus) mit beobachtbaren geologischen Fakten vergleicht und regional einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, eine detaillierte Typologie der Karstformen (Karren, Dolinen, Poljen, Höhlen) und eine regionale Fallanalyse deutscher Karstgebiete.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Karstmorphologie, Mischungskorrosion, Lösungsverwitterung, Karstzyklus und spezifische Gesteinsformen wie Kalk und Dolomit definiert.

Wie erklärt die Arbeit die Entstehung von Höhlensystemen?

Die Arbeit beschreibt Höhlensysteme primär durch den Prozess der Mischungskorrosion, bei dem unterschiedlich kalkhaltige oder temperierte Wässer an der Grenze zwischen epiphreatischer und phreatischer Zone zur intensivsten Lösung führen.

Welche Rolle spielt der Mensch bei der Karstbildung?

Der Mensch beeinflusst den Karst insbesondere durch Rodungsphasen, die den Wasserabfluss und die Versickerungsraten verändern, sowie durch industrielle Aktivitäten, die das Grundwasser in Karstgebieten belasten.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Karstrelief - Grundlagen, Charakterformen, Karsthydrographie, Beispiele aus Deutschland
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Geographie)
Veranstaltung
Physische Regionale Geographie
Note
sehr gut
Autor
Thomas Großmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
13
Katalognummer
V6719
ISBN (eBook)
9783638142250
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Karst Relief Klima
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Großmann (Autor:in), 2001, Das Karstrelief - Grundlagen, Charakterformen, Karsthydrographie, Beispiele aus Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6719
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Leseprobe aus  13  Seiten
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