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In dieser Arbeit wird der Versuch geleistet, Aufbau und Funktion der Noodynamik als Wirkungsprinzip des Geistigen im Menschen innerhalb der Lehre Viktor Frankl´s herauszuarbeiten und ihren Stellenwert und dir Bedeutung innerhalb der Lehre darzustellen, Weiterentwicklungen zu diesem Thema aus der neueren Literatur zu dokumentieren.
In diesem Zusammenhang ist das Verständnis des Menschenbildes wichtig, welches Frankl geprägt hat und zu seiner Lehre der Logotherapie und Existenzanalyse geführt hat.
Das noodynamische Prinzip wirkt im Menschen und ist untrennbar mit dem Werte-Bild und den Sinn-Aspekten einer Person verknüpft. Die Noodynamik Motivationskonzeptes der Lehre der Logotherapie und Existenzanalyse diskutiert. Die Autorin hat sich zur Aufgabe gestellt das noodynamische Prinzip als zentrale Kraft hinter allem, als
This work is trying to examine the structure and function of Noodynamik in it’s original meaning (Mainly by quoting original passages of Frankl’s pieces of literature).
In connection with this, the understanding of mankind’s portrait is important, which Frankl characterized and which led to his doctrine of Logotherapy and Existential Analysis.
Therefore this work begins with a detailed instruction. Certain passages are needed to be repeated in order to keep the connection of the meaning for the reader. This makes a direct and fluent arrangement of topics possible,
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especially in the chapters in the back. The noodynamic principle has an effect on people and is inseparable connected to the picture of value and aspects of meaning of a person.
SCHLAGWORTE
Noodynamic, noodynamic principle, noodynamic antagonismn, picture of value, idea of man, Logotherapy and Existential Analysis, Viktor Frankl
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INHALTSVERZEICHNIS
1 EINFÜHRUNG PROBLEMSTELLUNG 5
1.1 Herleitung des Begriffs Noodynamik 5
1.2 Zur Person Viktor Emil Frankl 7
2 LOGOTHERAPIE UND EXISTENZANALYSE 9
2.1 Logotherapie 10
2.2 Existenzanalyse 11
2.3 Philosophische Wurzeln 12
2.4 Die Gefahr des Reduktionismus 12
3 ANTHROPOLOGIE 14
3.1 Aufbau des Menschen 14
3.1.1 Einheit trotz Vielfalt 14
3.1.1.1 Das drei-dimensionale Bild vom Menschen 15
3.1.1.2 Die Dimensionalontologie 16
3.1.1.3 Rückschluss der Dimensionalgesetze auf die
Geistige Person und das Menschsein 17
3.1.1.3.1 Eine direkte Auswirkung: Die intentionalen Gefühle 18
3.2 Personenverständnis: Das Freie im Menschen 19
3.2.1 Die Dimensionen des Menschseins 19
3.2.2 Die Existentialen 19
3.2.2.1 Freiheit 19
3.2.2.2 Geistigkeit 20
3.2.2.2.1 Das Geistig Unbewusste 22
3.2.2.2.2 Das Gewissen 23
3.2.2.3 Verantwortung 24
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4 EXPLIKATION PERSONALER EXISTENZ 25
Die Sinnstrebigkeit des Menschen
4.1 Der Sinn 25
4.2 Die Werte Sinnuniversalien 25
4.3 Das Wofür im Leben 27
4.3.1 Wofür Verantwortung 27
4.3.2 Wovor Verantwortung 27
4.4 Tragische Trias 28
5 NOODNYAMIK 29
Dynamik der phil Anthropologie im Realen Menschen
5.1 Elemente und Wirkungsmechanismen der Noodynamik 29
5.1.1 Die Dialektische Natur 29
5.1.2 Die existentiellen Kompetenzen 30
5.1.3 Trotzmacht des Geistes 30
5.1.3.1 Selbsttranszendenz und Selbstdistanzierung 31
5.2 Der Noopsychische Antagonismus 31
5.3 Die Noodynamik 33
5.4 Der Aufbau der Noodynamik 34
5.5 Auswirkungen der Noodynamik 37
5.5.1 Die intentionalen Gefühle 37
5.5.2 Eine direkte Auswirkung: Die Einstellung Haltung 37
5.5.3 Noodynamik als Faktor des Motivationskonzeptes 37
5.6 Weiterentwicklungen des noodyn Wirkungsprinzips 38
6 DISKUSSION ZUSAMMENFASSUNG AUSBLICK
6.1 Diskussion 40
6.2 Zusammenfassung 41
Literaturverzeichnis 43
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1 EINFÜHRUNG
1.1 Herleitung des Begriffs Noodynamik
Mensch-Sein heißt: In-der-Spannung-Stehen zwischen Sein und Sollen, unaufhebbar und unabdingbar! Viktor Frankl
Dieser Ausspruch zeigt, wie ursächlich Viktor Frankl die Verknüpfung Mensch und In-der-Spannung-Stehen verstanden hat. Für diese Tatsache hat er den Begriff der
Nun hatte Frankl einen Begriff, den er dem allgemein gebräuchlichen Begriff der Psychodynamik gegenüber zur Diskussion und zur Abgrenzung stellen konnte.
Das Spannungsfeld des noo-psychischen Antagonismus, das sich in der Theorie als Gegensätzlichkeit von „Homöostaseprinzip“ und „Noodynamik“ ausdrückt, soll Gegenstand dieser Arbeit sein.
Allgemein kann gesagt werden, dass der Begriff
Diese bipolare Spannung, diese Dynamik, die im Logotherapeutischen und Existenzanalytischen Verständnis unmittelbar mit dem Menschenleben
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verbunden ist, beschreibt die Noodynamik und wird vom gesunden Menschen als solche wahrgenommen und erlebt.
Frankl stellt klar, dass der Mensch nicht ein Lebewesen ist, welches So- sein-muss (ein unfreies Lebewesen), sondern in seiner Existenz (ein freies Wesen) der Auftrag (Ausrichtung), das Moment, des „Auch-immer-ein- anderer-werden-können“ beinhaltet ist.
Viktor Frankl hat seine Auffassung über das menschliche Wesen und dessen Daseinszweck nicht nur theoretisch durchdacht, selbst als Psychiater und Neurologe angewendet und in der Lehre der Logotherapie und Existenzanalyse hinterlegt, sondern er hat sein Menschenbild vor allem selbst gelebt und damit auch selbst validiert. Aus diesem Grunde erscheint es mir unumgänglich, vorerst einen Blick auf die Person Viktor Frankls und seine Biographie zu werfen, allenfalls biographische Einflüsse hervorzuheben.
Frankls erklärtes Ziel war es, den Menschen arbeits-, genuss-, und leidensfähig zu machen. (Frankl, 1998). Dafür entwickelte er seine Lehre von der Logotherapie und, eine am Geistigen orientierte Psychotherapie, welche des Menschen ursprüngliche Sinnorientiertheit und Wertstrebigkeit sieht als Ausdruck seiner „Geistigkeit“. (Frankl, 1998).
Die vorliegende Arbeit hat sich mit folgender Fragestellung auseinandergesetzt:
Welche Bedeutung hat das noodynamische Wirkungsprinzip als Ausdruck geistiger Existenz innerhalb der Lehre von der Logotherapie und Existenzanalyse und welche Wirkungen und Auswirkungen ergeben sich in Folge für den Menschen?
Zentrales Thema dieser Arbeit ist es, die Grundspannung des Menschen, die ihn begleitet von Anbeginn seines Daseins, aus der Gesamtlehre Frankls herauszuarbeiten, darzustellen und zu betrachten. Welche Stellung diese Grundspannung, die Noodynamik, innerhalb der Logotherapie und Existenzanalyse hat, sie abzugrenzen von anderen Schulen, der Psychodynamik gegen über zu stellen, Neues zum Thema aus der Literatur zu recherchieren und zu dokumentieren.
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1.2 Zur Person Viktor Emil Frankl
Der Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse, Dr. med., Dr. Phil. Dr.h.c.mult. Viktor Emil Frankl wuchs als Sohn (ein älterer Bruder, eine jüngere Schwester) eines jüdischen Staatsbeamten im Wien des beginnenden 20. Jahrhunderts auf.
Schon die Schulzeit war geprägt von seinem Interesse für die Psychologie und die Psychoanalyse. Bereits mit 15 Jahren korrespondiert Viktor Frankl mit Sigmund Freud. Auf dessen ausdrückliche Empfehlung hin, veröffentlicht 1924 der damals 19-Jährige seinen ersten Artikel in der Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse. Inzwischen ist Frankl, Student der Medizin, bereits im Kreise Alfred Adlers und publiziert auch dort 1925 in der Internationalen Zeitschrift für Individual-Psychologie. Allerdings wird er schon 1927 wegen Unorthodoxie aus dem Verein für Individualpsychologie ausgeschlossen, was ihn persönlich sehr trifft. Bereits zu dieser Zeit hält Frankl zahlreiche Vorträge zum Thema: Der Nous – die geistige Dimension des menschlichen Daseins; und zur großen Frage des Menschen nach dem Sinn – der immer ein anderer ist für jeden Menschen, gemäß dessen Einzigartigkeit und Einmaligkeit. Auf Grund steigender Schülerselbstmordraten gründet er die erste Jugend- Beratungsstelle Wiens, was bald Nachahmung in weiten Teilen Europas fand.
Dabei lernt er Prof. Otto Pötzl kennen, Leiter der Wiener Universitätsklinik für Psychiatrie, welcher zu Frankls Förderer und schließlich väterlichem Freund wurde. In den Jahren 1933 – 1942 arbeitet Frankl in verschiedenen Wiener Spitälern. Bereits 1938 publiziert er den Artikel „Zur geistigen Problematik der Psychotherapie“, in der die anthropologische Grundlage der Logotherapie und die Existenzanalyse beschrieben werden. 1940, nach dem Einmarsch der Nazis, ist er Primarius der Neurologie am jüdischen Rothschildspital. Dadurch genießen er und seine Eltern zunächst Deportationsschutz bis 1942. Um seinen Eltern zu helfen lässt er sogar ein bereits ausgestelltes Visum für die USA verfallen.
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Schließlich wird doch er selbst, seine erste Frau, seine Eltern und sein Bruder deportiert (Seine Schwester wandert rechtzeitig nach Australien aus.), in mehreren Konzentrationslagern festgehalten. Er erlebt und durchlebt den Horror des Holocaust und überlebt ihn als einziger seiner Familie.
Nach Kriegsende, 1954, kehrt er nach Wien zurück und versucht sich mit Arbeit über den erlittenen Schmerz hinüberzuretten. In nur 9 Tagen schreibt er die Erlebnisse aus den Konzentrationslagern aus der Sicht des Psychologen nieder.
Dieses Buch, bekannt unter dem späteren Titel „Und trotzdem Ja zum Leben sagen“ (1946), wird zu einem weltweiten Bestseller. Auch das Manuskript zum Buch „Ärztliche Seelsorge“ (1946), welches im Konzentrationslager verloren ging, verfasst er neu.
Er habilitiert sich 1949 an der Universität Wien. Von 1946 – 1970 ist er Primarius der Neurologie an der Wiener Poliklinik. Dort lernt er auch seine
2. Frau kennen. Aus der Ehe stammt eine Tochter.
Frankl wird in Wien schließlich zum außerordentlichen Professor ernannt. Darüber hinaus erhält er weltweit zahlreiche Professuren und insgesamt 29 Ehrendoktorate.
Sein wissenschaftliches Werk stellt sich in über 400 Artikeln und 32 Büchern dar, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden. Bis 1995 sind 150 Dissertationen und Diplomarbeiten und über 1300 Arbeiten anderer Autoren zur Logotherapie geschrieben worden und es wurden bereits 11 Weltkongresse abgehalten.
„Frankls Logotherapie wird häufig als die „dritte Wiener Schule“ der Psychotherapie (neben Freuds Psychoanalyse und Adlers Individual- psychologie) bezeichnet.“ (Kriz, 2001, S 202). „Sein Werk wird weiterhin vom „Viktor Frankl Institut“ in Wien bewahrt und fortgeführt und seine Lehre in Österreich vom „Abile“ (Ausbildungsinstitut für Logotherapie und Existenzanalyse) im Sinne von Frankl weitergegeben.“ (Kasper,1999). Hier wirkt auch Elisabeth Lukas, die bekannteste Schülerin Frankls.
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Heute wird die Logotherapie und Existenzanalyse allgemein als “Sinnzentrierte Psychotherapie” zu den humanistischen Therapieformen gereiht.
Dies findet bei den zwei bekanntesten österreichischen Vertretern innerhalb der Lehre jedoch keine Zustimmung, Lukas grenzt sich von der humanistischen Psychotherapie ab und plädiert für die Anerkennung der Logotherapie als „humane Psychotherapie“, während Längle die Zu- ordnung zur existentiellen Psychotherapie fordert. (Längle, 2001, S 37 f) „Mit den logotherapeutischen Interventionsformen, insbesondere mit der „paradoxen Intention“ und der „Dereflexion“ hat Frankl eher verhaltenstherapeutische und systemische Konzepte, die heute zu den aktuellsten Interventionsansätzen gehören, bereits um viele Jahrzehnte vorweggenommen.“ (Kriz, 2001, S 201)
2 LOGOTHERAPIE UND EXISTENZANALYSE
Die beiden Termini „Logotherapie“ und „Existenzanalyse“ definiert Frankl wie folgt:
“...Sofern beide – sowohl die Logotherapie als auch die Existenzanalyse- eine am Geistigen orientierte Psychotherapie darstellen, gliedert sich diese Psychotherapie auf einerseits in die Logotherapie als Therapie vom Geistigen her und andererseits in die Existenzanalyse als Analyse auf Geistiges hin“. (Frankl, 1990, S 271) „Die Logotherapie und die Existenzanalyse sind je eine Seite ein- und derselben Theorie. Und zwar ist die Logotherapie eine psychothera- peutische Behandlungs-Methode, während die Existenz-Analyse eine anthropologische Forschungsrichtung darstellt. Als Forschungsrichtung ist sie offen, und zwar in zwei Dimensionen: Sie ist bereit zur Kooperation mit anderen Richtungen und zur Evolution ihrer selbst“. (Frankl, 2002, S 57 f)
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Magistra Beate Pottmann-Knapp, 2006, Die Noodynamik als Wirkungsprinzip geistiger Existenz innerhalb der Lehre Viktor Frankls, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Die Logotherapie und Existenzanalyse Viktor Emil Frankls
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