Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Erstschrift- und Ausgangsschrift im Rahmenplan 4
3. Vorteile der Druckschrift als Erstschrift 6
4. Ausgangsschriften im Vergleich 8
Fazit 11
Anhang 12
Literaturverzeichnis 15
2
1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit unterschiedlichen Schriftformen des Alphabets, die in der Grundschule für den Erwerb der Schriftsprache Anwendung finden. Der Beginn des Schreibens ist durch Lehr- und Rahmenpläne der einzelnen Bundesländer - was die Schriftform betrifft - nämlich nicht einheitlich geregelt. 1 Schreiben ist ein graphomotorischer Vorgang, der auf Kommunikation abzielt. Im Vordergrund dieser Arbeit steht dabei das Schreiben als Kommunikationsmittel. Wenn der kommunikative Prozess beim Schreiben Priorität besitzen soll, rückt dagegen der graphomotorische Prozess - zumindest was diesen als Teillernprozess, getrennt von anderen Prozessen, betrifft 2 - in den Hintergrund. Dies kann jedoch nur mit leicht erlernbaren Buchstabenformen geschehen. Das folgende Kapitel geht auf Erstschrift und Ausgangsschrift, mit Berücksichtigung der Lehrpläne für die Grundschule, ein. Kapitel 3 erläutert die verschiedenen Vorteile für den Schriftspracherwerb, die sich ergeben, wenn dieser mit der Druckschrift beginnt. In Kapitel 4 erfolgt ein Vergleich der Ausgangsschriften, die derzeit durch die jeweiligen Lehrpläne der Bundesländer vorgegeben sind. Unter Erstschrift versteht man die Schrift, die Schulanfänger und Schulanfängerinnen als erste Schrift erlernen. Der Begriff Ausgangsschrift meint Schreibschriftvorlagen, die zuerst normgerecht geschrieben und später zur individuellen Handschrift werden. Die Schriftvorlage einer Ausgangsschrift dient, wie der Name schon sagt als, als Ausgang. Die Druckschrift ist in vielen Bundesländern Erstschrift; als Ausgangsschrift schließt sich oft die Vereinfachte Ausgangsschrift an. 3
Das Fundament für diese Arbeit bildet in erster Linie folgende Literatur: Mehr gestalten als verwalten, herausgegeben von Gabriele Krichbaum; Von der Druckschrift zur Schreibschrift von Gudrun Spitta und diverse Beiträge zur Erst- und Ausgangsschrift aus der Zeitschrift Grundschule aus den Jahren 1990 und 1992. 4
1 Vgl. Peter Igl, Schriftspracherwerb im Spiegel der Lehrpläne in: Ludowika Huber, Gerd Kegel, Angelika
Speck-Hamdan (Hrsg.), Einblicke in den Schriftspracherwerb (Braunschweig 1998), S. 9f.
2 Vgl. Kapitel 3, S. 5 in dieser Arbeit.
3 Vgl. Kapitel 2, S. 3f.
4 Siehe Literaturverzeichnis.
3
2. Erst- und Ausgangsschrift im Rahmenplan
Die kommunikative Funktion des Schreibens im Anfangsunterricht ist den jeweiligen Rahmenplänen der Bundesländer ein wichtiges Anliegen. 5 Im Rahmenplan für die Grundschulen in Hessen beispielsweise ist die „Hinführung zur Schriftkultur“ Ziel und Aufgabe des Unterrichtsfaches Deutsch. 6 In den weiteren Ausführungen des Rahmenplans wird auf die „sinnvollen Anlässe zum Schreiben und Lesen“ hingewiesen, und es finden sich Beispiele dafür wie „Namensschilder anfertigen [mit dem eigenen Namen]..., eine Geschichte zu einem Bild/ Foto/ gemeinsamen Thema diktieren und ggf. abschreiben, ... Postkartengrüße verschicken.“ 7 Nur die Druckschrift als Erstschrift kann weitgehend die Forderung nach sofortigem Schreibbeginn mit dem Inhalt des Kommunizierens erfüllen, da sie am leichtesten erlernbar und kindgerecht ist. 8 Der hessische Rahmenplan - sowie einige der übrigen Lehrpläne der einzelnen Bundesländer - verlangt einen Beginn mit der Druckschrift. Hier heißt es: ...“das Schreiben muß mit der Druckschrift beginnen.“ 9 Jedoch nicht jedes Bundesland sieht die Druckschrift als Erstschrift vor. Es gibt Rahmenpläne, die die Wahl zwischen verschiedenen Schriftformen lassen oder aber den Beginn mit einer Schreibschrift vorgeben. Laut Niedersächsischen Rahmenrichtlinien von 1984 wird die Wahl zwischen Lateinischer Ausgangsschrift, Vereinfachter Ausgangsschrift und Druckschrift gelassen; in Sachsen sowie Sachsen - Anhalt ist die Schulausgangsschrift Erstschrift und in Schleswig -Holstein ist es die Lateinische Ausgangsschrift. 10 Die Entwicklung in den Bundesländern zeigt aber einen Weg in Richtung einheitlichen Schreibbeginn an, da immer mehr Rahmenpläne die Druckschrift als Erstschrift vorschreiben.
Ähnlich verhält es sich mit der Vereinfachten Ausgangsschrift (VA), die gegenüber der Lateinischen Ausgangsschrift (LA) eben wegen ihrer entwickelten Vereinfachungen in immer mehr Bundesländern als Ausgangsschrift bevorzugt wird. Der Rahmenplan Hessen ordnet die Vereinfachte Ausgangsschrift als Schreibschrift an: „Die Vereinfachte Ausgangsschrift ist in ihrer Zweigliedrigkeit strukturell den Formen der Druckschrift ähnlich ... Als
5 Vgl. Igl, Schriftspracherwerb im Spiegel der Lehrpläne in: Huber u.a., Einblicke in den Schriftspracherwerb,
S. 8.
6 Vgl. Hessisches Kultusministerium (Hrsg.), Rahmenplan Grundschule (Wiesbaden 1995), S. 92.
7 Ebd. S. 95.
8 Im dritten Kapitel werden die Vorteile der DS erläutert.
9 Vgl. Hessisches Kultusministerium (Hrsg.), Rahmenplan Grundschule, S. 93.
10 Die Informationen über die Erstschrift (und im folgenden über die Ausgangsschriften) in den Lehrplänen der
einzelnen Bundesländer wurden folgendem Buch entnommen: Huber u.a. (Hrsg), Einblicke in den
Schriftspracherwerb, S. 9f. Entstehungsjahr war 1998. Mögliche zwischenzeitliche Änderungen in den
Lehrplänen wurden nicht berücksichtigt.
4
Orientierungshilfe auf dem Weg zur individuellen Handschrift ist ihr Vorrang einzuräumen,“ 11 was bedeutet, dass der Vorzug der VA als Ausgangsschrift anzuerkennen ist. Seit der Angliederung der östlichen Bundesländer an die Bundesrepublik ist noch eine dritte Form der Schreibschrift, die seit 1968 Ausgangsschrift in der DDR war, hinzugekommen: die Schulausgangsschrift (SAS). Sie enthält einerseits Elemente von Vereinfachungen, die der VA ähneln, aber andererseits immer noch Elemente von Erschwerendem (Überflüssigem), die der LA ähneln. 12 Die SAS ist weitgehend als Ausgangsschrift in den östlichen Bundesländern vorgeschrieben.
11 Vgl. Hessisches Kultusministerium, Rahmenplan Grundschule, S. 93.
12 Vgl. Kapitel 4 über die verschiedenen Ausgangsschriften.
5
Arbeit zitieren:
MA Angela Exel, 2000, Erstschrift und Ausgangsschrift in der Grundschule, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Unterrichtseinheit: Was schwimmt und was sinkt im Wasser?
Naturwissenschaftliches Experi...
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Unterrichtsentwurf, 25 Seiten
Das Narziss-Motiv in Friedrich Schlegels "Lucinde"
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 16 Seiten
Le conflit linguistique au Canada à travers les textes publicitaires
Romanistik - Französisch - Linguistik
Seminararbeit, 20 Seiten
Unterrichtsentwurf Biologie (Reiz- Reaktions-Schema am Beispiel der Re...
Unterrichtsentwurf, 9 Seiten
Sachunterricht und Gesundheitserziehung konkretisiert anhand zweier Un...
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Referat (Ausarbeitung), 16 Seiten
Lehrerfrage oder Lehrerimpuls? Eine didaktische Kontroverse
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Unterrichtseinheit: Bau und Leistung des menschlichen Körpers – Das me...
Einführung in die Arbeit mit M...
Unterrichtsentwurf, 11 Seiten
Die Bildungstheoretische Didaktik nach Wolfgang Klafki
Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge
Seminararbeit, 20 Seiten
Mathematisches Modellieren - dargestellt an realitätsbezogenen Aufgabe...
Examensarbeit, 53 Seiten
Kritik bekannter deutscher Schreibschriften
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 13 Seiten
Unterrichtseinheit: Quantitativer Flächeninhaltsvergleich mit willkürl...
Unterrichtsentwurf, 26 Seiten
Migration und sprachlich-kulturelle Heterogenität
Die Verantwortung der Grundsch...
Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
Hausarbeit, 15 Seiten
Bibeltexte erschließen im Religionsunterricht - ein kurzer Überblick
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Referat (Ausarbeitung), 15 Seiten
Germanistik - Didaktik: Erstschrift und Ausgangsschrift in der Grundschule ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Angela Exel hat den Text Erstschrift und Ausgangsschrift in der Grundschule veröffentlicht
Angela Exel hat einen neuen Text hochgeladen
Schreiben lernen Schritt für Schritt, viele Tiere helfen mit. 1. Jahrg...
Übungsblätter für den Schreibu...
Jo-Jo Sprachbuch 1./2. Jahrgangsstufe. Arbeitsheft in Vereinfachter Au...
Mit Wörterkiste als Faltsatz
Jo-Jo Sprachbuch 4. Jahrgangsstufe. Arbeitsheft in Vereinfachter Ausga...
Julia Schumann, Iris Samajdar, Mariele Kohlhauf, Gertrud Gruber
Schreib- und Lesespaß. Lese- und Rechtschreibübungen
240 Lese- und Rechtschreibübun...
Max Mall
0 Kommentare