Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Der Begriff 5
2.1 Definitionen 5
2.2. Zwischenzusammenfassung 6
3. Geschichtlicher Hintergrund 8
3.1 Entwicklung der Allgemeinbildung 8
3.2 Historische Modelle 10
3.2.1 Enkylische Paideia 10
3.2.2 Instrumentalisierung von Sprachen und Künsten 10
3.2.3 Lernen aus geschichtlicher Erfahrung 11
3.2.4 Das Allgemeine und das Ganze 11
3.2.5 Allgemeine Bildung als Bildung des Menschen
in der funktionaldifferenzierten Gesellschaft 11
3.2.6 Allgemeine Bildung als formale Bildung 11
3.2.7 Allg Bildung als Summe fachlicher Bildungsziele 12
3.3. Zwischenzusammenfassung 12
4. Schule und allgemeine Bildung 12
5. Allgemeinbildung am heutigen Gymnasium 13
6. Fazit 15
Literaturverzeichnis 17
Dieses Zitat aus einem bekannten Werk von J. W. v. Goethe lässt erahnen, dass der Begriff der Allgemeinbildung und die Auseinandersetzung mit demselben auf eine lange Entwicklung zurückblicken kann. Fast schon könnte man von einer Art Schlüsselbegriff unserer Kultur sprechen, denn die Allgemeinbildung, bzw. Bildung überhaupt ist deren Grundlage. Sie erst ermöglichte den heutigen Stand an Technik und Wissenschaft zu erreichen. 2 Daher ist es kein Wunder, dass auch heute die Thematik dieses Begriffs und die dazugehörige Debatte allgegenwärtig ist. Einer der Hauptpunkte dieser Argumentation, – man muss schon fast von einem Hauptstreitpunkt sprechen – ist die Überzeugung vieler, dass es vor allem der Jugend an Allgemeinbildung fehle. Und in Anbetracht der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation, in welcher Bildung als der Schlüssel zum erfolgreichen Leben gehandelt wird, scheint dies mehr als überzeugend. Doch was genau ist Allgemeinbildung? Und woher kommt sie?
Wie schon das einleitende Zitat klar zu erkennen gibt, ist die Thematik keineswegs neu. Warum sollte man dann aber eine neue Debatte darüber erzeugen? Diese Sachlage erkannte schon der Pädagoge Johann Friedrich Herbart, als er zur, in seiner Zeit aufgekommenen Debatte über Bildung, im Jahre 1806 folgendes verlauten ließ:
„Bekanntlich gibt es in den meisten
Auch der Streit über die Allgemeinbildung ist, ebenfalls wie der Begriff, keineswegs neu. Und doch greift man nicht (nur) auf bereits bestehende Erkenntnisse zurück, sondern eröffnet den Diskurs innerhalb von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft ein jedes Mal aufs Neue. 4 Warum aber geschieht dies auf diese Weise? Und warum werden immer wieder die bereits bestehenden Erkenntnisse zwar berücksichtigt, jedoch nicht komplett als Vorlage genommen? Eine mögliche Antwort scheint sich in der Sache selbst zu finden, denn:
Was genau meint Allgemeinbildung und vor allem, wofür steht der Part des „allgemeinen“?
Eben dieser Teil des Begriffes scheint unbestimmt, eindeutige Erläuterungen fehlen. Schon aus diesem Grund scheint es den Experten, die wieder und wieder aufs Neue darüber diskutieren, unmöglich zu sein, den Begriff eindeutig fest zulegen. Davon ausgehend ist es dann auch kein Wunder, dass es den Schulen und vor allen den Gymnasien enorme Schwierigkeiten bereitet, die Forderungen nach einer Mehrung der Allgemeinbildung der Jugend zu erfüllen.
Diese Arbeit soll sich jedoch nicht nur dem zentralen Begriff widmen, sondern auch dessen Bedeutung für das moderne Gymnasium. Galt es früher als Schule für die höhere Bildung 5 , so hat sich dies heute stark geändert. Das Gymnasium soll, und hier besteht die Verknüpfung zum vorher eröffneten Problem, den Schülern eine breite Allgemeinbildung vermitteln und auf die möglicherweise folgende Hochschulbildung vorbereiten. Welche Funktion die Schule aber genau hat, wenn jener Begriff (noch) nicht exakt bestimmt ist, kann erst später dargelegt werden. 6 Auch
daher muss geklärt werden, was genau unter „Allgemeinbildung“ zu verstehen ist und wie sich dieser Begriff entwickelt hat. So kann dann erläutert werden, welche Rolle die Schulen dabei spielten bzw. wie sie im Verlauf der Entwicklung tangiert wurden und welche Aufgaben sie heute übernehmen müssen. Daraus sollte dann ableitbar sein, in wie weit Allgemeinbildung heute nötig ist und in wie weit Schulen in der Lage sind, diese geforderten Leistungen zu erfüllen.
2. Der Begriff
Nicht nur wegen der Ungenauigkeit des Begriffes „allgemein“, sondern auch für eine umfassende Untersuchung ist es nötig, diesen zentralen Aspekt näher zu betrachten. Es sollte möglich sein, schon durch die Begriffsdefinition Anhaltspunkte dafür zu finden, warum die Debatte über die Allgemeinbildung sich ständig wiederholt. Daran anknüpfend ließe sich dies dann um die Aufgaben der Schule erweitern.
Bei genauerer Betrachtung des zentralen Begriffes ergibt sich schon aus diesem selbst eine Besonderheit: Es ergeben sich zwei Möglichkeiten einer Begriffsbestimmung, die untersucht werden:
1. die Allgemeinbildung und 2. die allgemeine Bildung herauszulesen. 7
2.1 Definitionen
• allgemein: 1. (fast) alle od. alles betreffend; Ggs. besonders, speziell 8
2. überall verbreitet, bekannt 3. für alle bestimmt 9
• allgemein bildend: 1. eine allgemeine Bildung 2. Grundwissen vermittelnd (Schule) 10
• Bildung: geistige und innere Formung, Vervollkommnung, geistiges und inneres Geformtsein des Menschen, vielseitige Kenntnisse,
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Florian Huber, 2006, Der Begriff der Allgemeinbildung - Unter besonderer Berücksichtigung des Gymnasiums, Munich, GRIN Publishing GmbH
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