INHALT
INHALT 2
ABSTRACT 3
1 EINLEITUNG 4
2 DAS PHÄNOMEN MUSIKVIDEO 5
3 MEDIENWIRKUNG 6
4 GESCHLECHTERREPRÄSENTATION IN MUSIKVIDEOS 7
4.1 Tradition und Affirmation 7
4.1.1 Ausschluss des Weiblichen 7
4.1.2 männliches Begehren 7
4.1.3 Dominanz männlicher Blicke 8
4.1.4 Frauenkörper als Ornament 9
4.2 Der Bruch mit Konventionen Weiblichkeit als Hysterie 10
5 FAZIT 12
ANHANG 13
MEDIENVERZEICHNIS 14
Abstract
In the modern age the comprehension of the human body receives a new significance. Due to the new experience of the body as a visual construction, it no longer remains a simple biological fact, but is
transformed to an image. This staged physical appearance (of the body) gains access to society by using the channels of modern media communication. From a technological perspective, film as a medium offers the most recent possibility for (the occurrence of) this phenomena. Within this genre, the music video as a new form has developed, which will be at the center of the discussion here.
1 Einleitung
Musikvideos sind als moderne Erscheinung in den Diskursen um den zeitgenössischen kulturellen Prozess zu einem populären und auch akademisch anerkannten Untersuchungsgegenstand avanciert. Durch die komplexen ästhetischen Möglichkeiten und durch die Qualität der täglichen Verfügbarkeit stellt das Musikvideo ein attraktives Medium zur Repräsentation und Darstellung von Geschlecht dar. Die ständige Reproduktion von Stereotypen wird oft als bedrohlich erachtet.. Die körperliche Präsenz des Musikers bzw. der Musikerin steht im Vordergrund, die Decodierung findet so immer im geschlechtlichen Kontext statt. Die Thematik Geschlecht soll deshalb in dieser Arbeit ins Zentrum der Betrachtung gestellt werden, wobei der Fokus auf die Konstruktion von Weiblichkeit gelegt wird. Ziel dieser Arbeit soll es sein, in diesem Kontext ausgewählte Repräsentationsstrategien von Weiblichkeit darzustellen und zu kategorisieren. Zuvor erfolgt eine Einführung in das Phänomen Musikvideo. Auf das Themenfeld Medienwirkung kann in Folge nur oberflächlich eingegangen werden. Anschließend werden verschiedene Möglichkeiten von Geschlechterrepräsentation in Musikvideos dargestellt und erläutert.
Die Repräsentation der Frau wird zwar von gesellschaftlich dominanten Diskursen bestimmt und somit vor allem von der jeweiligen Vorstellung von Weiblichkeit im jeweiligen kulturellen System, jedoch kann auf dieses Themenfeld innerhalb dieser Arbeit nicht spezifisch eingegangen werden.
2 Das Phänomen Musikvideo
Musikvideos vereinen „avantgardistische Tendenzen der Medienkunst und Elemente der Populärkultur“, sind somit Teil einer „Cross Culture“ (Faulstich 2000:407). Künstlerische Avantgarde verschmilzt hier mit Werbung und Kommerz in einer experimentellen Verknüpfung von Ton und Bild. Sie sind Produkt und Werbung in einem. Diese multimedialen Kunstobjekte dienen seit Anfang der 70er Jahre der Visualisierung eines Pop-Songs, zur Repräsentation der Musiker und deren Images. Für Video-Clips gibt es keine vorgeschrieben Form. Ein typisches Merkmal ist die schnelle Schnittfolge, die im Extremfall ein Bild pro Sekunde betragen kann. Durch das Prinzip der „dosierten Rätselhaftigkeit“ wurden sie zu ästhetischen Objekten, die die heutige Medienbranche entscheidend prägen (vgl. Faulstich 2000:406f.).
„Das Muster liest sich ungefähr so. 30 Prozent Aufnahmen der spielenden Mus iker, lippensynchroner Gesang, breites Lächeln/ trauriges Gesicht à la Zeichentrickfilm, Glamour-Girls, ein Spritzer Sex (...) viele Tricks und vor allem viel Bewegung. Ein Schnitt mindestens alle 3 Sekunden ist notwendig, um die nachlassende Aufmerksamkeit der Zuschauer wieder aufzufangen. Die Zuschauer dürfen s ich nicht langweilen, denn schließlich ist das Pop! Und Pop macht Spaß!“ (Kopf zitiert in Winter 2000:259).
Ihren Absatzmarkt finden Video-Clips bei Sendern wie Viva und MTV. Musikvideos sind so zu einem wichtigen Bestandteil der jugendlichen Konsumkultur geworden. Denn gerade Jugendlichen ist es wichtig „Sänger und Musik nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen“ (Altrogge 1991:48).
In Musikvideos werden verschiedene Zeichensysteme (Musik, Bild, Sprache) kombiniert. Wenn von einem Text als semiotisches Potential ausgegangen wird, so sind verschiedene Bedeutungszuweisungen und Lesarten möglich. Die Polysemie der Texte ist jedoch nicht unendlich, da sich das Genre gewisser Konventionen bedient, die sich an den Erwartungen und Vorwissen des Rezipienten orientieren. Es werden textuell Lust und Begehren erzeugt, Emotionen vorgegeben und somit Identifikation nahegelegt. Dies geschieht nicht zuletzt durch das Thematisieren von Phantasien, Wünschen und Ängsten der Rezipienten. Der Rezipient bekommt innerhalb des textuellen Kontextes weibliche oder männliche Subjektpositionen angeboten durch die geschlechterspezifische Subjektivität konstruiert wird (vgl. Bechdolf 1999:50ff.).
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Ira Schiwek, 2005, Betrachtung neuer Medien - Das Phänomen Musikvideo: Geschlechterrepräsentation in Musikvideos am Beispiel des Frauenbilds , Munich, GRIN Publishing GmbH
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