Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Linguistics

Gesprächsanalyse

Title: Gesprächsanalyse

Term Paper , 2005 , 8 Pages , Grade: "keine"

Autor:in: Ann-Kathrin Christiansen (Author)

German Studies - Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit soll einen kleinen Einblick in die Gesprächsanalyse geben. Obwohl die Gesprächsanalyse eine relativ junge linguistische Teildisziplin ist, hat sie einen zu großen Umfang, um es an dieser Stelle ausführlich zu behandeln. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, mich auf einige Teilbereiche zu beschränke. Nach einer kleinen Einführung in die Gesprächsanalyse, werde ich im Folgenden den Sprecherwechsel und die Sprecher- und Hörerrolle genauer durchleuchten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Womit beschäftigt sich die Gesprächsanalyse?

3. Sprecherwechsel

4. Sprecherrolle

5. Hörerrolle

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit bietet einen grundlegenden Einblick in die linguistische Teildisziplin der Gesprächsanalyse. Dabei wird untersucht, wie mündliche Kommunikation zwischen Gesprächspartnern strukturiert ist, welche unbewussten Regeln den Austausch steuern und wie die Rollenverteilung zwischen Sprechern und Hörern den Gesprächsverlauf beeinflusst.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte der Gesprächsanalyse
  • Organisationsformen mündlicher Interaktion
  • Mechanismen und Formen des Sprecherwechsels (Turntaking)
  • Aufgaben und Dynamik der Sprecherrolle
  • Bedeutung der Hörerrolle und des Rückmeldeverhaltens

Auszug aus dem Buch

3. Sprecherwechsel (turntaking)

Der Sprecherwechsel ist die grundlegende Organisationsgröße eines Gesprächs. Im Dialog ist der Sprecherwechsel einfacher und regelmäßiger als in einem Gruppengespräch, weil es mehr Hörer gibt und nicht immer klar ist, wer als nächstes die Sprecherrolle erhält. Eine Sprecherrolle kann man durch Selbstwahl oder durch Fremdwahl gewinnen. Bei der Fremdwahl erteilt der vorhergehende Sprecher dem Nächsten die Sprecherrolle. Sie kann auf explizite oder implizite Art und Weise erfolgen. Die deutlichste Form ist der namentliche Aufruf. Die Fremdwahl kann aber auch durch nonverbales Verhalten erfolgen. Der vorhergehende Sprecher kann Blickkontakt aufnehmen oder die Wahl mit Mimik und Gestik verdeutlichen.

Bei der Selbstwahl ergreift der nächste Sprecher selbst das Wort. Die Selbstwahl kann nur erfolgen, wenn der Gesprächsbeitrag wirklich beendet ist, es keine Fremdwahl gab und kein Anwesender ein Sprechervorrecht hatte. Die Schwierigkeit liegt darin den Sprecherwechsel zu koordinieren, so dass nicht alle gleichzeitig versuchen das Wort zu ergreifen.

Der Sprecherwechsel kann verschiedene Formen haben. Es gibt den “glatten“ Sprecherwechsel. Der nächste Sprecher beginnt erst mit seinem Gesprächsbeitrag, wenn der vorherige Sprecher ausgesprochen hat. Es kann auch eine kleine Sprechpause entstehen (gab), die aber nur sehr kurz ist und nicht als unangenehm empfunden wird. Der Sprecherwechsel kann auch durch “Überlappen“ (overlapping) erfolgen. Die letzten Silben, Worte oder sogar die letzten Sätze werden mit den ersten Sätzen des nächsten Sprechers gleichzeitig gesprochen. Die überlappenden Passagen sind aber meistens sehr kurz. Das Überlappen wird nicht als störend empfunden, weil unsere Gesprächsbeiträge mit “Pufferzonen“ am Anfang und Ende ausgestattet sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Gesprächsanalyse als junge linguistische Teildisziplin vor und skizziert die Schwerpunkte der Arbeit, insbesondere den Sprecherwechsel sowie die Sprecher- und Hörerrollen.

2. Womit beschäftigt sich die Gesprächsanalyse?: Dieses Kapitel erläutert die wissenschaftliche Fundierung der Gesprächsanalyse, ihre Entstehung in den 70er Jahren sowie die zentrale Bedeutung situativer und kommunikativ-funktionaler Aspekte im mündlichen Sprachgebrauch.

3. Sprecherwechsel: Hier wird der Prozess der Rollenverteilung in Gesprächen durch Selbst- oder Fremdwahl sowie die verschiedenen Formen des Wechsels, wie das „Überlappen“, analysiert.

4. Sprecherrolle: Dieses Kapitel thematisiert das Anrecht des Sprechers auf Redezeit und die notwendigen Signale zur Steuerung des Gesprächsbeitrags.

5. Hörerrolle: Hier wird die aktive Funktion des Hörers durch Rückmeldeverhalten beleuchtet und dessen essenzielle Rolle für die Aufrechterhaltung der Kommunikation aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Gesprächsanalyse, Diskursanalyse, Sprecherwechsel, Turntaking, Kommunikation, Sprecherrolle, Hörerrolle, Rückmeldeverhalten, Gesprächsstruktur, Sprachwissenschaft, Pragmatische Wende, Mündlichkeit, Interaktion, Gesprächsführung, Interaktive Funktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen grundlegenden Überblick über die linguistische Disziplin der Gesprächsanalyse und betrachtet, wie mündliche Interaktion funktioniert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Organisationsprinzipien von Gesprächen, insbesondere die Dynamik des Sprecherwechsels sowie die Rollenverteilung zwischen Sprechern und Hörern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, durch welche unbewussten Regeln und Mechanismen Gespräche strukturiert werden und wie Kommunikation in Alltagssituationen gelingt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Analyse zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einem systematisch-empirischen Ansatz, der die Beobachtung und Transkription des mündlichen Sprachgebrauchs zur Grundlage der Analyse macht.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Sprecherwechsels, die Anforderungen an den Sprecher sowie die Bedeutung des Rückmeldeverhaltens für die Hörerrolle.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Gesprächsanalyse, Turntaking, Rückmeldeverhalten, Sprecherrolle und kommunikative Organisation.

Was genau versteht man unter einem „glatten“ Sprecherwechsel?

Ein „glatter“ Sprecherwechsel liegt vor, wenn der nächste Sprecher seinen Beitrag erst beginnt, nachdem der vorherige Sprecher seinen Beitrag vollständig beendet hat, ohne dass störende Pausen oder Unterbrechungen entstehen.

Warum ist das Rückmeldeverhalten des Hörers so wichtig?

Das Rückmeldeverhalten signalisiert Aufmerksamkeit und Zustimmung. Fehlt es, wird der Sprecher verunsichert, was den Gesprächsfluss stören oder zum Abbruch der Kommunikation führen kann.

Excerpt out of 8 pages  - scroll top

Details

Title
Gesprächsanalyse
College
University of Flensburg  (Germanistik)
Course
Gesprächsfähigkeit als Gegenstand von Sprachwissenschaft und Didaktik
Grade
"keine"
Author
Ann-Kathrin Christiansen (Author)
Publication Year
2005
Pages
8
Catalog Number
V67360
ISBN (eBook)
9783638603430
ISBN (Book)
9783656814696
Language
German
Tags
Gesprächsanalyse Gesprächsfähigkeit Gegenstand Sprachwissenschaft Didaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann-Kathrin Christiansen (Author), 2005, Gesprächsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67360
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  8  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint