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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Grundlage: Logogen-Modell von Morton (1980)
und Patterson (1988) 3
3. Begriffserklärungen 6
3.1 Phonem-Graphem-Korrespondenzen (PGK) 6
3.2 Neurolinguistik. 7
3.3 Oberflächendysgraphie (OFDG) 7
4. Patient. 9
4.1 Analyse der Schreibleistung im Januar 1987 9
4.2 Darstellung verbleibender Leistungen. 10
5. Silbische Einflüsse 11
5.1 Forschungsstand 11
5.2 Forschungen von Eisenberg, de Bleser und Domahs 12
5.2.1 „Silbeninitales h“ 13
5.2.2 Dehnungs-h 13
5.2.3 th -Schreibung. 15
5.2.4 Realisierung des langen, gespannten /i:/ 15
6. Schlussteil. 16
7. Literaturverzeichnis 17
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1. Einleitung
Der Hausarbeit liegt der Aufsatz „Silbische Aspekte segmentalen Schreibensneurolinguistische Evidenz“ von Eisenberg, de Bleser und Domahs zugrunde. Die Autoren möchten mehr über die segmentale Verarbeitung beim Schreiben erfahren, indem sie sich der Neurolinguistik bedienen. Eine Aphasie, die Oberflächendysgraphie, erlaubt es ihnen die segmentale Verarbeitungsroute weitestgehend isoliert zu betrachten, da bei den Patienten die lexikalische und semantische Verarbeitung gestört ist. Die Untersuchungen verfolgen das Ziel, die silbischen Einflüsse in der segmentalen Verarbeitung beim Schreiben zu erfassen. Ich werde zuerst das Logogen-Modell von Morton (1980) und Patterson (1988) vorstellen. Das ist nötig, weil es das Fundament für die ganze Analyse darstellt. Im Weiteren folgen die Begriffserklärungen zur Phonem-Graphem-Korrespondenz (PGK), Neurolinguistik und der Oberflächendysgraphie (OFDG).
Im nächsten Abschnitt werde ich den Patienten H.S. vorstellen, der von Eisenberg, de Bleser und Domahs analysiert wurde, um die silbischen Einflüsse der segmentalen Verarbeitung zu untersuchen.
Der letzte Abschnitt beinhaltet den Forschungsstand und die silbischen Analysen der Autoren.
2. Grundlage: Logogen-Modell von Morton (1980) und Patterson (1988) Die Autoren Eisenberg, de Bleser und Domahs haben das „Logogen-Modell zur Wortverarbeitung“ als ihre Grundlage festgelegt. Es ist ein Prozessmodell des Lesens und Schreibens. Morton verfasste 1969 bereits erste Arbeiten über den Worterkennungsvorgang beim Lesen. Diesen Entwurf entwickelte er weiter, so dass er 1979/80 sein Logogen-Modell veröffentlichte, welches dann auch Prozesse des Schreibens umfasste (vgl. Klicpera / Gasteiger-Klicpera 1995, S. 97).
Es wurden darauf viele Entwürfe entwickelt, die auf Mortons Modell basieren, z.B. von Patterson (1988). Die Modelle folgen dem Schema: Input - Verarbeitung - Output
Als Input dienen verschiedene Eingangsinformationen, wie z.B. Sprache oder Schrift. Der Output besteht aus der Sprache (beim Lesen) oder Schrift (beim Schreiben).
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Erreicht eine Information, z.B. ein Wort, das kognitive System, so wird das dazugehörige Logogen aktiviert. Wenn eine bestimmte Schwelle durch die Aktivierung überschritten wurde, kommt es zur Worterkennung (vgl. Klicpera / Gasteiger-Klicpera 1995, S. 97ff). Nach dem Logogen-Modell gibt es drei Routen, um ein Diktat zu schreiben: 1. Eine „innere“, semantische Verarbeitungsroute 2. Eine „direkte“, ganzheitlich-lexikalische Verarbeitungsroute 3. Eine „äußere“, segmentale Verarbeitungsroute (vgl. Domahs / De Bleser / Eisenberg 2001, S. 13-14)
Inwieweit die drei Routen beim Schreiben von Wörtern nach Diktat zusammenwirken, ist aber noch nicht geklärt. Es könnte sein, dass alle Routen versuchen, so schnell wie möglich zu einer richtigen Reaktion zu kommen und die schnellste Route dann verwendet wird. Es wäre aber auch möglich, dass das System der jeweiligen Sprache ausschlaggebend ist. Italiener haben eine Sprache mit eindeutiger Phonem-Graphem-Beziehung. Sie müssten die segmentale Verarbeitung vorziehen. Demgegenüber müssten die Engländer, weil das Englische eine Sprache mit vielfach mehrdeutiger Phonem-Graphem-Beziehung ist, die segmentale Route meiden und sich eher der ganzheitlich-lexikalischen Verarbeitungsroute bedienen (Ebd., S. 15).
Die Route, die im Weiteren genauer untersucht werden soll ist die segmentale Verarbeitungsroute. Die Abbildung 1 das Logogen-Modell nach Patterson (1988), welches von Dohmahs, De Bleser und Eisenberg etwas verändert wurde (vgl. 2001, S. 14). In dieser Abbildung wurde die segmentale Verarbeitungsroute blau hervorgehoben.
Arbeit zitieren:
Ann-Kathrin Christiansen, 2006, Silbische Einflüsse beim segmentalen Schreiben, München, GRIN Verlag GmbH
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