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Inhalt
1. Einleitung: Ziel und Beginn der Sachsenkriege 3
2. Militärische Organisation der Franken, Form der
Besatzung und die Missionierung der Sachsen 5
3. Die Hauptphase der Sachsenkriege:
Die Sachsenzüge 782-785 7
4. Die Feldzüge im Rückblick 10
5. Die Zeit nach 785 11
Literaturverzeichnis 13
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1. Einleitung: Ziel und Beginn der Sachsenkriege
Abb.: Der fränkisch-sächsische Grenzbereich im 8. Jahrhundert. 1
Das ostrheinische, bis ca. 50 km an das Flussufer heranreichende Gebiet nördlich von Hessen bis hin nach Thüringen ist im 8. Jahrhundert als Grenzbereich zwischen dem christlich-fränkischen Reich und dem Gebiet der heidnischen Sachsen zu betrachten. Hier kam es regelmäßig zu kleineren militärischen Auseinandersetzungen als Folge von gewaltsamen Grenzverletzungen durch die Sachsen. Jedoch wurden diese kriegerischen Aktionen bald nicht mehr primär durch zufällige lokale Unternehmungen und Machtkonstellationen ausgelöst. Sie verbanden sich vielmehr schon bald mit der − für die Zeit neuen − fränkischen Reichsidee, deren leitende Doktrin die "Einheit von Kirche und Staat" und letztlich die Wiedererrichtung des römischen Kaiserreiches in neuer, christlichfränkischer Gestalt war. Diese auch an anderen Grenzen des Reiches geltende politische und kulturelle Konzeption war es, die schließlich 772 zur Eroberung der sächsischen Eresburg führte.
In diesem Falle handelte es sich nicht nur um eine rein militärische Aktion, sondern die Besetzung ging einher mit der Zerstörung des für die heidnischen Sachsen wichtigsten Heiligtums, der Irminsul, die als hoher Holzstamm auf dem Gelände der Eresburg (heute Obermarsberg) stand.
1 Grafik entnommen aus http://de.wikipedia.org - Sonderartikel: Die Sachsenkriege
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Nicht zuletzt diese radikale, der fränkischen Reichsidee gemäße Maßnahme löste schließlich den offenen Aufstand der Sachsen und somit den eigentlichen „Sachsenkrieg“ aus. Dieser sollte 32 Jahre andauern und unter der Führung Karls des Großen endlich das bewerkstelligen, woran − neben anderen Problemen − fast 800 Jahre zuvor das römische Weltreich gescheitert war: die Unterwerfung Germaniens. Das Gelingen ist allerdings wohl nicht nur auf die Überlegenheit der Franken zurückzuführen, sondern auch auf die Tatsache, dass bei den „Sachsen“ die Tatkraft und die geographische Verbreitung der Germanen nicht mehr in dem Maße wie zu Zeiten des Germanicus bestand 2 . Eine nicht unwesentliche Anzahl sächsischer Adeliger hatte sich in Erwartung wirtschaftlicher oder politischer Vorteile bereits auf die Seite der Franken geschlagen, wodurch geschlossener Widerstand ohnehin illusorisch blieb. Vielmehr marschierten in zunehmendem Maße Sachsen an der Seite Karls gegen aufständische Sachsen.
Anfängliche, wenig organisierte Überfälle und kleinere sächsische (Rück-) Eroberungen sowie die jeweiligen fränkischen Reaktionen hierauf wichen, rein militärisch betrachtet, letztlich den offenen Feldschlachten der frühen 70er Jahre, die den Höhepunkt der Sachsenzüge darstellten. Dabei steigerte sich die Härte der Maßnahmen, zumal auf fränkischer Seite, erheblich. Nicht nur einmal schien das rechtsrheinische Gebiet nach mehreren Verhandlungen und Gesetzeserlassen bereits befriedet. Die tiefgreifenden politischen und religiösen Veränderungen, die König Karl gleichzeitig vorantrieb, und die Härte seines Vorgehens liessen den gewaltsamen Widerstand der Sachsen immer wieder aufflammen, sobald ein fränkisches Heer einem befriedeten Landstrich den Rücken gekehrt und seine unmittelbare Machtpräsenz aufgegeben hatte 3 .
Die vorliegende Arbeit wird sich mit den Sachsenzügen Karls des Großen in der Zeit von 782-785 beschäftigen. Hierbei werden die Ereignisse einerseits
2 Hans Delbrück spricht in seinem lange Zeit klassischen Werk Geschichte der Kriegskunst auf S. 2320, zeittypisch und glorifizierend sogar von nicht mehr gegebener "germanischer Urgewalt".
3 Fleckenstein, Karl der Große, S.36.
Arbeit zitieren:
Bernhard Wetzstein, 2005, Die Sachsenzüge Karls des Großen 782-785, München, GRIN Verlag GmbH
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Referat (Ausarbeitung), 23 Seiten
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