GLIEDERUNG
VORWORT 3
1 EINLEITUNG 4
1.1 DER ZEITRAUM 4
1.2 HÄNDLER IM MITTELALTER 4
1.3 SCHIFFSTYPEN 5
1.4 WÄHRUNG 6
2 DIE KOSTEN-NUTZE-NANALYSE 6
2.1 BEGRIFFSDEFINITIONEN 7
2.2 VORSTELLUNG DER KOSTEN-NUTZE-NANALYSE 7
2.3 ABGRENZUNG DER KOSTEN-NUTZE-NANALYSE 8
2.4 ABLAUFSCHEMA 8
3 DURCHFÜHRUNG ANHAND EINES FALLBEISPIELS 9
3.1 DEFINITION DESSEN, WAS UNTERSUCHT WERDEN SOLL 9
3.2 WELCHES ZIEL HAT MAN? WIE UND WODURCH MÖCHTE MAN DIESES ZIEL ERREICHEN? 10
3.3 AUFLISTUNG DER RELEVANTEN MAßNAHMEN ZUR ERREICHUNG DER ZIELE 11
3.4 UMSETZUNG DER MAßNAHMEN IN MONETÄR MESSBARE GRÖßEN 13
3.4.1 Ein-/Verkaufspreise in Indien bzw. Europa 13
3.4.2 Umrechnungstabelle 14
3.4.3 Kosten für die Flotte 15
3.4.4 Heuer der Besatzung 15
3.4.5 Verpflegung 16
3.5 ANALYSE UND FESTLEGUNG DER RAHMENBEDINGUNGEN 16
3.6 SENSITIVITÄTSANALYSE 17
3.7 AUFLISTUNG DER ALTERNATIVEN 19
3.8 KOSTEN-NUTZE-NVERGLEICH 20
3.9 BESCHREIBUNG DER INTANGIBLES 21
3.9.1 Ruhm und Ehre 21
3.9.2 Abenteuer/ neues Wissen 21
3.9.3 Zukünftige Einnahmen 22
3.9.4 Risiko 22
4 GESAMTBEURTEILUNG UND ENTSCHEIDUNG 22
5 KRITIK 23
6 LITERATURVERZEICHNIS 24
2
Vorwort
Die vorliegende Seminararbeit, verfasst von Michael Krause, Student der Internationalen Betriebswirtschaft und Außenwirtschaft an der FH Worms, begleitet von Dr. Germann Jossé, beschreibt die Wirtschaftlichkeitsanalyse des Vorhabens eines Handelsmannes im Mittelalter, ein Handelsschiff auszustatten, Waren einzukaufen und diese möglichst gewinnbringend wiederzuveräußern.
Hierzu wird zunächst eine knappe Übersicht der geschichtlichen Hintergründe im Allgemeinen und der Stellung der Schifffahrt im Mittelalter im Besonderen dargestellt, um dem Leser die damaligen Gegebenheiten nahe zu bringen. Daran anschließend werden die in der heutigen Wirtschaftslandschaft benutzten Analyseinstrumente vorgestellt und anhand eines konkreten geschichtlichen Fallbeispiels auf die damaligen Konstellationen angewandt, um eine Kosten-Nutzen-Analyse mit anschließender Stellungnahme bezüglich des Analyseergebnisses auszuarbeiten.
Abschließend werden die zuvor dargestellten Ergebnisse der Analyse und deren Tragweite für die Entwicklung und Untersuchung von Projekten zunächst auf die Gegenwart, wichtiger jedoch, auf die nahe Zukunft projiziert.
Ziel dieser Arbeit soll deshalb sein, zu zeigen, dass es bereits damals vorteilhaft gewesen wäre (bzw. war), Analysen der Projekte in diesem Umfang durch zu führen um eine tatsächliche (Un-)Wirtschaftlichkeit bereits im Vorhinein untersuchen beziehungsweise gewährleisten zu können.
Dadurch soll der Beweis erbracht werden, dass derartige Analysen sowohl in der heutigen als auch in der zukünftigen, weitaus komplexeren und vernetzteren Unternehmenslandschaft, zunehmend wichtiger sind und sein werden.
3
1 Einleitung
Da der geschichtliche Hintergrund nicht maßgeblich für die vorliegende Arbeit sein soll, wird hier nur ein kurzer Abriss dargestellt, um dem Leser einen Einblick in diejenigen Daten und Fakten des Handels im Mittelalter zu geben, welche für das eigentliche Thema benötigt werden.
1.1 Der Zeitraum
Grob kann man das Mittelalter auf den Zeitraum von ca. 500 bis 1500 n. Chr. festlegen. Genauer betrachtet erstreckte sich das Frühmittelalter von 500 bis 1100 n. Chr., das Hochmittelalter von 1100 bis ca. 1250 n. Chr. und das Spätmittelalter schließlich von 1250 bis 1500 n. Chr.
Im Folgenden soll für den kompletten Zeitraum von 500 bis 1500 der Begriff „Mittelalter“ benutzt werden, da eine detailliertere Untergliederung dieser Epoche keine zusätzlichen Lösungsaspekte bzgl. der Aufgabenstellung hervorbringen würde. Weiterhin beziehen sich die angeführten Beschreibungen und Beispiele hauptsächlich auf den in Europa durchgeführten Handel, da die dort getätigten Handelsgeschäfte am genausten und nachvollziehbarsten dokumentiert sind.
Händler im Mittelalter 1.2
„Krieg, Handel und Piraterie, dreieinig sind sie, nicht zu trennen.“ 1
Die meisten Menschen im Mittelalter, ob sie auf dem Land oder in der Stadt lebten, blieben ihr Leben lang zu Hause. Die Händler waren eine Ausnahme. Sie wagten es als einzige, die Handelsstraßen zu befahren.
Hierbei ist zu erwähnen, dass mit „Handelsstraßen“ grundsätzlich 2 verschiedene Transportwege beschrieben wurden: zum einen hatten Kaufleute die Möglichkeit, ihre Waren auf dem Landweg mit Zweiradkarren, Plan- oder Leiterwagen von einem Ort zum anderen zu befördern, oder aber sie entschieden sich für den Seeweg.
1 GOETHE, JOHANN WOLFGANG, Faust. Der Tragödie Zweiter Teil, 5. Akt, 2. Aufzug, Stuttgart 2000.
4
Letzterer hatte den Vorteil, auch große Mengen an Waren in vergleichsweise kurzen Zeitspannen ans Ziel befördern zu können.
Die Zeitersparnis durch den Transport via Schiff senkte somit die relativen Transportkosten und machte außerdem den Handel mit konservierten verderblichen Waren über weite Entfernungen überhaupt erst möglich.
Zwar waren bspw. italienische Kaufleute des frühen Mittelalters auf Grund des enormen Wertes von Smaragden, Saphiren und Rubinen durchaus bereit, „[…] die Risiken und Kosten einer Reise auf dem Landweg in Städte wie z.B. Delhi auf sich zu nehmen, um dort Edelsteine einzukaufen.“ 2 , dennoch wurden wertvolle Gewürze, Pelze oder Perlen auch über den Seeweg transportiert. Denn da diese Güter „[…] so wertvoll waren, lohnten sich [sogar] die hohen Kosten des Transports mit bewaffneten Galeeren statt mit gewöhnlichen „runden“ Schiffen.“ 3
1.3 Schiffstypen
Eines der wohl bekanntesten Schiffe aus dieser Epoche ist die „Santa Maria“, das Flagschiff von Christoph Kolumbus während seiner ersten Expedition 1492. Zwar wurde das Wrack dieses legendären Segelschiffes nie gefunden, vermutlich handelte es sich aber um eine ca. 25 m lange und 8 m breite so genannte Karacke, welche eine maximale Geschwindigkeit von ca. 9 Knoten erreicht haben dürfte. Für die weiter unten durchgeführte Analyse ist hauptsächlich die Traglast der benutzten Schiffe von Bedeutung.
Die Karacke als wahrscheinlich größter Schiffstyp des Mittelalters konnte bis zu 500t Gewicht tragen und wurde teilweise als Kriegs-, teilweise aber auch als Handelsschiff verwendet. Andere Schiffsarten, welche hauptsächlich gegen Ende des Mittelalters und in der beginnenden Neuzeit benutzt wurden, waren so genannte Koggen, Karavellen oder Kraweelen mit ähnlichen Daten. 4
2 SPUFFORD, PETER, Handel, Macht und Reichtum. Kaufleute im Mittelalter, Darmstadt 2004, S.239.
3 SPUFFORD, PETER, Handel, Macht und Reichtum. Kaufleute im Mittelalter, Darmstadt 2004, S.231.
4 Vgl.: CLAUDE, DIETRICH, Untersuchungen zu Handel und Verkehr der vor- und frühgeschichtlichen Zeit in Mittel-und Nordeuropa - Teil II, Göttingen 1985, S.31-70.
5
Währung 1.4
Die Menschen im Mittelalter kamen lange Zeit ohne Geld aus. Im ländlichen Raum herrschte fast ausschließlich Naturalhandel in Form von Lebensmittel-, Werkzeug- oder Dienstleisungsaustausch untereinander.
Doch v.a. die sogenannte „Handelsrevolution des 13. Jahrhunderts“ 5 , welche sich durch den Ausbau der Verkehrswege, schnellere Fortbewegungsmittel und den grenzübergreifenden Handel vollzog, förderte das Bedürfnis nach einem flexiblen, dauerhaften und leicht teilbaren Tauschmittel in Form des Geldes. 6
Dieses Bedürfnis wurde zunächst durch die breite Akzeptanz von werthaltigen Gegenständen wie Edelsteinen oder Perlen als Gegenwert für Waren befriedigt. Später dann wurden stabförmige Barren aus Edelmetallen wie Kupfer, Silber oder Gold gehandelt, bevor gegen Ende des Mittelalters Münzen eingeführt wurden. Dabei bemaß sich der Wert dieser Münzen nach ihrem Gewicht und ihrem Material. Um die nun folgenden Analysen möglichst verständlich und nachvollziehbar zu gestalten ist es deshalb nötig, die damaligen Wertverhältnisse in die heute geltenden Währungen zu übertragen, um dem Leser eine ungefähre Vorstellung der Kaufkraft bzw. dem Wert der gehandelten Waren allgemein zu geben. Dies soll unter 3.4 erfolgen.
2 Die Kosten-Nutzen-Analyse
Genauso wie Unternehmer heute investierten Händler damals, weil sie sich davon einen wirtschaftlichen Gewinn versprachen.
Um die Wirtschaftlichkeit einer solchen Unternehmung zu untersuchen, soll nun eine Kosten-Nutzen-Analyse eines Handelsprojektes im Mittelalter erfolgen. Grundsätzlich gilt, dass Investitionsentscheidungen nie allein auf Grund der Ergebnisse einer Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt, sondern durch sog. statische, z.B. Kostenvergleichs- oder Gewinnvergleichsrechung und dynamische Methoden wie bspw. Kapitalwert- oder
5 SPUFFORD, PETER, Handel, Macht und Reichtum. Kaufleute im Mittelalter, Darmstadt 2004, S.14.
6 Vgl.: SPUFFORD, PETER, Handel, Macht und Reichtum. Kaufleute im Mittelalter, Darmstadt 2004, S.14ff.
6
Arbeit zitieren:
Michael Krause, 2006, Das Ausstatten eines Handelsschiffes im Mittelalter - Kosten Nutzen Analyse und strategische Überlegungen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Der Propagandafilm im Dritten Reich am Beispiel von Hans Steinhoffs &q...
Hausarbeit, 34 Seiten
Liebeskonzepte in Rojas‘ "La Celestina"
Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde
Seminararbeit, 14 Seiten
Naturrisiken in Lateinamerika und der Karibik und ihre Implikationen f...
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Hausarbeit (Hauptseminar), 33 Seiten
Die Geschichte Dänemarks, der Färöer Inseln, Islands und Grönlands
Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
Die Ankunft der Portugiesen in China und die chinesisch-portugiesische...
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit (Hauptseminar), 29 Seiten
Arbeitsteilung in Manufaktur und Industrie
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Seminararbeit, 14 Seiten
Kriegs- & Antikriegsfilme - Definitionen, Geschichte & Kontrov...
Hausarbeit, 20 Seiten
DDR-Medien als Konstrukteure kollektiver Erinnerung an den Nationalsoz...
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Bachelorarbeit, 46 Seiten
Skandinavismus und nordische Zusammenarbeit
Geschichte Europa - and. Länder - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Nationalsozialistische Propaganda im Dritten Reich und im 2. Weltkrieg
Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Hausarbeit, 24 Seiten
Staat und Industrialisierung in Sachsen 1815-1830
Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Hausarbeit, 23 Seiten
Die Darstellung der Schlacht um Stalingrad in den deutschen Filmen Hun...
Seminararbeit, 30 Seiten
Das Weltbild der Celestina und die Figur der Melibea
Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde
Seminararbeit, 18 Seiten
Theorien der semantischen Entwicklung am Beispiel der Semantischen Mer...
Hausarbeit (Hauptseminar), 12 Seiten
Michael Krause hat den Text Das Ausstatten eines Handelsschiffes im Mittelalter - Kosten Nutzen Analyse und strategische Überlegungen veröffentlicht
Michael Krause hat einen neuen Text hochgeladen
Kosten-Nutzen-Analyse und ökonomische Politikbewertung 1
Wohlfahrtsmessung und betriebs...
Oskar Gans, Rainer Marggraf
Management Strategischer Kooperationen im Bereich Forschung und Entwic...
Eine empirische Untersuchung v...
Ralf Ermisch
Financial Liberalization in Developing Countries
Issues, Time Series Analyses a...
Abdullahi Dahir Ahmed, Sardar M. N. Islam
Formulation of Appropriate Laws
A New Integrated Multidiscipli...
Sardar M. N. Islam, Paul White
Solutions for the World's Biggest Problems: Costs and Benefits
Costs and Benefits
Bjorn Lomborg
Cost-Benefit Analysis of Environmental Goods by Applying Contingent Va...
Some Japanese Case Studies
Uddin Sarwar Ahmed, Keinosuke Gotoh
0 Kommentare