Inhaltverzeichnis
I Einleitung 3
II Lernen 4
1. Soziales Lernen
2. Globales Lernen 5
6
2.1. Methodische Kompetenz
2.2. Sozial-kommunikative Kompetenz
6
2.3. Personale Kompetenz
3. Interkulturelles Lernen
7 III Globale und interkulturelle Erziehung
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1. Die Unhintergehbarkeit des Anderen
2. Differenz und Alterität
12 V Schlussbemerkungen
3
I. Einleitung
Unabhängig von Kultur, Glaube, Rasse u.a. haben alle Menschen etwas Gemeinsames. Sie lernen. Lernen ist ein unvermeidbarer, lebenslanger Prozess. Das Lernen ist ein Bestandteil eines jeden. Lernen findet in der Schule, auf der Straße, beim Studieren von Büchern sowie bei dem Zusammenleben mit anderen Menschen statt. D.h. man lernt aus Büchern, in Institutionen oder von anderen Menschen. Kein Mensch kann ohne soziales Umfeld existieren. Er kann nicht alleine leben, da wir heute auf den Anderen angewiesen sind. Für jede Gesellschaft und jedes Subjekt stellt der Umgang mit dem Anderen eine unverzichtbare Voraussetzung dar. Wir brauchen die Anderen. Wie oben erwähnt, unabhängig von Kultur und Glaube, ist jeder Mensch ein Individuum, welcher in dem Sinne interessant ist, da er ein breites Spektrum an Neugierde und an etwas neuem weckt. Aber wer sind die Anderen? Eine allumfassende und konkrete Definition der Anderen ist nicht gegeben. Wer als Anderer empfunden wird, ergibt sich aus Prozessen des Sich-in-Beziehung-Setzens mit einem inneren oder äußeren Gegenüber. Die Figurationen des Anderen sind vielfältig: der Fremde, der Feind, der Freund, das andere Geschlecht. In dieser Arbeit werden die Anderen als „Fremde“ verstanden werden. Unter „Fremd“ ist im Allgemeinem der Mensch gemeint, der einer anderen Kultur angehört respektive einen anderen Glauben ausübt. In dieser Arbeit wird der „Fremde“ dem „Ausländer“ gleichgestellt. Als Ausländer werden Menschen bezeichnet, „die sich nach den Eigenschaften der Staatsangehörigkeit, der ethnischen Zugehörigkeit, der geographischen Herkunft oder der familiären Abstammung von anderen Einwohnern des Landes, aus dessen Perspektive die Betrachtung erfolgt, unterscheiden.“ 1 Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob von den Anderen gelernt werden kann. Können die Anderen als Lerngegenstand dienen? Um diese Fragen zu beantworten wird zuerst auf das Lernen (als Prozess) und danach auf die interkulturelle Erziehung und interkulturelle Bildung eingegangen werden. Interkulturelle Bildung und interkulturelle Erziehung sind Aspekte einer pluralistischen Gesellschaf, welche mitunter von der Globalisierung geprägt sind. Neben negativen Auswirkungen der Bildungsglobalisierung, kann dieser auch ein
1 www.wikipedia.de/ausländer
4
positiver Effekt zugeschrieben werden. Nämlich, „lernen, Wissen zu erwerben, lernen, zu handeln, für das Leben lernen und lernen mit anderen zu leben.“ 2
II. Lernen
„Lernen“ ist schwer definierbar, da dieses ein sehr breites Spektrum umfasst. Der Begriff „Lernen“ wird auf verschiedene Verhaltensweisen angewandt. Damit diese in Beziehung zum Begriff „Lernen“ gebracht werden können, müssen sie zwei Bedingungen erfüllen. Sie müssen sich verändern, und zwar im Laufe der Zeit. Die Veränderung wird meistens als Verbesserung verstanden. So beschreibt auch Lewin Lernen als „etwas besser tun als vorher“ 3 . Nicht die Veränderung des Verhaltens selbst, sondern die Prozesse, die zu diesen Änderungen geführt haben, werden als „Lernen“ bezeichnet. Daraus folgt, dass „Lernen“ ein Prozess ist. 4 Soziales Lernen, Globales Lernen und Interkulturelles Lernen sind besondere Lehr- und Lernansätze, die im Folgenden kurz dargestellt werden.
1. Soziales Lernen
Der Begriff des „ Sozialen Lernens“ hat in verschiedenen Wissenschaftsbereichen diverse Bedeutungen. So versteht z.B. die Sozialpsychologie unter „sozialem Lernen“ etwas ganz anders als die Pädagogik.
In der Pädagogik ist der Begriff „Soziales Lernen“ mit „Lernen im sozialen Verband“ gleich zu setzen. Er steht im Gegensatz zu Begriffen wie „individuelles Lernen“. Bei dem sozialen Lernen spielt Kommunikation eine wichtige Rolle (z.B. der Lehrer ist das Informationszentrum für seinen Schüler). „Soziales Lernen“ in der Pädagogik ist eine Forderung, die mit Hilfe stark kommunikativ orientierter Unterrichtsformen verwirklicht werden kann. 5 Der Begriff wird auch als „Lernen im sozialen Feld“ verstanden. Der Mensch lernt in der sozialen Interaktion. Er braucht eine soziale Umwelt, um überhaupt „überleben“ zu können. Aber der Mensch lernt auch in der Auseinandersetzung mit den Dingen. Daneben gibt es noch das Problem des „incidentellen Lernens“, dass man auch gleichsam „unbewusst“, ohne jede
2 Engelhard, K., Globalisierung, Münster 2005
3 Vgl. dazu: Lewin, K., Feldtheorie in den Sozialwissenschaften, Stuttgart 1963
4 Vgl. dazu: Marmet, O., Soziales Lernen, Zürich 1968
5 Ebda.
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Liliya Stoyanova, 2006, Das Andere als Lerngegenstand unter den Aspekten der globalen und interkulturellen Erziehung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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