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Inhaltverzeichnis
I. Einleitung
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II. Zum Quellen- und Literaturstand
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III. Konflikt
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1. Begriffsbestimmung 5
2. Typologie der Konflikte 5
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2.1. Der echte Konflikt
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2.2. Der nahe liegende Konflikt
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2.3. Der verlagerte Konflikt
6
2.4. Der falsch zugeordnete Konflikt
6
2.5. Der latente Konflikt
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2.6. Der falsche Konflikt
3. Funktionen der Konflikte 7
IV. Konfliktlösung und Konfliktlösungsansätze
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1. Moralstufen und Moralerwerb.
Der kognitiv-entwicklungstheoretische Ansatz
von Lawrence Kohlberg 9
9
1.1. Präkonventionelles Niveau
9
1.2. Konventionelles Niveau
10
1.3. Postkonventionelles oder prinzipiengeleitetes Niveau
2. Thomas Gordon- „Lehrer-Schüler-Konferenz“ 10
3. Das „KUK-Konzept“ - Konzept
f ür kreativen Umgang der Kinder mit Konflikten 15
V. Schlussbemerkungen
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VI. Quellen und Literatur
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3
I. Einleitung
Das Leben eines jeden Menschen ist vielseitig und unterschiedlich strukturiert. Dieses ist von Erfolgen und Niederlagen geprägt. Jeder Mensch lebt in einer Welt, begleitet von Harmonie und Streit, von Frieden und Konflikten. Alle diese Faktoren sind untrennbare Begleiter unseres Lebens - sie gehören dazu. Damit wir unser Leben „vernünftig“ gestalten können, ist es notwendig, „richtig“ mit diesen umzugehen. Es ist selbstverständlich, dass jeder in Frieden und Einklang mit seiner Umwelt leben möchte, jedoch die Mannigfaltigkeit von Menschen und deren Charaktere „erlauben“ es ihm nicht seinen Traum zu erfüllen. Jeder Einzelne hat eigene Vorstellungen von Lebensführung und Lebensstil. Er lebt in einer Gesellschaft, in der unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen präsent sind. Der Bedarf eines jeden, seine Wünsche, Bedürfnisse und Meinungen zu äußern, führt oft zu Auseinandersetzungen und Konflikten. Für die meisten Menschen sind Konflikte unangenehm, aber sie sind Fakt. Jeder muss in der Lage sein, diese bewältigen zu können. Er muss die Kompetenz besitzen, mit diesen umgehen zu können. Diese Kompetenz besteht darin, dass die Menschen miteinander kooperieren und zusammen nach kreativen Konfliktlösungen suchen.
Konflikte treten in verschiedenen Formen und in verschiedenen Bereichen auf, wie z.B. in der Schule, der Familie, der Politik, den Medien u.a. Es ist schwer, ein allgemeingültiges Konzept dafür zu finden, wie mit Konflikten umgegangen werden soll, so dass alle Lebensbereiche berücksichtigt und miteinbezogen werden. Alles hängt von der Werte- und Normenerziehung und der Moralentwicklung ab. Es ist wichtig, dass jeder Mensch bestimmte Werte und Normen kennt und über ein gewisses Maß an Moral verfügt.
Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung von verschiedenen Konfliktlösungsansätzen und deren Umsetzung in einem umfangreichen und komplexen Bereich, nämlich der Schule. Es kann behauptet werden, dass eben die Schule eine gesellschaftliche Institution ist, in der eine Vielzahl von Konflikten präsent ist. In Anbetracht dessen und vor dem Hintergrund der Schulpflicht, betrifft ein Konflikt die Lebensweise und die Entwicklung eines jeden Betroffenen. Deshalb ist die Schule, als pädagogische
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Institution, verpflichtet, sich mit den jeweiligen Konflikten auseinanderzusetzen und zu versuchen diese zu beseitigen.
Vor diesem Hintergrund werden in dieser Arbeit zunächst Konflikte definiert, es wird auf deren Typologie verwiesen und ihre Funktionen werden erläutert, um dann auf drei konkrete Konfliktlösungsansätze näher einzugehen. Weiterhin wird es die Aufgabe dieser Arbeit sein, mit Hilfe einer ausgewählten Methode zur Konfliktlösung ein aktuelles Beispiel zu konkretisieren und zu analysieren. Dabei stellen sich unweigerlich die Fragen: Gibt es eine effektive Konfliktlösungsmethode? Ist es notwendig (und falls ja), auf Konflikte hinzuweisen? Inwiefern ist eine Konfliktlösung für den persönlichen Erkenntnisgewinn nützlich?
II. Zum Quellen- und Literaturstand
An dieser Stelle soll kurz auf den allgemeinen Quellen- und Literaturstand zum Themenbereich Konflikte respektive Konfliktlösungsansätze und auf der in dieser Hausarbeit verwandten Literatur und den exzerpierten Quellen verwiesen werden. Nach einer gründlichen Recherche kann festgestellt werden, dass der Quellen- und Literaturbestand zu der hier behandelten Thematik mannigfaltig und es nicht an einer Vielzahl aktueller Forschungserkenntnissen diesbezüglich mangelt. Trotz dieses Faktums werden in der vorliegenden Arbeit primär frühere Forschungsergebnisseals theoretische Grundlage zur Analyse der Fragestellung - herangezogen und verwandt werden. Der Grund für die Präferenz älterer Literatur liegt darin begründet, aktuelle Konflikte respektive Konfliktlösungsansätze unter dem Prisma der ursprünglichen Theorien zu analysieren, um diese (Theorien) im Anschluss als Grundlage aktueller Konfliktfälle zu verifizieren oder zu negieren.
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III. Konflikte
1. Begriffsbestimmung
Bei dem Versuch, Konflikte zu definieren, wird deutlich, dass keine allgemeingültige Definition gegeben ist. Es hängt von der Tatsache ab, dass dieser Begriff universell verwendbar ist und in den verschiedenen Bereichen unterschiedlich zu definieren ist. Grob skizziert, existieren Konflikte dann, wenn nicht zu vereinbarende Handlungstendenzen aufeinander stoßen 1 . Dieser Widerstreit der Tendenzen kann in einer Person oder einer Gruppe auftreten. Ein Konflikt, der sich auf einzelne Personen beschränkt, ist der interpersonale 2 . Hierbei handelt es sich um einen Konflikt, den wir mit uns selbst austragen. Häufig geht es um Entscheidungen, die wir fällen müssen, wie z.B. die Entscheidung über einen neuen Arbeitsplatz. Konflikte, die mehrere Personen umfassen, werden als intergruppale Konflikte bezeichnet 3 . Ein typisches Beispiel hierfür ist der Streit zwischen zwei oder mehreren Schülern.
Nach Ulrich sind Konflikte „’der Kampf der Motive’: das Gegeneinanderstehen oder Gegeneinanderwirken von mehreren Trieben, Strebungen, Wünschen, Willensregungen usw.“ 4
2. Typologie der Konflikte
Nach Morton Deutsch können folgende Konflikte, in Hinblick auf die Beziehung zwischen dem objektiven Stand der Dinge und dem Stand, wie er von den Konfliktparteien wahrgenommen wird, unterschieden werden. 5
2.1. Der echte Konflikt
Der echte Konflikt existiert objektiv und wird von den Konfliktparteien auch so wahrgenommen. Er hängt nicht von einem leicht veränderbaren Faktor in der
1 Vgl. dazu: Deutsch, Morton, Konfliktregelung, München 1976
2 Ebd.
3 Ebd.
4 Ulrich, D., Konflikt und Persönlichkeit, München (Oldenbourg) 1971
5 Deutsch, Morton, Konfliktregelung, München 1976
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Umwelt ab (z.B. Wenn ein Paar in einer Einzimmerwohnung zusammen wohnen und die eine Person schlafen, aber die Andere laut Musik hören möchte, dann haben sie einen „echten Konflikt“, da beide Aktivitäten nicht gleichzeitig stattfinden können). Es ist schwierig, echte Konflikte ohne Streit zu lösen- es sei denn, beide Parteien kooperieren genügend, um gemeinsame Prioritäten zu setzen, oder beide Parteien einigen sich auf eine neutrale, von beiden akzeptierte Lösung.
2.2. Der nahe liegende Konflikt
Hier hängt der Konflikt von einem sich rasch veränderten Faktor ab, der aber von den Konfliktparteien nicht wahrgenommen wird. So wäre der oben erwähnte echte Konflikt ein nahe liegender Konflikt, wenn es z.B. ein anderes Zimmer in der Wohnung gäbe. So kann der Konflikt gelöst werden, da die sich überschneidenden Bedürfnisse befriedigt werden könnten.
2.3. Der verlagerte Konflikt
Bei dieser Konfliktart argumentieren die Konfliktparteien mit irrelevanten Anliegen. Sie streiten sich über Sachen, die nichts mit dem „Hauptkonflikt“ zu tun haben. Bei unserem Beispiel würde das bedeuten, dass nicht die Musik die eine Person stört, sondern, dass sie mehr Aufmerksamkeit von der Anderen bekommen möchte. Der Konflikt, der erfahren wird, ist der offene Konflikt, und der Konflikt, der nicht direkt ausgesprochen wird, der zugrunde liegende Konflikt.
2.4. Der falsch zugeordnete Konflikt
Hierbei spielt sich der Konflikt zwischen den falschen Parteien ab und gewöhnlich auch über die falschen Probleme. Ein Beispiel dafür wäre, wenn z.B. zwei Personen einen Konflikt während eines Sportwettbewerbs haben und eine von beiden seinen Unmut an dem Kind des anderen „auslässt“.
2.5 . Der latente Konflikt
Dieser Konflikt ist in der Wirklichkeit vorhanden, aber er ist noch nicht wirksam oder sichtbar. Ein Beispiel: wenn es nachgewiesen ist, dass Männer in den
Arbeit zitieren:
Liliya Stoyanova, 2006, Konflikte und Konfliktlösungsansätze, München, GRIN Verlag GmbH
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