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Schulautonomie in den Niederlanden

Title: Schulautonomie in den Niederlanden

Seminar Paper , 2001 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Reto Stein (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Summary Excerpt Details

Die Diskussion um Schulautonomie wird heute in ganz Europa
geführt. Als besonders fortgeschrittenes Land stellt sich dem
Betrachter hier die Niederlande dar, in welcher es eine lange
Tradition für Schulautonomie gibt. Diese historische Entwicklung
darzustellen, bildet den ersten Teil dieser Arbeit.
Um aber nicht Gefahr zu laufen, nur aus historischer, sondern vor
allem aus pädagogischer Sicht das niederländische
Autonomiemodell im allgemeinen wie in Bezug auf die
Elementarschulen zu betrachten, werden im folgenden die
wesentlichen Elemente von Schulautonomie kurz
herausgearbeitet, um dann das niederländische
Elementarschulsystem zu skizzieren. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Argumentationslinien

1.1 Pädagogische Argumentation

1.2. Ökonomisch-managementtheoretische Argumentation

2. Aspekte von Schulautonomie

2.1. Finanzielle Autonomie

2.2. Organisatorische / administrative Autonomie

2.3. Pädagogische Autonomie

2.4. Personelle Autonomie

3. Historische Entwicklung des niederländischen Autonomiemodells

3.1. „Niederländische Mentalität

3.2. Eckpunkte in der Geschichte der niederländischen Schule

3.2.1. Phase des staatlichen Bildungsmonopols (1795-1813)

3.2.2. Phase der Emanzipation (1815-1917)

3.2..3. Phase der konfessionellen Gleichbehandlung (1917-1980)

3.2..4. Phase der erweiterten Autonomie (seit 1980)

4. Autonomie der niederländischen Basisschule

4.1. Das Prinzip der „Verzuiling“

4.2. Das Prinzip der Unterrichtsfreiheit

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Modell der Schulautonomie in den Niederlanden, wobei der Schwerpunkt auf der historischen Entwicklung und der praktischen Umsetzung im Elementarschulsystem liegt. Ziel ist es, die pädagogischen sowie strukturellen Rahmenbedingungen zu analysieren, die den niederländischen Schulen einen hohen Grad an Eigenverantwortung ermöglichen.

  • Historische Entwicklung des niederländischen Schulsystems
  • Pädagogische und ökonomische Argumentationslinien für Schulautonomie
  • Bedeutung des Prinzips der „Verzuiling“ und der Unterrichtsfreiheit
  • Analyse der Autonomie der niederländischen Basisschule
  • Vergleich staatlicher Reglementierung versus schulischer Selbstverwaltung

Auszug aus dem Buch

3.1. „Niederländische Mentalität

Vor der Wende zum 19. Jahrhundert ist das Schulwesen private Angelegenheit, „Unterrichtung“ erfolgt in dem staatlichen Verbund von Provinzen, der „Republiek der Zeven Verenigde Nederlanden“ zumeist durch Kirchen und Klöster. Der Staatsaufbau - als Verbund von relativ autonomen Provinzen - wurde während des Jahrzente andauernden Konflikts mit Spanien erworben.

In dieser Zeit hat sich eine „niederländische Mentalität herausgebildet, die gerade für die Entwicklung des Schulwesen eine besondere Rolle spielte. Vier besondere Charakteristika der niederländischen Bevölkerung, die bis heute andauern, können ausgemacht werden.

(1) Hier ist zum einen die multi-kulturelle Zuusammensetzung der Bevölkerung zu nennen, die sich aus der ständigen Aufnahme von Flüchtlingen sowohl aus Europa als auch aus Übersee ergeben hat; das Zusammenleben verschiedener Nationalitäten stellt keine Herausforderung an die niederländische Gesellschaft sondern ist Normalität.

(2) In der Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger ist der Staat ein notwendiges Instrument, steht aber außerhalb des privaten Interesses und nimmt somit einen sehr geringen Stellenwert in der Lebenswelt ein. Stärker ausgeprägt zeigt sich der Wunsch nach „individueller Freiheit und kaufmännsicher Offenheit“.

(3) Die Bevölkerung kann grob in drei Gruppen eingeteilt werden, katholisch, evangelisch und humanistisch, wodurch in Fragen der Erziehung notwendigerweise eine hohe Toleranz herrschen muß, um Zusammenleben zu organisierern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Argumentationslinien: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Begründungen für Schulautonomie aus pädagogischer Sicht (Selbstbestimmung, Demokratisierung) sowie aus ökonomisch-managementtheoretischer Perspektive.

2. Aspekte von Schulautonomie: Hier werden die verschiedenen Dimensionen der Autonomie, wie die finanzielle, administrative, pädagogische und personelle Entscheidungsfreiheit, definiert und differenziert.

3. Historische Entwicklung des niederländischen Autonomiemodells: Dieses Kapitel beleuchtet die kulturellen Besonderheiten sowie die chronologische Entwicklung des Schulwesens von der Ära des Bildungsmonopols bis zur heutigen erweiterten Autonomie.

4. Autonomie der niederländischen Basisschule: Hier wird die konkrete Ausgestaltung der Autonomie im niederländischen Alltag untersucht, insbesondere unter Berücksichtigung der Prinzipien der „Verzuiling“ und der Unterrichtsfreiheit.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Fortschrittlichkeit des niederländischen Systems zusammen und ordnet die konfessionelle Prägung sowie die Rolle der Reformpädagogik kritisch ein.

Schlüsselwörter

Schulautonomie, Niederlande, Basisschule, Bildungspolitik, Reformpädagogik, Verzuiling, Unterrichtsfreiheit, Bildungsmonopol, Emanzipation, Schulentwicklung, pädagogische Freiheit, Bildungsmanagement, Schulkampf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept der Schulautonomie im niederländischen Bildungssystem und untersucht, wie sich dieses historisch entwickelt hat und heute in der Praxis umgesetzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Argumente für Schulautonomie, die historischen Meilensteine des niederländischen Bildungswesens sowie die rechtliche und praktische Ausgestaltung der Autonomie für Basisschulen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das niederländische Modell durch eine lange Tradition historisch gewachsener Freiheiten ein fortschrittliches und autonomes Elementarschulsystem ermöglicht hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, um die bildungspolitischen und historischen Konzepte sowie die verschiedenen Argumentationslinien wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begründungen für Schulautonomie (pädagogisch vs. ökonomisch) dargelegt, gefolgt von einer detaillierten historischen Chronologie und der spezifischen Anwendung der Autonomieprinzipien in den niederländischen Basisschulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schulautonomie, die niederländische „Verzuiling“, Unterrichtsfreiheit, Bildungsgeschichte und pädagogische Profilbildung.

Wie prägt das Prinzip der „Verzuiling“ das niederländische Schulsystem?

Die „Verzuiling“ oder Versäulung beschreibt die Aufteilung der Gesellschaft und des Schulwesens in weltanschauliche Gruppen (katholisch, protestantisch, staatlich), was die Struktur des Schulsystems bis heute stark beeinflusst.

Welchen Stellenwert nimmt die „pädagogische Autonomie“ in den Niederlanden ein?

Die pädagogische Autonomie erlaubt den Basisschulen eine weitgehende Gestaltung der Lehrpläne, die freie Wahl von Lehr- und Lernmitteln sowie die Entwicklung eines eigenständigen pädagogischen Profils, an dem sich Eltern orientieren können.

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Details

Title
Schulautonomie in den Niederlanden
College
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Pädagogik)
Course
Seminar: Schulautonomie und Chancengleichheit
Grade
1,7
Author
Reto Stein (Author)
Publication Year
2001
Pages
16
Catalog Number
V6749
ISBN (eBook)
9783638142519
Language
German
Tags
Schulautonomie Verzuiling Unterrichtsfreiheit Basisschule Niederlande Schulpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Reto Stein (Author), 2001, Schulautonomie in den Niederlanden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6749
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