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Akteure deutscher Kolonialherrschaft

Título: Akteure deutscher Kolonialherrschaft

Presentación (Redacción) , 2006 , 25 Páginas

Autor:in: Oliver Kumpfert (Autor)

Política - Región: África
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Die Geschichte des Kontinents Afrika ist wesentlich länger und vielfältiger, als die Menschen im Norden der Welt auch nur ahnen. Sie beginnt nicht erst vor 500 Jahren mit dem Anlanden europäischer Handelsschiffe.
Das Meiste und Wichtigste ist jedoch verloren oder wurde bislang ignoriert, einfach deshalb, weil es nicht in die heute vorherrschende Weltsicht passt.
An dieser Entwicklung haben die europäischen Kolonialmächte der Neuzeit -Portugal, Spanien, Niederlande, England, Frankreich, Belgien, Deutschland und Italien- ihren gehörigen Anteil. Es war historisch gesehen nur eine kurze Zeitspanne, in der die Europäer den gesamten Kontinent Afrika in Kolonien untereinander aufteilten, ohne auf die Bewohner auch nur die geringste Rücksicht zu nehmen. Die Folgen dieser Zeit sind allerdings auch heute noch tief in der Realität verankert und nahezu allgegenwärtig. Der vorliegende Vortrag befasst sich nun exemplarisch mit einigen Akteuren des deutschen Kolonialismus. Diese sind bis auf wenige Ausnahmen auch heute noch im deutschem Geschichtsbewusstsein und vor allem im öffentlichen Leben präsent. Der maßgebliche Zeitraum deutscher Beteiligung an kolonialer und imperialer Herrschaftsgerierung erstreckt sich auf die Jahre 1880 -1914.
Zwar gab es bereits vorher deutsche Kolonien in Venezuela (Klein -Venedig als Lehen des Kaisers Karl V. an die Augsburger Kaufmannsfamilien Fugger und Welser) und auf dem Gebiet der Republik Ghana (Feste Groß-Friedrichsburg als Brandenburgische Kolonie 1682 - 1717), doch diese Abenteuer waren zum Einen recht zügig vorüber und spielen des Weiteren keine solche Rolle für das, was später deutsche Weltpolitik ausmachen sollte.

Extracto


Gliederung

I. Einleitung

I.1. Vorbemerkung

I.2. Gegenstand des Vortrages und Zeitraum der Betrachtung

I.3. Stand der aktuellen Diskussion

I.4. Arbeitshypothese

I.5. Methoden und Quellen

I.6. Differenz zu anderen Vorgehensweisen

II. Hauptteil

II.1. Kolonialismus / Imperialismus Begriffsklärung und historische Kontinuität

II.2. Akteure

II.2.a. Geistige Brandstifter

II.2.b. In Afrika

II.2.c. Im Reich

III. Fazit

III.1. Kritische Stellungnahmen zu anderen Ergebnissen

III.2. Verifikation der Arbeitshypothese.

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Handlungsweisen deutscher Akteure im Kolonialismus und geht der Frage nach, ob der Imperialismus deutscher Prägung durch individuelle Akteure vorangetrieben wurde oder ob diese Akteure lediglich einer übergeordneten gesellschaftlichen Entwicklung folgten.

  • Die Rolle individueller Akteure im deutschen Kolonialismus
  • Sozialdarwinismus als ideologische Basis des Nationalismus
  • Die Wechselwirkung zwischen Innenpolitik und kolonialer Expansion
  • Kritische Aufarbeitung der kolonialen Geschichte und Verantwortung

Auszug aus dem Buch

Geistige Brandstifter

Der geistige Aufbruch nach Übersee erfolgte in Deutschland in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts. Kolonien wurden mehr und mehr als Quellen nationalen Reichtums begriffen19.

Es wurden Begriffe wie „Welthandel“ geprägt. Oder es wurde von der „Wichtigkeit der Seestaaten“ und der „Verpflanzung europäischer Kultur“ gesprochen20. Das „Conversationslexikon der neusten Zeit und Literatur“ aus dem Jahre 1832 nennt dies eine „humanitäre Zielsetzung“.21 Entsprechend dem zu dieser Zeit vorherrschenden Idiom, hatten sich die betroffenen Völker in Übersee dem europäischen Verlangen nach Expansion zu fügen. Ihr Anspruch auf Boden und Besitz war nach europäischer Sicht verwirkt, wenn Überbevölkerung und die Ernährung der Menschheit dazu nötigten, den Fuß auf fremden Boden zu setzen22.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Thematik durch das Gemälde „The Germans to the Front!“ sowie Definition des Untersuchungszeitraums und der zentralen Arbeitshypothese.

II. Hauptteil: Detaillierte Auseinandersetzung mit der Begriffsdefinition von Kolonialismus und Imperialismus sowie Vorstellung der maßgeblichen Akteure aus der geistigen Elite, Afrika und dem deutschen Reich.

III. Fazit: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Überprüfung der Arbeitshypothese hinsichtlich der Verantwortung Deutschlands für die koloniale Vergangenheit.

Schlüsselwörter

Deutscher Kolonialismus, Imperialismus, Akteure, Sozialdarwinismus, Nationalismus, Weltpolitik, Deutsch-Ostafrika, Wilhelminische Epoche, Sozialpolitik, Landnahme, Machtpolitik, Expansion, Gesellschaftliche Struktur, Historische Verantwortung, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse deutscher Kolonialakteure und untersucht die Bedingungen, die zur Entstehung des deutschen Kolonialismus zwischen 1880 und 1914 führten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Rolle der handelnden Personen, den Einfluss sozialdarwinistischer Ideologien sowie die Verknüpfung kolonialer Ambitionen mit innenpolitischen Entwicklungen im deutschen Kaiserreich.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob der Kolonialismus durch das Handeln einzelner Akteure geformt wurde oder ob diese Akteure lediglich einer bereits bestehenden, systemischen Entwicklung folgten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wendet eine historisch-kritische und hermeneutische Methode an, um das Geschehen aus einer historisch-analytischen Perspektive auf der Ebene des politischen Systems zu deuten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung von Kolonialismus und Imperialismus sowie eine detaillierte Vorstellung verschiedener Akteure, unterteilt in geistige Vordenker, Akteure in Afrika und Akteure im deutschen Reich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sozialdarwinismus, Nationalismus, Weltpolitik, koloniale Expansion und die kritische Aufarbeitung historischer Verantwortung.

Warum wird Carl Peters als eine "Mischung aus Marktschreier, Patriot und Antisemit" bezeichnet?

Der Autor nutzt diese Charakterisierung, um Peters' treibende Motivation zu beschreiben: den Wunsch, die englischen Erfolge in Übersee zu kopieren, verbunden mit einer sozialdarwinistischen und rassistischen Weltsicht.

In welcher Beziehung standen die "Woermanndampfer" zum Hereroaufstand?

Adolph Woermann profitierte massiv vom Krieg gegen die Hereros, da sein Unternehmen, die Woermann-Linie, die Militärtransporte abwickelte und dabei überhöhte Frachtgelder forderte.

Wie bewertet der Autor die Haltung der heutigen deutschen Politik zum Kolonialerbe?

Der Autor kritisiert das Abstreiten der Verantwortung für die Handlungen der Vorfahren als bizarr, insbesondere in einem Land, das den Generationenvertrag als Kern seiner Sozialpolitik betrachtet.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Akteure deutscher Kolonialherrschaft
Universidad
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Curso
Seminar: Afrika in Berlin WS 2006/2007
Autor
Oliver Kumpfert (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
25
No. de catálogo
V67521
ISBN (Ebook)
9783638587358
ISBN (Libro)
9783656798309
Idioma
Alemán
Etiqueta
Akteure Kolonialherrschaft Seminar Afrika Berlin
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Oliver Kumpfert (Autor), 2006, Akteure deutscher Kolonialherrschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67521
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