Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abkürzungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Allgemeines zu HIV und AIDS 5
3. Handlungsstrategien der Bundesrepublik Deutschland 7
3.1 Präventive Maßnahmen der Bundesregierung 7
3.2 Präventionsarbeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes 7
3.3 Aufklärungskampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 8
3.4 Aufklärungskampagne der Deutschen AIDS- Hilfe 9
4. Inhalte der Aufklärungsarbeit 12
4.1 Bedeutung des HIV-Tests 12
4.2 Bedeutung von Safer- Sex 13
4.3 Präventionsmaßnahmen im Drogenbereich 15
4.4 Aufklärung an Schulen 16
4.5 Beratung 16
4.6 Integration 17
5. Entwicklung der HIV Infektion 18
6. HIV und Afrika 21
6.1 Die Situation in den afrikanischen Ländern 21
6.2 Präventionsmaßnahmen in Afrika 23
6.3 Die HIV- Epidemie und ihre Auswirkung auf den afrikanischen Kontinent 27
7. Vergleich BRD und Afrika 30
8. Eigene Einschätzung aus dem Blickwinkel der Berufserfahrung 32
9. Schluss 34
10. Literaturverzeichnis 37
10.1 Direkt verwendete Literatur 37
10.2 Internetadressen 37
10.3 Sonstiges 38
10.4 Weitere Literatur 38
2
Abkürzungsverzeichnis
AIDS Acquired Immune Deficiency Syndrome
Syndrom erworbener Immunschwäche
BseuchG Bundesseuchengesetz
BZga Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung
DAH Deutsche AIDS- Hilfe
HIV Human Immunodeficiency Virus
Menschliches Immunmangel Virus
StVollzG Strafvollzugsgesetz
3
1. Einleitung
Im Vordergrund dieser Arbeit stehen die Handlungsstrategien gegen die Weiterverbreitung von HIV Infektionen im nationalen und internationalen Vergleich.
Tatsache ist, dass es bis heute keine prophylaktische Impfung und kein antivirales Medikament gegen HIV gibt. Dem zur Folge sind vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung der Infektion durchzuführen. Durch Aufklärungskampagnen wird das Wissen über die Gefahren einer HIV- Infektion vermittelt. Sie soll eine Einstellungsveränderung in der Gesellschaft bewirken. Die Menschen sollen erreicht, bewegt, überzeugt und motiviert werden.
Ob Aufklärungskampagnen die Wirksamkeit und den Erfolg haben ist fraglich. Hier sei die „Anti- Raucher- Kampagne „ erwähnt. Auf die Gesundheitsgefährdung und– schädigung durch das Rauchen wurde bei dieser Kampagne massiv aufmerksam gemacht, der Tabakkonsum ist jedoch nicht gesunken. 1
Mit welchen präventiven Maßnahmen versucht wurde die Weiterverbreitung von HIV zu verhindern, und welche Wirksamkeit sie bis heute haben, wird in dieser Arbeit dargestellt. In einem Vergleich zwischen der BRD und den afrikanischen Ländern werden die Unterschiede der HIV- Prävention in den Industrieländern und den Ländern der
3. Welt aufgezeigt.
1 Vgl. Wolters, Jörg- Michael: AIDS, psychosoziale Folgeprobleme und sozialpädagogisch verantwortete Strategien der Prävention und Bewältigung. Band 5, Frankfurt am Main 1989, Seite70.
(im folgenden zitiert als: Wolters: AIDS Prävention)
4
2. Allgemeines zu HIV und AIDS
Anfang der 80er Jahre verunsicherte die Gesellschaft eine bisher unbekannte tödliche Infektionskrankheit, die Rede ist von AIDS. 2 Es handelt sich bei AIDS nicht um eine Einzelerkrankung, sondern um ein Bündel von verschiedenen Krankheiten. Durch den Erreger HIV wird das körpereigene Abwehrsystem zerstört. Die Inkubationszeit beträgt ½ bis 8 Jahre, in Einzelfällen sogar wesentlich länger. 3 Die meisten Forscher vertreten folgende These über die Entstehung/ Verbreitung des Virus: In bestimmten Gegenden Afrikas kommt bei einigen Affenarten ein ähnliches Virus vor. Durch rituelle Handlungen, wie z.B. das Essen von rohem Fleisch oder Opferhandlungen könnte die Übertragung auf den Menschen erfolgt sein. Von Afrika kam HIV nach Haiti. 4 Das mag auf die Tatsache zurückgehen das in den 60er und 70er Jahren Haitianer nach Zentralafrika auswanderten und dort lebten. Einige von ihnen kehrten nach Haiti zurück. Für homosexuelle Männer aus den USA war Haiti in den 70er Jahren ein beliebter Ferienort. Über diesen Weg gelangte HIV nach Amerika und ist jetzt weltweit epidemisch. 5
Die ersten Erkrankungsfälle waren zunächst in den USA bei homosexuellen Männern aufgetreten. 6 Isoliert wurde das Virus erstmalig 1983. Der erste Antikörpertest stand 1985 zur Verfügung. 7 1987 wurden HIV-2 Viren sowie über 600 Mutationen von HIV-1 entdeckt, die AIDS auslösen können. Eine HIV- Infektion kann nur dann erfolgen, wenn ein Austausch von Körperflüssigkeiten erfolgt, wie durch Blut, Sperma und Vaginalsekret. Obwohl in Urin und Speichel HIV nachgewiesen wurde, ist eine Infektion aufgrund geringer Konzentration von Erregern zwar theoretisch denkbar jedoch praktisch nahezu ausgeschlossen. 8
2 Vgl.: Krämer, Alexander/ Stock, Christiane(Hrsg.): HIV- Ausbreitung und Prävention. Weinheim und München 1996, Seite 165.
(im folgenden zitiert als: Krämer: HIV- Ausbreitung).
3 Vgl.: Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. 256. Auflage, Berlin 1990, Seite 32. 4 Online im Internet: URL: http://www.libertylife.at/aidsfr1.htm [Stand 21.02.2001] 5 Vgl.: Farthing, Charles F./ Brown, Simon E./ Staughton, Richard C.D./ Cream, Jeffrey J./ Mühlenmann, Mark: AIDS. Erworbenes Immundefekt- Syndrom. 2. Auflage, Stuttgart 1989, Seite 17. (im folgenden zitiert als: Farthing: AIDS) 6 Vgl.: Wolters: AIDS Prävention, a. a. O., Seite 14.
7 Vgl.: Krämer: HIV- Ausbreitung, a. a. O., Seite 7.
8 Vgl.: Wolters: AIDS Prävention, a. a. O., Seite 15 f.
5
Das heißt, eine Übertragung von HIV kann durch Geschlechtsverkehr, gemeinsame Benutzung von Spritzenbesteck bei Drogenabhängigen, bei Bluttransfusionen und Organtransplantationen erfolgen. Weiterhin besteht die Gefahr bei der Verwendung von infiziertem Sperma(künstliche Befruchtung) und die Übertragung von HIV infizierten Müttern auf ihre Kinder während der Schwangerschaft und Stillzeit. Eine Übertragung z.B. durch gemeinsame Benutzung von Sanitäranlagen, Geschirr, Bettwäsche sowie bei Körperkontakt oder Anhusten ist nicht möglich. 9
9 Vgl.: Online im Internet: URL: http://www.libertylife.at/aidsi.htm [Stand 21.02.2001]
6
3. Handlungsstrategien der Bundesrepublik
Deutschland
3.1 Präventive Maßnahmen der Bundesregierung
Das Wochenmagazin „Der Spiegel“ veröffentlichte 1983 ein Heft mit der Titelgeschichte AIDS. Diese Ausgabe führte zu einer breiten Diskussion in der Bevölkerung.
Die Bundesregierung reagierte in kurzer Zeit mit einem Netz umfassender Maßnahmen auf die Problematik. Im folgenden eine stichpunktartige Auflistung der präventiven Maßnahmen die durch die Bundesregierung durchgeführt worden sind: 10
• Enquete- Kommission des Bundestages, Koordinierungsstab AIDS
• Versorgungsleistungen über staatliche Organisationen: Bundesgesundheitsamt, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, öffentlicher Gesundheitsdienst
• Zuwendungen an nicht staatliche Organisationen, z.B. AIDS- Hilfe
• Förderung der angewandten Forschung, Modellprojekte und Evaluation
• Förderung der Grundlagenforschung Somit wurden seitens der Bundesregierung Strategien der Problemanalyse, Forschungsförderung und ein gezielter Aufbau von präventiven Maßnahmen geschaffen um die Weiterverbreitung von HIV zu bekämpfen. Die Arbeitsteilung zwischen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und Deutscher AIDS Hilfe ist seit Beginn der Aufklärungskampagne ein entscheidender Bestandteil der HIV Prävention um ein breites Spektrum verschiedener Zielgruppen möglichst effektiv zu erreichen. 11 Aber auch die Präventionsarbeit der öffentlichen Gesundheitsdienste ist nicht zu verkennen. Im weiteren Verlauf werden die Aufgabengebiete näher erörtert.
3.2 Präventionsarbeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes
Die Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes werden schwerpunktmäßig von den Gesundheitsämtern wahrgenommen. In den Gesundheitsämtern sind Anfang der 80er Jahre AIDS- Zentren eingerichtet worden. 12 Zu ihren Aufgaben
10 Vgl.: Krämer: HIV- Ausbreitung; a. a. O., Seite 168.
11 Vgl.: Online im Internet: URL: http://www.bzga.de/aids/info.html [Stand 11.02.2001]
12 Ebenda Seite 166.
7
gehört seit dem der Schutz der Bevölkerung vor der Weiterverbreitung von HIV und Maßnahmen der Gesundheitserziehung- und Aufklärung. Dieses erfolgt durch Beratungsgespräche, Öffentlichkeitsarbeit und Multiplikatorentraining für Ausbilder und Lehrer. Zusätzlich werden an den Gesundheitsämtern kostenlose HIV- Tests angeboten. Dazu gehört auch die Beratung vor und nach einem HIV-Test sowie Betreuung und Vermittlung von Hilfen an andere Stellen. 13
3.3 Aufklärungskampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung
„Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung übernahm die Aufklärung der sogenannten „Allgemeinbevölkerung“(...). 14 Die Hauptzielgruppe ist die Allgemeinbevölkerung, sie wollen mit ihrer Aufklärung bewirken, dass AIDS jeden etwas angeht. Im wesentlichen appellieren sie an Vor- und Einsicht der Massen bzw. des Einzelnen. Die besonders gefährdeten Risikogruppen wie homo und bisexuellen Männer, Drogenabhängige, Prostituierte und Infizierte werden von ihren Botschaften nicht erreicht. Sie zählen nicht zu den Zielgruppen der staatlichen Aufklärungskampagne. 15 Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung begann ihre HIV-Präventionskampagne 1987. 16 Heute noch gehört ihr Logo „Gib AIDS keine Chance“ zu den bekanntesten „Markenzeichen“ in Deutschland. Das wichtigste Ziel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist möglichst viele Neuinfektionen zu verhindern. Um dieses Ziel zu erreichen hat die BZgA Teilziele mit folgenden Inhalten abgeleitet: Ein hoher Wissenstand in der Bevölkerung über Ansteckungsrisiken, Nichtrisiken und Schutzmöglichkeiten soll vermittelt werden.
Weitere Inhalte sind, Motivation zur Kondombenutzung in Risikosituationen und Maßnahmen gegen eine Ausgrenzung und Diskriminierung Betroffener in der Gesellschaft. 17 Seit Anfang der Aufklärungskampagne wurden über 60 verschiedene Faltblätter und Broschüren gestreut, mehr als 110 verschiedene Anzeigen, über 40 Plakate und etwa 50 Kino- und Fernsehspots entwickelt. Bis heute noch werden die Spots
13 Vgl.: Online im Internet: URL: http://www.wernerschell.de/Rechtsalmanach/Gesundheit.../der_ oeffentliche_gesundheitsdienst.ht [Stand 15.02.2001] 14 Krämer: HIV- Ausbreitung, a. .a. O., Seite 176.
15 Vgl.: Wolters: AIDS Prävention, a. a. O., Seite 76 ff.
16 Vgl.: Krämer: HIV- Ausbreitung, a. a. O., Seite 176.
17 Vgl.: Online im Internet: URL: http://www.bzga.de/aids/info.html [Stand 11.02.2001]
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Neapoli Karagianni, 2001, Handlungsstrategien gegen die Verbreitung von HIV- Infektionen im nationalen und internationalen Vergleich, Munich, GRIN Publishing GmbH
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