DER SPIELTRIEB IN DEN
ÄSTHETISCHEN BRIEFEN FRIEDRICH SCHILLERS
Hausarbeit für das Proseminar "Spiel als Medium der Bildung"
im WS 2000/01
vorgelegt von
Marcus Reiss
Dortmund, 2001
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung Seite 3
2. Tendenzen der Aufklärung Seite 4
2.1 Die Kritik der Verhältnisse Seite 4
2.2 Wildheit Seite 5
2.3 Barbarei Seite 7
2.4 Das Ziel: Der "menschliche Charakter" Seite 7
3. Person und Zustand Seite 8
4. Die zwei Grundtriebe des Menschen Seite 10
4.1 Stofftrieb Seite 10
4.2 Formtrieb Seite 10
4.3 Wechselwirkung Seite 11
5. Das Spiel: Synthese Seite 12
6. "Lebende Gestalt" Seite 14
7. Der ästhetische Zustand Seite 16
7.1 Passive Bestimmbarkeit Seite 16
7.2 Aktive Bestimmbarkeit Seite 17
8. Das Ideal Seite 18
9. Zusammenfassung Seite 19
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Der Begriff des Spiels ist wohl jedem Menschen bekannt. Seit der frühesten Kindheit wird mit Bällen oder anderen Materialien gespielt und selbst in fortgeschrittenem Alter geht der Spass an spielerischen Aktivitäten keineswegs verloren. In allen Kulturen haben Spiele ihren festen Platz in der Gesellschaft, so dass diesem global vorhandenen Phänomen eminente Bedeutung zukommt.
Doch was genau ist denn charakteristisch für das Spiel? Aus den zahlreichen Deutungen, die zu diesem Thema vorhanden sind, greife ich nun die Spieltheorie von Friedrich Schiller heraus, die, formuliert in den Briefen "Über die ästhetische Erziehung des Menschen", eingebettet in dessen Vorstellung des ästhetischen Staates ist. Geht etwa damit einher, dass das Spiel ein ästhetisches Moment hat? Wenn ja, wie kann dieses erklärt werden und welche Deutungen lassen sich daraus ableiten?
Aus diesen Fragestellungen heraus werde ich versuchen, die einzelnen Gedankengänge Schillers in ihren wichtigsten Zügen darzustellen.
Zu Beginn ist es notwendig, das Gesellschaftsbild zu erläutern, auf das der Aufklärer seine Deduktionen stützt. Ausgehend davon wird im Verlaufe der Arbeit zunächst bestimmt, welches Menschenbild dem schillerschen Ideal entspricht, um das Ziel der Abhandlung hinreichend erfassen zu können. Diesen Bestimmungen zufolge muss dann eine Analyse der anthropologischen Grundlagen des Menschen erfolgen, aus denen dann der eigentliche Spieltrieb hergeleitet wird.
An diesem Punkte bleibt Schiller aber nicht stehen. Ihm geht es zudem um eine Erläuterung der Momente, die helfen das Spiel näher und eingehender zu beschreiben. Fragen bezüglich einer möglichen Selbstbestimmung des Menschen im Spiel werden an dieser Stelle erst zu klären sein.
Vor der Zusammenfassung der Hauptaussagen am Schluss dieser Arbeit werde ich kurz das vorstellen, was Schiller unter dem "Ideal" versteht und wie sich dieses auf eine mögliche Umsetzung der Spieltheorie in die Praxis beziehen lässt.
2. Tendenzen der Aufklärung
2.1: Die Kritik der Verhältnisse
[...]
Quote paper:
Marcus Reiß, 2000, Der Spieltrieb in den ästhetischen Briefen Friedrich Schillers, Munich, GRIN Publishing GmbH
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