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INNERVATIONEN - Zur unbewussten Wahrnehmungsebene in Alfred Hitchcocks PSYCHO

Title: INNERVATIONEN - Zur unbewussten Wahrnehmungsebene in Alfred Hitchcocks PSYCHO

Thesis (M.A.) , 2001 , 255 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Jose Franco-Pereira (Author)

Film Science
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Summary Excerpt Details

Man stelle sich einen Studierenden der Film- und Medienwissenschaft vor,
der vor die Aufgabe gestellt wird, Hitchcocks Film PSYCHO einer eingehenden
Analyse, im Hinblick auf Aufbau und Struktur, zu unterziehen. Man
stelle sich weiter vor, dass dieser Film-Betrachter selbst vom Aufbau und
der Struktur dieses Films, wie der Kinobesucher, in einen Sog gezogen
wird und Teil des Films wird, so dass er auf die Idee verfällt nun einzelne
Filmbilder zwei-dimensional auszudrucken, zu untersuchen und ihnen somit
den filmischen Raum zu entziehen, der ihn vorher doch bezwang und
absorbierte. Weiter wäre vorstellbar, dass dieser Betrachter nun endlich
die nötige Distanz gefunden hätte, die zu einer analytischen Sicht des
Films gehört, wenn wissenschaftliche Arbeit gefordert wird. Was würde
man dagegen annehmen, wenn diese gedruckten Einzelbilder aus dem
Film ähnliche Effekte und Affekte auslösten wie das räumliche Filmbild,
ähnliche Assoziationen, Gedanken, Emotionen? Sicher könnte man diese
Auswirkungen auf die frühere Rezeption zurückführen, auf die Ikonografie
PSYCHOS und die unzähligen Symbole und Zeichen, die zum kommunikativen Gedächtnis der modernen Gesellschaft gehören, wie Micky Maus und
Pop-Art als Archetypus eines kommunikativen Systems verstanden werden,
das Nachbilder an Vorbildern misst und versucht sie zuzuordnen, so
als ob das Wiedererkennen am Bilderlesen den Hauptantrieb darstellt.
Für diese Arbeit wird es wichtig sein, Ergebnisse der Apparatus-Debatte in
Bezug auf den Zuschauer und seinen Realitätseindruck sowie seine Regressionsarbeit
zu berücksichtigen und sie im zweiten Teil in der Analyse
PSYCHOS auf ihren Nutzen hin zu bewerten.
Der Verfasser der vorliegenden Arbeit, der Studierende, war lange Zeit
bemüht überhaupt eine Angriffsfläche für PSYCHO zu finden, die es vermag
all diese Befunde in einem homogenen Ganzen zu integrieren. Viele
Ansätze und Methoden erwiesen sich als zu steril und eigenartig leblos
(Semiotik), um dem Thema gerecht zu werden. Den Anspruch der Semiotik,
den Zeichenbegriff der Sprache auch auf den Film zu übertragen und
ihn in ein strukturalisiertes Regelwerk mit fast mathematischen Entsprechungen
zu überführen, erwies sich Ende der sechziger Jahre als misslungenes
Unterfangen. Das Problem der „Segmentierung“ des Films in kleinste
sich von einander abgrenzende Einheiten, schien beim Film auf Probleme
zu stoßen, im Gegensatz zur Sprache und Schrift.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 METHODE DER FILMANALYSE

1.2 PSYCHO IM KONTEXT

1.3 ERLÄUTERUNG ZUR UNTERSUCHUNGSPRAXIS

2 KÖRPER-INNERVATIONEN ZUR UNBEWUSSTEN WAHRNEHMUNG IN HITCHCOCKS PSYCHO

2.1 DER SPIEGEL ALS METAPHER UND ALLEGORIE IN HITCHCOCKS PSYCHO

2.1.1 Die Spiegel-Bilder

2.1.1.1 Der Spiegel im Hotelzimmer

2.1.1.2 Der Kosmetik-Spiegel

2.1.1.3 Der Spiegel in Marions Appartement

2.1.1.4 Der Rück-Spiegel

2.1.1.5 Der Spiegel im Waschraum

2.1.1.6 Der Spiegel in der Motel-Rezeption

2.1.1.7 Der Spiegel und der Detektiv

2.1.1.8 Der Spiegel in Zimmer 1

2.1.1.9 Die Spiegel der Spiegel

2.2 DAS BILD-IM-BILD

2.2.1 Das Bild im Hotel

2.2.2 Caroline’s Bilder

2.2.3 Marions Bilder

2.2.4 Familienbilder

2.2.5 Schicksalsbilder

2.2.6 Normans/Mutters Bilder

2.3 EDWARD HOPPERS BILDER

2.3.1 Hotelzimmer

2.3.2 Büro

2.4 BILDFORMAT, KASCH UND SCHWARZ-WEIß

2.4.1 Kasch

2.4.1.1 Marions Kasch

2.4.1.2 Normans Kasch

2.4.1.3 Marion und Norman

2.4.2 Die Schwarz-Weiß-Wahl

2.4.2.1 Hotelzimmer

2.4.3 Vertikal-Horizontal

2.5 MIMIK UND GESTIK

2.5.1 Das diabolische Lächeln

2.5.2 Linke Hand/rechte Hand

2.6 DAS KURZ-ZEITBILD

2.6.1 Mahl

2.6.2 Stuhl

2.6.3 Kenn-Zeichen

2.6.4 Norman

3 AUSSICHT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unbewusste Wahrnehmungsebene des Zuschauers in Alfred Hitchcocks Film "Psycho". Ziel ist es, durch eine detaillierte filmwissenschaftliche Analyse der visuellen Struktur und Symbolik — insbesondere Spiegelmotive, Bildelemente und die Kameraführung — zu verstehen, wie der Film direkt auf die affektive Körperlichkeit des Betrachters wirkt und diesen in einen psychoanalytisch deutbaren Sog zieht.

  • Analyse der Rolle von Spiegeln und Doppelgängermotiven als Metaphern des Inneren.
  • Untersuchung der Bedeutung von "Bild-im-Bild"-Kompositionen für die narrative Struktur.
  • Einfluss von technischen Aspekten wie Bildformat und Schwarz-Weiß-Technik auf die Rezeption.
  • Die Funktion von Mimik und Gestik als "Körper-Innervationen" des Zuschauers.
  • Thematisierung der "Bildwissenschaft" und interdisziplinäre Einordnung der Filmwahrnehmung.

Auszug aus dem Buch

2.1.1.1 Der Spiegel im Hotelzimmer

Die oben formulierten Thesen Spotos über die Funktion und Symbolik der Spiegel, die auch aus literaturwissenschaftlichen Arbeiten der schwarzen Romantik hinlänglich bekannt sind, sollen hier als Anhaltspunkt und Reibefläche der zu analysierenden Bilder dienen. Die untere Abbildung ist der Hotelzimmer-Sequenz am Beginn PSYCHOs entnommen. Sie ist geprägt vom Dialog zwischen Marion und Sam, die hier mit aufgeführt wird:

Abbildung 1 0:05:27

„MARY (a smile) I pay, too. They also pay who meet in hotel rooms.

SAM A couple of years and the debts will be paid off. And if she ever re-marries, the alimony Stops ... and then ...

MARY I haven’t even been married once yet!“

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Definiert das Ziel der Arbeit, den Zuschauer als physischen Transmitter von Filmbildern zu begreifen und die Limitierungen klassischer semiotischer Ansätze aufzuzeigen.

2 KÖRPER-INNERVATIONEN ZUR UNBEWUSSTEN WAHRNEHMUNG IN HITCHCOCKS PSYCHO: Untersucht systematisch die visuelle Rhetorik des Films, von Spiegelmotiven über Bildelemente bis hin zu körpersprachlichen Indikatoren.

3 AUSSICHT: Reflektiert die Ergebnisse der Analyse im Kontext medienwissenschaftlicher Diskurse über die Wiederkehr des Körpers und die affektive Macht des Kinos.

Schlüsselwörter

Psycho, Alfred Hitchcock, Filmwissenschaft, Bildwahrnehmung, Spiegelmotiv, Apparatus-Theorie, Zuschauer-Körper, Affekte, Narration, Symbolik, Psychoanalyse, Körper-Innervationen, Bild-im-Bild, Filmanalyse, Suspense.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die unbewusste Wirkung von Hitchcocks "Psycho" auf den Zuschauer, wobei der Fokus auf der körperlichen und affektiven Ebene der Filmwahrnehmung liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Bedeutung des Spiegelmotivs, die Ikonografie der Bildelemente, die Rolle des Bildformats und die körperliche Mimik und Gestik von Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie "Psycho" durch spezifische visuelle Strategien den Zuschauer jenseits der bewussten kognitiven Verarbeitung in einen Zustand affektiver Beteiligung versetzt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine interdisziplinäre, werkimmanente Filmanalyse verwendet, die Ansätze der Bildwissenschaft, der Psychoanalyse und der Apparatus-Theorie integriert, statt sich auf rein semiotische Modelle zu verlassen.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu Spiegelmetaphern, "Bild-im-Bild"-Strukturen, der Wirkung von Bildformaten, mimischen Mustern sowie den sogenannten "Kurz-Zeitbildern".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Körper-Innervationen, Apparatus-Theorie, Bild-im-Bild, affektive Körperlichkeit und der "diabolische Blick".

Wie spielt das Spiegelmotiv im Film eine Rolle?

Der Autor zeigt auf, dass der Spiegel in "Psycho" oft als "zweite Kamera" fungiert, die den Voyeurismus des Zuschauers spiegelt und Marion in einer beobachteten, teils fragmentierten Identität zeigt.

Welche Bedeutung haben die "Kurz-Zeitbilder"?

Dies sind sehr kurze Einstellungen, die fast unbewusst wahrgenommen werden, aber für den Zuschauer eine mysteriöse Aura und einen unterschwelligen Spannungsaufbau erzeugen, der den Film in seiner Wirkung stabilisiert.

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Details

Title
INNERVATIONEN - Zur unbewussten Wahrnehmungsebene in Alfred Hitchcocks PSYCHO
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Theater.- Film- und Medienwissenschaft)
Grade
sehr gut
Author
Jose Franco-Pereira (Author)
Publication Year
2001
Pages
255
Catalog Number
V6806
ISBN (eBook)
9783638142977
Language
German
Tags
Hitchcock Psycho Filmanalyse Wahrnehmung Psychoanalyse Ikonografie Hopper Bildwissenschaft Rezeption Semiotik Apparatus Körper Regression Traum Stilmittel Unbewusste sublim
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jose Franco-Pereira (Author), 2001, INNERVATIONEN - Zur unbewussten Wahrnehmungsebene in Alfred Hitchcocks PSYCHO, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6806
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