Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Definition von Gerechtigkeit 3
3. Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg - Inhaltsangabe 3
4. Befragung von Schülern zum Thema 4
4.1 Kevin 4
4.2 Alexandra 5
4.3. Auswertung der Befragung 5
5. Diskussion über den Gerechtigkeitsbegriff im Gleichnis 6
Literaturverzeichnis 8
1. Einleitung
Das Thema meiner Seminararbeit ist der Gerechtigkeitsbegriff im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Mein Interesse an diesem Thema wurde durch zahlreiche Diskussionen und unterschiedliche Meinungen geweckt, weshalb ich mich nun tiefgreifender damit auseinandersetzen möchte. Beginnen werde ich mit einer allgemeinen Definition von Gerechtigkeit. Im anschließendem Teil stelle ich kurz den Inhalt der Bibelstelle dar. Für den darauf folgenden Punkt habe ich im Vorfeld einige Schüler meiner Praktikumsklasse zum Thema Gerechtigkeit, sowie zu dem Gleichnis befragt und deren Aussagen ausgewertet. Zum Abchluss führe ich eine Diskussion über den Gerechtigkeitsbegriff im Gleichnis durch.
2. Definition von „Gerechtigkeit“
„Gerechtigkeit ist das abgeleitete Substantiv von gerecht dessen ursprüngliche Bedeutung "angemessen, richtig" ist. Gerechtigkeit wird heute, unter dem Einfluss der nachperikleischen aristokratischen Gegenreform und Platos Lehre von absoluter Idee und Moral, oft definiert als Versuch, jedermann fair und moralisch angemessen zu behandeln.
Die soziologische Funktion der Gerechtigkeit in diesem Sinne besteht darin, innerhalb menschlicher Beziehungen Werturteile zu ermöglichen. Somit kommt es bei dieser - allerdings umstrittenen Position - der Durchsetzung der Gerechtigkeit nicht darauf an, was eine Person benötigt oder worauf sie ein "Recht" hat, sondern darauf, was sie nach jenen Wertvorstellungen verdient hat.
Daher wird das Gute - in Verkehrung der klassischen Auffassung - als Opposition zum Bösen beschrieben.“ 1
3. Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg - Inhaltsangabe
Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg steht im Evangelium nach Matthäus (20, 1-16). Es besagt, dass das Himmelsreich einem Hausherrn gleicht. Der Hausherr geht am Morgen (zur ersten Stunde) auf die Suche nach Arbeitskräften für seinen Weinberg. Mit den gefundenen Arbeitern macht er einen Lohn von einem Denar aus, mit dem alle einverstanden sind, und schickt sie in den Weinberg. Zur dritten Stunde geht er wieder auf den Markt und sucht weitere Arbeitskräfte und wird wieder fündig. Mit ihnen macht er den gleichen Lohn
1 http://de.wikipedia.org/wiki/Gerechtigkeit
aus und schickt sie auch zur Arbeit. Das gleiche macht er zur sechsten, neunten und elften Stunde. Diesen Arbeitern verspricht er ebenfalls einen Denar als Lohn. Am Abend ruft der Weinbergbesitzer seinen Verwalter zu sich und beauftragt ihn, die Arbeiter auszuzahlen. Allerdings soll der Verwalter den zuletzt gekommenen Arbeitern zuerst ihr Geld geben. Die Arbeiter der elften Stunde werden ausgezahlt und gehen zufrieden. Langsam kommt der Zeitpunkt, an dem die Arbeiter der ersten Stunde ausgezahlt werden sollen. Diese gehen davon aus, dass sie mehr bekommen als die Anderen. Doch sie bekommen ebenfalls einen Denar. Das Murren ist groß. Die Arbeiter der ersten Stunde argumentieren ihr Murren so, dass sie den ganzen Tag hart gearbeitet haben und die Anderen viel weniger. Der Weinbergbesitzer ist nicht sehr erfreut darüber und sagt den Arbeitern, dass er ihnen kein Unrecht tut, weil sie vor Arbeitsbeginn diesen Lohn vereinbart haben. Außerdem möchte er jedem das selbe geben und gütig sein und mit seinem Eigentum kann er schließlich machen was er will. Das Gleichnis endet mit den Worten: „So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein.“(Mt 20,16 ) 2
4. Befragung von Schülern zum Thema
4.1 Kevin
Bei dem ersten Schüler handelt es sich um Kevin. Er ist 11 Jahre alt und besucht zur Zeit die
6. Klasse. Seine Hobbys sind Tennis, Minigolf und Schwimmen. Sein Vater ist von Beruf
Zeitungsbote und seine Mutter verteilt Jugendschutzbriefe. Geschwister hat er keine. Auf die Frage was er unter Gerechtigkeit versteht, nannte er sofort ein Beispiel: Wenn ein Unschuldiger vor Gericht steht und dieser dann in den „Knast“ kommt, dann ist das ungerecht. Wenn aber ein Schuldiger diese Strafe bekommt, ist es gerecht.
Kevins Taschengeld beträgt 3€ pro Woche. Nun sollte er sich vorstellen eine ältere Schwester zu haben, die mehr Taschengeld bekommt als er. In Bezug auf diese fiktive Situation sollte er sagen, ob dies gerecht oder ungerecht ist. Kevin ist der Meinung, dass es gerecht ist. Er begründet diese Ansicht damit, dass die Schwester älter ist und somit das Recht auf mehr Geld hat. Als nächstes sollte er die Geschichte vom Weinbergbesitzer beurteilen.
2 Deutsche Bibelgesellschaft(Hrsg.), Stuttgarter Erklärungsbibel, Die heilige Schrift nach der Übersetzung
Martin Luthers, Studienausgabe, 2. Auflage, Stuttgart 1992, S.1202
Quote paper:
Sarah Pakulat, 2006, 'Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg- gerecht oder ungerecht?', Munich, GRIN Publishing GmbH
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