Otto-Friedrich-Universität Bamberg WS 1999/2000
Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik S: V / Ü Didaktik des Schriftspracherwerbs
Verfasserin:
Barbara Walzner Lehramt an Grundschulen Fächer: Sozialkunde, Deutsch, Mathematik, Kunst, ev. Religion Fachsemester: 01
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Der Erfolg beim Lesenlernen ist nur gesichert, wenn grundlegende Lernvorausset- zungen beim Kind vorhanden sind. Eine Voraussetzung für das Erlernen unserer Laut- und Buchstabenschrift sind die auditiven Fähigkeiten.
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1.1 Verhältnis der Laut- & Buchstabenschrift gegenüber Zeit und Raum 1.2 Die historische Entwicklung der Schrift
a) Bilderschriften
b) Ideen- und Begriffsschriften
c) Silbenschriften
d) Laut- und Buchstabenschrift 1.3 Die Laut- und Buchstabenschrift als Synthese von Bedeutung und Klanggestalt 1.4 Der Zusammenhang von Schrift und Sprache
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2.1 Begriffsdefinition 2.2 Die auditiven Fähigkeiten beim Eintritt in die Grundschule
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3.1 Erläuterung eines methodenintegrierenden Verfahrens
3.2 Belegung der These „ die auditiven Fähigkeiten sind von Beginn an not-
wendig“ anhand des beschriebenen Leselehrgangs
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4.1 Allgemeine Hinweise zur Förderung der auditiven Fähigkeiten 4.2 Beschreibung eines Lernspieles zur Förderung der auditiven Fähigkei- ten
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9HUKlOWQLVGHU/DXW%XFKVWDEHQVFKULIWJHJHQEHU=HLWXQG5DXP Ebenso wie alle uns bekannten Zeichensysteme, wie z. B. das der Stadtpläne, Landkarten, Notensysteme, Ziffern, Zahlensymbole oder das der Verkehrszeichen kennzeichnet sich unsere Laut- und Buchstabenschrift ebenfalls dadurch aus, dass sie durch ihre Fixierung die Überlieferung von Inhalten über Raum- und Zeit- grenzen hinweg ermöglicht und neue Möglichkeiten der geistigen Auseinanderset- zung mit ihnen eröffnet. 1 Im Gegensatz zu akustischen Wahrnehmungen, wie der gesprochenen Sprache, Klatschen, Musik,... oder zu visuellen Wahrnehmungen, wie Mimik, Gesten, Gebärdensprache, Rauchsignalen,... ist die Buchstabenschrift also weder räumlich noch zeitlich begrenzt, da die graphischen Zeichen, die dem alleinigen Ziel der menschlichen Kommunikation dienen, auf geeignetem Unter- grund dauerhaft angebracht werden können.
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Die Kennzeichen und die Besonderheiten der gebräuchlichen Laut- und Buchsta- benschrift werden besonders in der Konfrontation mit deren historischer Entwick- lung nachvollziehbar, vor allem, wenn man bedenkt, dass jedes Kind während sei- nes Schreiblernprozesses die geschichtliche Entstehung der Schrift in groben Zü- gen noch einmal durchläuft. Theoretisch lassen sich vier Stadien in der Schriftent- wicklung festhalten: Bilderschriften – Ideen- und Begriffsschriften – Silbenschriften und schließlich unsere heutige Buchstaben- und Lautschrift. Der entscheidende Schritt in der Entwicklungsgeschichte der Schrift ist die „Phonetisierung“ (ca. 3000 v. Chr.), also der Schritt von der Begriffsschrift zur Lautschrift, die nun ihrerseits nicht mehr den Sinn der sprachlichen Mitteilung verschlüsselt, sondern den Klang der Sprache. 2
1 Vgl. Andresen, H.: Schriftspracherwerb und die Entstehung von Sprachbewußtheit 1985, S.17f.
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Barbara Walzner, 2000, Auditive Fähigkeiten als Voraussetzung für das Erlernen unserer Laut- und Buchstabenschrift sowie deren Förderung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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