Inhaltsverzeichnis
1. Integrationsproblematik ausländischer Familien in Deutschland 3
a) Die kulturelle Gespaltenheit ausländischer Kinder. 4
2. Welche Konflikte ergeben sich aus der veränderten Lebenssituation der Kinder
von MigrantInnen für sie? (hier beziehe ich mich vor allem auf türkische Kinder) 5
a) Geschlechtsspezifische Probleme bei Mädchen. 5
b) Die Erziehung der Söhne 6
c) Identitätsprobleme 7
d) Sprachprobleme. 7
e) Türkische SchülerInnen in deutschen Schulen. 8
3. Ausblick 10
Literaturverzeichnis 11
2
1. Integrationsproblematik ausländischer Familien in Deutschland
Verschiedene Faktoren erschweren ausländischen Familien, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.
1.Ausländische Familien haben von vornherein mit Schwierigkeiten zu kämpfen, man begegnet ihnen in Deutschland oft mit einer bestimmten Haltung. Sie haben hier meist einen sozialen Status, der dem sozialen Status der deutschen Unterschicht gleicht. Es wird ihnen hier nicht neutral begegnet, sondern in einer vorurteilsbeladenen Haltung. 2.Viele Deutsche haben ein vorgefertigtes Bild von ausländischen Mitbürgern im Kopf, was wohl zum Teil durch einen geringen Prozentsatz der Migranten hervorgerufen wird, die tatsächlich dem Bild entsprechen, dass Deutsche haben. Aber es ist eben nur ein Prozentsatz, der nicht mit der Gesamtheit der Migranten gleichgesetzt werden darf. Es mag stimmen, dass ein Teil der Migranten nach Deutschland kommt, weil sie auch in ihrem Herkunftsland Integrationsprobleme hatten oder/und kriminell geworden sind. Aber genauso gibt es diesen Teil der MigrantInnen, der sich aus legalen Gründen in Deutschland eine Existenz aufbauen möchte.
3.Es läßt sich nicht bestreiten, dass in deutschen Köpfen eine Fremdenfeindlichkeit latent vorhanden ist. Das mag verschiedene Gründe haben.
Möglicherweise ist es hervorgerufen durch einseitige Berichterstattung, wie wir es im Seminar schon anhand von Zeitungsausschnitten festgestellt haben.
Wird in der Berichterstattung von einer kriminellen Handlung geschrieben, so können wir uns fast sicher sein, dass bei MigrantInnen die Herkunft hervorgehoben wird („...ein 25jähriger Türke...“). Auch wenn wir uns dessen vielleicht nicht bewußt sind, werden wir davon beeinflusst. Und selbst wenn wir uns dessen bewußt sind, so können wir uns gegen diese Manipulation nur in begrenztem Maße schützen.
3
Ein anderer nicht zu verachtender Faktor, den ich bei mir selbst auch feststellen muss, ist die persönlich gemachte Erfahrung.
Die Erfahrung, dass ausländische Männer besonders aus südlichen Ländern oft sehr viel offensiver in Annäherungsversuchen vorgehen, kann auf jeden Fall zu einer Abwehrhaltung führen.
Ein „Nein“ wird von ihnen weniger akzeptiert, so scheint es mir auf jeden Fall. Das mag durch die Berichterstattung über deutsche Frauen in den Herkunftsländern geschehen oder auch über ein anderes Verhalten unsererseits, dass zum Beispiel durch die unterschiedlichen Religionen geprägt ist. Unser selbstbewußteres Auftreten und das Wegfallen zum Beispiel einer Norm, dass eine Frau sich zurückhaltender zu verhalten hat. Das wird dann missverstanden und falsch ausgelegt.
Durch diese Haltung gegenüber MigrantInnen, durch die Schwierigkeit, sich zu integrieren, schaffen sie sich eigene Lebenswelten (Bsp. : ganze Viertel in Mannheim, in denen fast ausschließlich türkische Mitbürger leben).
Sie fühlen sich abgelehnt und behalten sich möglicherweise auch eine Rückkehrillusion. Das ist dabei für die Erwachsenen einfacher als für die Kinder. Die Kinder sind meistens im Gegensatz zu den Eltern hier in Deutschland aufgewachsen und stehen auch eher zwischen den Kulturen. Daraus ergibt sich eine kulturelle Gespaltenheit.
a) Die kulturelle Gespaltenheit ausländischer Kinder
1.Fremdenfeindlichkeit steht der Identifikation mit Deutschland gegenüber. Das können wir in unserer direkten Umgebung erkennen. Ich wohne in Eglosheim, wo ein hoher Prozentsatz an deutsch-russischen Aussiedler-Familien wohnt. Diese Familien werden in Deutschland als Russen angesehen und in Russland als Deutsche, es ist also das typische Dilemma von Deutschlandrussen. Hier im Wohngebiet ist es gespalten, sogar im Eglosheimer Bürgervereinsblatt wird unterschwellig gegen sie geschrieben („Wir müssen die Nichtintegrierbaren reduzieren...“). Für die Kinder ist das um so unverständlicher, da sie teilweise ihr Herkunftsland nicht kennen und sich als Deutsche identifizieren, aber hier dann in eine Art Ghetto gedrängt werden.
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Arbeit zitieren:
Heidi Christina Kohlstock, 2001, Problemfelder und Konflikte von Kindern ausländischer Migranten in der Bundesrepublik Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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HELMUTH PLESSNERS AUßENWELT - INNENWELT - MITWELT
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