Stress als Voraussetzung menschlichen Lernens und menschlicher Entwicklung
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS 2
2 STRESSREAKTION ALS GRUNDLAGE FÜR DIE EVOLUTIONÄRE
ENTWICKLUNG 4
3 STRESSREAKTIONEN 5
3.1 Kontrollierbare Stressreaktion 6
3.2 Unkontrollierbare Stressreaktion 7
4 DIE AUSWIRKUNGEN VON STRESS AUF DAS MENSCHLICHE GEHIRN 8
4.1 Die Auswirkungen von kontrollierbaren Belastungen auf das menschliche
Gehirn 9
4.2 Die Auswirkungen von unkontrollierbaren Belastungen auf das menschliche
Gehirn 10
5 ZUSAMMENFASSUNG 122
6 LITERATURVERZEICHNIS 13
6.1 Monografien 13
6.2 Internetseiten 13
2
Stress als Voraussetzung menschlichen Lernens und menschlicher Entwicklung
1 Einleitung
Das folgende Referat baut hauptsächlich auf dem Buch >Biologie der Angst< von Gerald Hüther auf. Gerald Hüther ist Professor der Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen. Dort beschäftigt er sich insbesondere mit den Auswirkungen von Stress auf das menschliche Gehirn. Bei seinen Forschungen und Experimenten ist er auf erstaunliche Neuheiten in der Stressforschung gestoßen, „...das eine Neuinterpretation der Auswirkung von Stress nahelegt.“ [http://didaktik.physik.uni-bremen.de/mnu/MNU.html, gefunden am 31.10.2001]
In der bisherigen Stressforschung standen vor allem die körperlichen Folgen der Stressreaktion im Vordergrund des medizinischen Interesses. Stress wurde folglich als etwas negatives betrachtet. Hüther hingegen gewinnt dem Stress viele positive Seiten ab. Aufgrund seiner Forschungsergebnisse ist er der Auffassung, das Herausforderungen (kontrollierbarer Stress) die
Verschaltungen im Gehirn funktionstüchtiger machen und das unkontrollierbare Belastungen dazu führen, das Betroffene nach neuen Lösungswegen in ihrem
Gehirn suchen.
Noch zu Beginn der neunziger Jahre waren die Hirnforscher der Ansicht, „...dass die während der Phase der Hirnentwicklung entstandenen [...] neuronalen Verschaltungen [...] sich später nicht mehr verändern.“ [http://www.radiobremen.de/rb2/studio/2000/s20000617.htm, gefunden am
31.10.2001] Heutzutage finden Hirnforscher, zu den auch Hüther gehört, „...laufend neue Belege dafür, dass es zeitlebens strukturelle Umbauprozesse in unserem Hirn gibt und dass die Herausbildung und Festigung von Nervenzellverbindungen ganz entscheidend davon abhängt, wie und wofür wir unser Gehirn benutzen.“ (ebd.)
3
Stress als Voraussetzung menschlichen Lernens und menschlicher Entwicklung
2 Stressreaktion als Grundlage für die evolutionäre
Entwicklung
Die erste Stressreaktion trat bei den ersten Wirbeltieren auf. In den Anfängen hatte diese zunächst zum Zweck, alle zur Verfügung stehenden Ressourcen zu mobilisieren, um bedrohliche Situationen zu überstehen. Bei jeder Veränderung in der Umwelt, die für das Überleben des Lebewesens essentiell war, wurde die Stressreaktion ausgelöst, um der Gefahr mit Kampf oder Flucht zu begegnen. Diese Form der Stressreaktion war besonders geeignet im Umgang mit kurzanhaltenden Stressoren, wie beispielsweise die Flucht vor einem Feind. „Was passierte aber, wenn die im Gehirn angelegten Verschaltungen so beschaffen waren, dass es mit ihrer Hilfe einfach nicht möglich war, einer plötzlichen auftretenden Veränderung der äußeren Lebenswelt mit einer entsprechenden Verhaltensreaktion zu begegnen, wenn neuartige Bedingungen entstanden, sich das Klima veränderte, die Ressourcen knapp wurden?“ (Hüther 1999, S.22) Solche einschneidenden Veränderungen in der Außenwelt waren meist langandauernd. Sie lösten bei den Lebewesen, die kein Bewältigungsverhalten gegen die veränderten Bedingungen zur Verfügung hatten, Dauerstress aus.
Damals wie heute führt Dauerstress letztlich zum Tod, da alle Ressourcen die gegen den Stressor angehen, sich erschöpfen.
Im Laufe der endlos erscheinenden Evolutionsgeschichte sind immer wieder Lebewesen an den Folgen von Dauerstress gestorben, denen es nicht gelang, ein Verhalten zu entwickeln, welcher den Stress kontrollierbar machte. Aufgrund dieses Prozesses wurden ganze Arten ausgelöscht. Das Überleben als Art war nur möglich, indem sich die genetischen Programme der Nachkommen ständig weiterentwickelten, um sich an die immerfort verändernde Lebenswelt anzupassen. So entstanden Schritt für Schritt immer komplexere Lebewesen mit immer flexibleren Nervenzellenverschaltungen im
Gehirn (d.h. die Gehirne wurden immer lernfähiger), die in der Lage waren, den ständigen Änderungen der Welt so zu begegnen, dass die Stressoren
4
Arbeit zitieren:
Diplom Pflegewirt (FH) Sebastian Herholz, 2001, Stress als Voraussetzung menschlichen Lernens und menschlicher Entwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Diagnostik in der klinischen Psychologie - DSM IV und ICD 10
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Effectiveness of Preventative Stress Intervention
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Diplomarbeit, 82 Seiten
Verbale Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache - Überblick und Be...
Hausarbeit, 19 Seiten
Papier schöpfen im 3. Schuljahr (ausführliche Unterrichtsausarbeitung)
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Unterrichtsentwurf, 20 Seiten
Urbanisierung und Konsumgesellschaft vor 1914
Das Berliner Warenhaus und die...
Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
Seminararbeit, 12 Seiten
Effektivität von Hypnose/Hypnosetherapie bei ausgewählten Angststörung...
Psychologie - Beratung, Therapie
Diplomarbeit, 214 Seiten
Eine sprachwissenschaftliche Untersuchung der Werbesprache
Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
Hausarbeit, 20 Seiten
Persönlichkeitsstörungen: Begriff, Typen und Therapien
Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie
Seminararbeit, 22 Seiten
Stress als psychophysiologisches Phänomen - Verlust der Körperwahrnehm...
Hausarbeit, 16 Seiten
Effektivität und Effizienz von Mehrmarkenstrategien - eine kritische A...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit (Hauptseminar), 16 Seiten
Diagnostische Erfassung von Streß und Belastungsverarbeitung (Coping):...
Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie
Referat (Handout), 15 Seiten
Sebastian Herholz hat den Text Stress als Voraussetzung menschlichen Lernens und menschlicher Entwicklung veröffentlicht
Sebastian Herholz hat einen neuen Text hochgeladen
Lernen und Entwicklung in Organisationen / Learning and Development in...
Philip Herdina, Andreas Oberprantacher, Josef Zelger
Stress in Organizations: Toward a Phase Model of Burnout
Robert T. Golembiewski, Robert F. Muzenrider, Jerry G. Stevenson
Gemeinwesen gestalten - Lernen für eine nachhaltige Entwicklung
Susanne Elsen, Katrin Muckenfuss, Elke Seyband, Christa Müller, Isidor Wallimann, Beate Weber
Entwicklung eines Standardkonzepts zur Erstellung interaktiver Tutoria...
E-Learning mit Author-it, Adob...
Martin Uhrig
0 Kommentare