Inhaltsverzeichnis
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A. „Der Mensch ist ein Herdentier“ 3
B. Das Dorf 3
1. Definitionen 3
2. Typisierung nach Siedlungsgröße 4
3. Dorfformen 4
4. Die Phasen der Dorfentwicklung in Mitteleuropa 7
C. Ein Ausblick? 8
D. Literaturverzeichnis 9
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A. „Der Mensch ist ein Herdentier“
Das Thema der vorliegenden Hausarbeit ist das Dorf mit seinen verschiedenen Formen und seinen Entwicklungsphasen. Die Hausarbeit versteht sich als Grundlage: Nur wenn man auch die historische Entwicklung verstanden hat, ist es möglich, heutige und zukünftige Siedlungsentwicklungen nachzuvollziehen. Nimmt man sich das Dorf als Forschungsgegenstand, so muss auch die Bevölkerung Teil der Betrachtung sein, denn was ist eine Siedlung? Ist sie nicht die Summe eines Lebensraumes und der Menschen, die in diesem leben? Der Mensch als Herdentier, wir siedeln gemeinsam: „In der Vergangenheit waren Dorf und Gemeinde in der Regel eine Einheit.“ (HEIDE, VON DER 1984: 55). Könnte diese Aussage auch noch für die Gegenwart gelten?
B. Das Dorf
Wie wichtig die Siedlungsforschung ist, wird deutlich, wenn man sieht, wie groß der Anteil des ländlichen Raumes in Deutschland und in Mitteleuropa immer noch ist: z.B. in Baden-Württemberg etwa 75% der Fläche (www.landwirtschaft-bw.info 2005), von der bayrischen Landesfläche sogar mehr als 80% (www.stmlf.bayern.de 2005).
1. Definitionen
„Was ist ein Dorf heute? (…) Die Frage [ist] nicht präzise beantwortbar, (…) doch weiß jeder (…) was ein Dorf ist. (…)“ (RIEDEL 1988: 17). Zu Beginn möchte ich ein paar Definitionen zu dem Begriff Dorf anführen:
• „Dörfer sind charakteristische Siedlungseinheiten der ländlichen Räume.“ (BECKER 2000: 1).
• „[Das Dorf ist eine] ländliche Gruppensiedlung mit mehr als 12-15 Wohnstätten. Das Dorf ist in der Regel überwiegend durch die Agrarwirtschaft (…) gekennzeichnet. Das Dorf ist größer als der Weiler und erreicht bisweilen Ausmaße eines Stadtdorfs.“ (LESER 2005:163)
• „Die maximale Größe eines Dorfes liegt bei bis zu mehreren Tausend Einwohnern. (…)“ (MICROSOFT 2005).
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2. Typisierung nach der Siedlungsgröße
Tab.1: Größenklassen ländlicher Gruppensiedlungen (Mitteleuropa)
Quelle: LIENAU 1995: 55
Bei der Typisierung nach der Siedlungsgröße gehe ich von der Anzahl der Haus- und Hofstätten (HEINEBERG 2004: 259) aus, nicht von der Einwohnerzahl. Einen Hof, der als isolierte Wohn- und Wirtschaftseinheit, umgeben nur von der Flur in der Landschaft liegt, nennt man Einzelhofsiedlung (HEINEBERG 2004: 259). Der Bauer ist in hohem Grad unabhängig. (WAGNER 1983: 99 f.). Von einer Doppelsiedlung spricht man, wenn zwei Einzelhofsiedlungen, die jeweils eine eigene Wohn- und Wirtschaftseinheit bilden, in direkter Nachbarschaft liegen. Sie entstehen häufig durch eine durch Erbschaft begründete Teilung der Einzelhofsiedlung, aber auch in Wüstungsphasen, wenn Siedlungen verlassen werden (HEINEBERG 2004: 259). Als Weiler bezeichnet man kleine Gruppensiedlungen, die mehr als zwei und bis zu 20 Hofstätten haben (vgl. Tab.1). Für Einzelsiedlungen, Doppelsiedlungen und Weiler kann auch der Oberbegriff „Streusiedlung“ benutzt werden (HEINEBERG 2004: 259). Für Siedlungen mit mehr als 20 Höfen hat man sich auf die Bezeichnung Dorf geeinigt, wobei man zwischen „kleinem Dorf“, „Dorf“ und „Großdorf“ unterscheidet (LIENAU 1995: 55) (vgl. Tab.1).
3. Dorfformen
Prinzipiell lassen sich Dörfer in eine der folgenden Kategorien einordnen:
- geschlossene oder flächige Dörfer
- Dörfer mit polarer Anordnung
- Dörfer mit linearer Anordnung (HEINEBERG 2004: 262)
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Quote paper:
Judith Bernet, 2005, Dorfformen und Phasen der Dorfentwicklung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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