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"Eisfieber" von Ken Follett. Literaturwissenschaftliche Analyse von Spannungserzeugung, Erzähler, Figurenkonzeption

Title: "Eisfieber" von Ken Follett. Literaturwissenschaftliche Analyse von Spannungserzeugung, Erzähler, Figurenkonzeption

Term Paper , 2006 , 38 Pages , Grade: 1

Autor:in: Rebekka Jöst (Author), Julia Wilke (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem aktuellsten Roman des Bestsellerautors Ken Follett, „Eisfieber“.
Die englische Originalausgabe trägt den Titel „Whiteout“ und ist im Jahr 2004 erschienen. Die deutsche Ausgabe wurde von Till R. Lohmeyer und Christel Rost aus dem britischen Englisch übersetzt und wird seit September 2005 durch den Gustav Lübbe Verlag publiziert.

Der Roman umfasst 461 Seiten, welcher sich in drei Teile („Heiligabend“, „Erster Weihnachtsfeiertag“, „Zweiter Weihnachtsfeiertag“) plus Epilog („Erster Weihnachtsfeiertag ein Jahr später“) untergliedern lässt. Teil Eins umfasst 20 Kapitel, Teil Zwei 31. Der „Zweite Weihnachtsfeiertag“ besteht lediglich aus einem Kapitel. Die einzelnen Abschnitte sind nach der jeweiligen Uhrzeit benannt. Daraus ergibt sich eine Kongruenz aus Erzählzeit und Erzählter Zeit.

Der Originaltitel „Whiteout“ wurde unglücklich mit „Eisfieber“ übersetzt. „Mit dem englischen Begriff White-Out bezeichnet man in der Meteorologie die extreme Helligkeit, die bei dünner Bewölkung und einer Neuschneeauflage (z.B. im Hochgebirge oder auch in den Polregionen) zu beobachten ist. Die Ursache für die extreme Helligkeit liegt in der starken diffusen Reflexion des Sonnenlichts an den Schneekristallen und der Bewölkung. Der Begriff White-Out bezieht sich dabei speziell darauf, dass durch die extreme diffuse Reflexion jegliche Konturen der Landschaft verloren gehen können, was eine völlige Orientierungslosigkeit zur Folge haben kann.“(http://www.top-wetter.de/lexikon/w/whiteout.htm) Dieser Prozess spielt in Folletts Roman eine zentrale Rolle: er ist dafür verantwortlich, dass sich der Handlungsverlauf zuspitzt und sich zum Klimax steigert. Die deutsche Übersetzung lässt keinen direkten Zusammenhang von Titel und Handlung zu. [...]

Der Roman soll aus literaturwissenschaftlicher Sicht analysiert werden. Das Augenmerk soll dabei besonders auf die Techniken der Spannungserzeugung, die Bestimmung des Erzählers sowie die Figurenkonzeption gelegt werden, um herauszufinden, welche Faktoren Leselust erzeugen und einen Roman damit zum Bestseller machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Autor

3 Inhalt

4 Stoff und Thema

4.1 Stoff

4.2 Thema

5 Textanfang

6 Bestimmung des Erzählers

6.1 Erzählsystem nach Jürgen H. Petersen 1993

6.1.1 Erzählform

6.1.2 Erzählverhalten

6.1.3 Standort des Erzählers

6.1.4 Erzählperspektive

6.1.5 Erzählhaltung

7 Sprachliche Besonderheiten

8 Figuren

8.1 Figurenkonzeption

8.2 Toni Gallo

8.3 Kit Oxenford

8.4 Stanley Oxenford

8.5 Miranda versus Olga

9 Textende

10 Spannung

11 LeseLust?

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den Roman „Eisfieber“ von Ken Follett aus literaturwissenschaftlicher Perspektive. Dabei wird untersucht, durch welche narrativen Techniken und Figurenkonzeptionen der Autor Spannung erzeugt und das Werk zu einem Bestseller macht, wobei insbesondere das Zusammenspiel von Thriller-Elementen und Familiendrama im Fokus steht.

  • Literaturwissenschaftliche Analyse der Spannungsaufbautechniken.
  • Untersuchung der Figurenkonzeption und ihrer Rollen im Handlungsgefüge.
  • Erzähltechnische Bestimmung durch Anwendung des Erzählsystems nach Jürgen H. Petersen.
  • Untersuchung der thematischen Verknüpfung von globaler Virengefahr und privater Familientragödie.
  • Beurteilung der Wirkung des Romans hinsichtlich der erzeugten Leselust.

Auszug aus dem Buch

5 Textanfang

„Zwei müde Männer sahen Antonia Gallo mit feindseligen, ja hasserfüllten Blicken an. Sie wollten nach Hause, aber das ließ Antonia nicht zu. Beiden war klar, dass sie Recht hatte – und das machte die ganze Sache noch schlimmer.

Alle drei befanden sich im Personalbüro der Pharmafirma Oxenford Medical, eines kleinen, aber feinen Unternehmens, das im Börsenjargon »Boutique Company« genannt wurde. Antonia – Rufname Toni – war Abteilungsleiterin und Sicherheitsbeauftragte. Bei Oxenford Medical wurden Viren erforscht, die unter Umständen tödlich sein konnten. Sicherheit war daher eine todernste Angelegenheit.

Bei einer unangemeldeten Bestandskontrolle hatte Toni festgestellt, dass zwei Proben aus einer Experimentierreihe fehlten – und das war eine schlimme Sache: Die Substanz, ein Reagens mit antiviraler Wirkung, unterlag größter Geheimhaltung, und die dazugehörige Formel war unbezahlbar. Gut möglich, dass die Proben mit der Absicht gestohlen worden waren, sie an eine Konkurrenzfirma zu verkaufen.

Die dunklen Ringe um Tonis grüne Augen und der Ausdruck finsterer Betroffenheit in ihrem sommersprossigen Gesicht hatten jedoch eine andere Ursache. Es gab nämlich noch eine weitere Möglichkeit, und die war ungleich prekärer: Womöglich hatte der Dieb die Proben gestohlen, weil er sie für sich selber brauchte. Dafür aber gab es nur einen einzigen plausiblen Grund: Irgendjemand hatte sich mit tödlichen Viren infiziert, mit denen in den Labors von Oxenford Medical gearbeitet wurde. […]“ (FOLLETT, S.7)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Romans „Eisfieber“ von Ken Follett unter Berücksichtigung der Entstehung und der literaturwissenschaftlichen Zielsetzung.

2 Zum Autor: Biografischer Überblick über den Werdegang und das bisherige Schaffen des Bestsellerautors Ken Follett.

3 Inhalt: Detaillierte Zusammenfassung der Romanhandlung, die von der Entdeckung eines fehlenden Virus bis zur Rettung durch die Protagonistin reicht.

4 Stoff und Thema: Differenzierung zwischen dem stofflichen Gehalt der Fiktion und der thematischen Ausrichtung auf Virengefahr und Familientragödie.

5 Textanfang: Analyse der Einstiegsszene des Romans, die den Leser unmittelbar in medias res mit dem Konflikt konfrontiert.

6 Bestimmung des Erzählers: Untersuchung der Erzählperspektive und -haltung auf Basis der Theorie von Jürgen H. Petersen.

7 Sprachliche Besonderheiten: Analyse des Schreibstils, der Satzstruktur und der identitätsstiftenden Sprache im Roman.

8 Figuren: Charakterisierung der Hauptfiguren Toni Gallo, Kit Oxenford, Stanley Oxenford sowie des Schwesternverhältnisses zwischen Miranda und Olga.

9 Textende: Untersuchung des Romanabschlusses im Hinblick auf den erzählten Konflikt und die Auflösung der Handlungsstränge.

10 Spannung: Analyse der Techniken zur Erzeugung innerer und äußerer Spannung, insbesondere durch Geheimnisse und Handlungsverlangsamung.

11 LeseLust?: Reflexion über den Unterhaltungswert des Romans unter Einbeziehung kritischer Stimmen und literaturwissenschaftlicher Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Eisfieber, Ken Follett, Toni Gallo, Erzähltheorie, Jürgen H. Petersen, Spannungserzeugung, Figurenkonzeption, Bestseller, Virengefahr, Familientragödie, Literaturanalyse, Whiteout, Oxenford Medical, Erzählverhalten, Plot.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dem Roman grundlegend?

Der Roman handelt von der Sicherheitschefin Toni Gallo, die in einer Pharmafirma den Diebstahl eines tödlichen Virus untersucht und gleichzeitig in eine gefährliche Geiselnahme innerhalb der Familie des Firmeninhabers verwickelt wird.

Welche zentralen Themen werden in der Arbeit behandelt?

Die Arbeit beleuchtet die Verknüpfung von globaler Bedrohung durch Biowaffen mit dem intimen Familiendrama der Familie Oxenford sowie die literarischen Mittel zur Spannungsgenerierung.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist eine literaturwissenschaftliche Analyse, die ergründen soll, wie Ken Follett durch bestimmte Erzähltechniken und Figurenkonstellationen Leselust erzeugt und seinen Roman zum Erfolg führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt als theoretische Grundlage das Erzählsystem von Jürgen H. Petersen, um den Erzähler, die Erzählperspektive und die Erzählhaltung des Romans präzise zu bestimmen.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Erzählweise, die detaillierte Vorstellung und Einordnung der Hauptcharaktere sowie die Untersuchung der verschiedenen Techniken der Spannungssteigerung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören neben dem Buchtitel „Eisfieber“ und dem Autor Ken Follett insbesondere die Analyse-Begriffe wie Figurenkonzeption, Erzählhaltung, Spannungserzeugung und die thematischen Schwerpunkte Virus und Familiendrama.

Wie bewerten die Verfasserinnen die Entwicklung von Toni Gallo?

Die Verfasserinnen sehen in Toni Gallo eine eindimensionale, ehrgeizige Karrierefrau, deren Rolle als "Weltretterin" zwar das Klischee bricht, deren Charaktertiefe jedoch hinter ihrem festen Rollenbild zurückbleibt.

Warum wird der Titel „Eisfieber“ im Text kritisiert?

Der Text kritisiert die Übersetzung des englischen Originaltitels „Whiteout“ als unglücklich, da der Fachbegriff aus der Meteorologie die zentrale Handlungsbedeutung von Orientierungslosigkeit im Roman direkter transportiert hätte.

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Details

Title
"Eisfieber" von Ken Follett. Literaturwissenschaftliche Analyse von Spannungserzeugung, Erzähler, Figurenkonzeption
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Course
Leselunst und Evolution
Grade
1
Authors
Rebekka Jöst (Author), Julia Wilke (Author)
Publication Year
2006
Pages
38
Catalog Number
V68772
ISBN (eBook)
9783638595018
Language
German
Tags
Follett Eisfieber Leselunst Evolution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebekka Jöst (Author), Julia Wilke (Author), 2006, "Eisfieber" von Ken Follett. Literaturwissenschaftliche Analyse von Spannungserzeugung, Erzähler, Figurenkonzeption, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68772
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