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(QWZLFNOXQJYRQ6LPXODWLRQVVRIWZDUH]XU%HVWLPPXQJGHU *HZLFKWVIXQNWLRQLGHDOLVLHUWHU7LHISlVVHPLWPRGLIL]LHUWHQ QLFKWLGHDOHQ3KDVHQVSHNWUHQ
eingereicht am:
von: Jirka Lindemann
geboren am 24.06.1976 in Schwerin
.XU]UHIHUDW
Zur Analyse des spektralen Übertragungsverhaltens idealisierter Tiefpässe mit modifizierten Phasenspektren wurde ein Softwarepaket entwickelt, mit dem der Einfluss dieser Phasenspektren auf Gewichts- und Sprungfunktion des Systems simuliert werden kann.
Um die Zusammenhänge des Systemverhaltens im Spektral- und im Zeitbereich zu verdeutlichen, werden Amplitudengang, Phasengang, Gruppenlaufzeit und Gewichtsfunktion gleichzeitig graphisch dargestellt. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein zusätzliches Fenster für die Darstellung der Sprungfunktion zu öffnen.
Da die Software hauptsächlich als Lehrmaterial genutzt werden soll, wurden Beispiele typischer Phasenverzerrungen zusammengestellt, die für idealen Rechtecktiefpass und Trapeztiefpass einstellbar sind.
Die Nyquistfrequenz beider Tiefpässe und der Roll-off-Factor des Trapeztiefpasses sind variabel, um den Einfluss von Bandbreite und Dämpfung im Spektralbereich auf das Zeitverhalten sichtbar zu machen.
Für die Realisierung beliebiger Phasenverzerrungen ist ein Unterprogramm implementiert worden, das die manuelle Eingabe der Phasenwinkel ermöglicht.
III
QKDOWVYHU HLFKQLV
Seite
1. Verzeichnis der Abkürzungen und Formelzeichen 1
2. Einleitung 2
3. Analytik 3
3.1 Berechnung für typische Phasenverzerrungen 3
3.1.1 Lineare Phasenverzerrungen 3
3.1.2 Nichtlineare Phasenverzerrungen 6
3.2 Berechnung für manuelle Eingabe der Phasenverzerrungen 10
4. Softwaredokumentation 14
4.1 Buttonbelegung 15
4.2 Allgemeine Informationen 16
4.3 Manuelle Phasenwinkeleingabe 17
5. Zusammenfassung 18
6. Literaturverzeichnis 20
7. Anlagenverzeichnis 21
8. Anlagen 22
9. Thesen 29
9HU]HLFKQLVGHU$ENU]XQJHQXQG)RUPHO]HLFKHQ
Kreisfrequenz [s -1 ] ω
ω g Grenzfrequenz
ω N Nyquistfrequenz
ϕ(ω) Phasenwinkel
b(ω) Phasenfunktion
∆b(ω) Abweichung von der linearen Phasenverschiebung
τ gr (ω) Gruppenlaufzeit
G TP (jω) Amplitudenfrequenzgang
|G(jω)| Amplitudengang
G n n-ter Abtastwert von |G(jω)|
ϕ n n-ter Abtastwert von ϕ(ω)
t Zeit [s]
T Verzögerungszeit
g(t) Gewichtsfunktion
g l (t) durch lineare Phasenverschiebung hervorgerufener Anteil der
Gewichtsfunktion
∆g(t) durch ∆b(ω) hervorgerufener Anteil der Gewichtsfunktion
h(t) Sprungfunktion
r Roll-off-Factor
k konstanter Faktor
ε konstanter Faktor
1
(LQOHLWXQJ
Die gerade in der Nachrichtentechnik notwendige Filterung von Signalen erfordert eine genaue Analyse dieses Vorgangs im Zeit- und im Spektralbereich.
Obwohl sich hier hauptsächlich die Dämpfungsverzerrungen durch Frequenzbandbeschränkung auf das Empfangssignal auswirken, können auch Phasenverzerrungen einen wesentlichen Einfluss darauf haben.
Da die Verzerrungen Nebenechos bei der Gewichtsfunktion verursachen und damit den Einschwingvorgang verlängern, wird mit verschiedenen Methoden versucht, diese zu minimieren.
So nutzt man beispielsweise Tiefpässe mit cos 2 -Flanken, die auftretende Überschwinger optimal dämpfen. Außerdem werden oft Netzwerke zur Phasenvorverzerrung eingesetzt, um den durch die Filter verursachten Phasenverzerrungen entgegenzuwirken. Dazu müssen aber die Auswirkungen dieser Verzerrungen genau analysiert werden.
Zur Untersuchung des Einflusses verschiedener Phasenspektren auf die Gewichtsfunktion wurde deshalb in dieser Belegarbeit ein entsprechendes HP VEE Programm entwickelt, mit dem das Systemverhalten für idealisierte Rechteck- und Trapeztiefpässe nachgebildet werden kann.
Um die Zusammenhänge des Systemverhaltens im Spektral- und im Zeitbereich zu verdeutlichen, werden Amplitudengang, Phasengang, Gruppenlaufzeit und Gewichtsfunktion gleichzeitig graphisch dargestellt. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein zusätzliches Fenster für die Darstellung der Sprungfunktion zu öffnen.
Da die Software hauptsächlich als Lehrmaterial genutzt werden soll, wurden Beispiele typischer Phasenverzerrungen zusammengestellt, die für idealen Rechtecktiefpass und Trapeztiefpass einstellbar sind.
Die Nyquistfrequenz beider Tiefpässe und der Roll-off-Factor des Trapeztiefpasses sind variabel, um den Einfluss von Bandbreite und Dämpfung im Spektralbereich auf das Zeitverhalten sichtbar zu machen.
Für die Realisierung beliebiger Phasenverzerrungen ist ein Unterprogramm implementiert worden, das eine manuelle Eingabe der Phasenwinkel ermöglicht.
2
$QDO\WLN
Da die Berechnung eines Integrals der Form
∞ 1 G H H W J ∫ ω ϕ ω ω − ¡ = ) ( * * ) (
π 2
∞ −
unter HP VEE aufgrund der zweiten Variable t nicht ohne weiteres möglich ist,
wurde die Gewichtsfunktion auf zwei Arten ermittelt.
Während für den Programmteil mit den wählbaren typischen
Phasenverzerrungen die einzelnen Integrale schriftlich berechnet und nur die
Endergebnisse verwendet wurden, erfolgte die Berechnung der
Gewichtsfunktion bei manueller Eingabe der Phasenverzerrungen über eine
Fourierreihe.
Die genaue Vorgehensweise wird nachfolgend noch näher erläutert.
Um die Sprungfunktion zu ermitteln wurde die Gewichtsfunktion g(t) über t
integriert. Da g(t) nur noch die Variable t enthält, konnte dazu die in HP VEE
implementierte Integralfunktion verwendet werden.
%HUHFKQXQJIUW\SLVFKH3KDVHQYHU]HUUXQJHQ
Die typischen Beispiele für Phasenverzerrungen wurden zusammengestellt,
um das Systemverhalten für die interessantesten Fälle zu verdeutlichen.
/LQHDUH3KDVHQYHU]HUUXQJHQ
Der einfachste Fall ist die in Anlage Nr. 1 dargestellte lineare
Phasenverschiebung.
Hier ist die Gruppenlaufzeit τ gr konstant. Das heißt, alle Frequenzen werden
gleich stark verzögert.
3
Die Gewichtsfunktion für den Rechtecktiefpass wird folgendermaßen berechnet.
W J = ) (
G H W J ∫ ω = * ) ( π 2 ∞ − ω 1 ¢ G 7 W W J ∫ ω ω − = )) ( cos( * ) ( π 0 ω
Mit dieser Berechnung wurde einmal ausführlich gezeigt, dass die
Rechteckfunktion mit Phasenverschiebung im Frequenzbereich mit einer
verschobenen Spaltfunktion im Zeitbereich korrespondiert. Im Folgenden wird
nur noch mit Korrespondenzen gearbeitet.
Die Trapezfunktion setzt sich aus Rechteckfunktion und Dreieckfunktion
zusammen, wobei die Dreieckfunktion im Frequenzbereich mit einer
quadratischen Spaltfunktion im Zeitbereich korrespondiert. Für kleiner
werdenden Roll-off-Factor r werden die Trapezflanken steiler und der Einfluss
der Dreieckfunktion nimmt ab. Wenn im Extremfall r=0 ist handelt es sich nur
noch um eine reine Rechteckfunktion bzw. bei r=1 um eine reine
Dreieckfunktion.
Daraus ergibt sich für die Gewichtsfunktion folgender Zusammenhang.
7 W U 7 W
ω ω ω
− −
W J
=
) (
" ! #
Man erkennt, dass auch hier bei abnehmendem Roll-off-Factor r der Einfluss
der Dreieckfunktion abnimmt. Das bedeutet, die Vor- und Nachschwinger der
Gewichtsfunktion werden immer weniger stark gedämpft.
4
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Jirka Lindemann, 2000, Entwicklung von Simulationssoftware zur Bestimmung der Gewichtsfunktion idealisierter Tiefpässe mit modifizierten nichtidealen Phasenspektren, Munich, GRIN Publishing GmbH
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