Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Klärung grundlegender Begrifflichkeiten 8
2.1 Verschiedene Formen des Geldes 8
2.1.1 Naturalgeld 8
2.1.2 Münzgeld 9
2.1.3 Papiergeld 10
2.1.4 Symbolsystem Geld 11
2.2 Nachteile konventioneller Zahlungssysteme 11
3. Die Notwendigkeit der Entwicklung elektronischer Zahlungs-varianten 13
4. Anforderungen an elektronische Zahlungssysteme 14
5. Unterscheidung zwischen CyberCash und DigiCash 16
5.1 Internet: Das Netz der Netze 18
6. Rechtliche Rahmenbedingungen des elektronisches Zahlungsverkehrs 20
6.1 Sieben Regeln für die Ausgabe von eGeld 20
6.2 Gesetzesinitiativen zur digitalen elektronischen Signatur 21
6.3 Gesetzesinitiativen zum elektronischen Geschäftsverkehr 22
7. Paybox 26
7.1 Transaktion einer Taxigebühr 27
7.2 Bargeldüberweisung via Paybox 27
7.3 Technische Voraussetzungen 28
7.3.1 Sicherheit der Händler 32
7.3.2 Sicherheit des Kunden 33
8 Kurzes Fallbeispiel: PayPal 34
9. Fazit 36
Literaturverzeichnis 38
Internetquellen 39
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Die Entwicklung von Zahlungssystemen,
(Quelle: Stolpmann 1997, S. 18)
Abbildung 2: Zusammenarbeit von CyberCash zwischen Banken und Händlern, (Quelle: D.C. Lynch /L. Lundquist 1997, S. 44)
Abbildung 3: Vor- und Nachteile des Internets,
(Quelle: Kristoferitsch, G 1998, S. 31)
Abbildung 4: Artikel 3, Richtlinie 2000/31/EG,
(Quelle: Ketterer 2002, S. 287)
Abbildung 5: Fortsetzung Artikel 3, Richtlinie 2000/31/EG,
(Quelle: Ketterer 2002, S. 288)
Abbildung 6: Ablauf einer paybox-Zahlung,
(Quelle: Teichmann/ Nonnenmacher/ Henkel 2001, S. 283)
Abbildung 7: Zahlungsfunktion bei Paybal,
(Quelle:http://www.shareholder.com/paypal/releaseDetail.cfm?ReleaseID=7430 &Category=Germany, Stand: 15.03.2006
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1.
Unsere Welt wird von einem noch kaum abschätzbaren Umfang weltweiter Computernetzwerke beeinflusst. Durch die neuen Informationstechniken werden Umbrüche in Prozessen und Strukturen sichtbar. Nationale Grenzen werden aufgehoben und Entfernungen zu Standorten relativiert. Im Vordergrund steht dabei der Austausch von Informationen, bei dem Daten und Wissen über den elektronischen Vertriebsweg angeboten werden. Für Waren und Dienstleistungen eröffnen sich somit ständig neue Absatzwege. Örtliche Bindungen werden durch die Online-Kommunikation aufgehoben. Durch den Wegfall der Kontrollpunkte für Informationen an den Landesgrenzen werden die nationalen Grenzen im Verlauf des Entwicklungsprozesses verwischt. Die Daten werden hierbei über Kabel- und Satellitenverbindungen übertragen. Mit der Digitalisierung jeder beliebigen Form von Kommunikation, Ton und Bilder eingeschlossen, gibt es technisch gesehen keinen Unterschied mehr zwischen der Übermittlung eines Briefes, eines Telefonanrufes oder eines Spielfilmes. Dabei kommt es ganz allein auf die Übertragungsgeschwindigkeit, die jeweilige Bandbreite an, um die Informationen dieser verschiedenen Kommunikations-formen zu transportieren. Durch eine sich ständig weiterentwickelnde Technologie wird sich die Übertragungsgeschwindigkeit fortlaufend verbessern.
Das Internet wächst schneller als je ein anderer Wirtschaftsektor zuvor. Niemand weiß wirklich genau, wie viele Menschen sich täglich an dieser kaum organisierten und regulierten internationalen Kommunikations-Infrastruktur beteiligen. Schätzungen ergeben, dass allein in Deutschland über 34 Mio. Menschen über einen Internetanschluss verfügen.
Die Mehrheit der weltweiten Konsumenten stammt aus Ländern mit einer erhöhten Kaufkraft, die über diese globale Informations-Infrastruktur, auch genannt „Information Superhighway“, zu Hause erreichbar sein werden.
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Dies hat zur Folge, dass sich ein erheblicher Anteil des traditionellen Handels auf dieses Medium verlagern wird. Neuartige Unternehmensformen werden entstehen, die sich diese globale, interaktive Kommunikationsumgebung zu nutzen machen werden. 1
Elektronische Zahlungssysteme stehen dabei im Zentrum dieser Entwicklungen. Das Einrichten von online-Geschäften sowie das Bestreben, Produkte und Dienstleistungen über das globale Netzwerk anzubieten, ist für die Unternehmen nur dann von Vorteil, wenn eine Möglichkeit existiert, einen finanziellen Nutzen aus der Verwendung der neuen Infrastruktur zu ziehen. Traditionelle Zahlungssysteme wie Bargeld und Kreditkartenzahlung sind in dieser neuen Umgebung entweder nutzlos oder unzureichend aufgrund der Sicherheitslücken und der vorhandenen Ineffizienz im System. Möchte ein Leser beispielsweise eine neuartige multimediale Zeitschrift mit seiner Kreditkarte erwerben, in der Audioaufnahmen von Interviews enthalten sind, wäre dieser Vorgang nicht möglich, da die Transaktionskosten höher wären als der angebotene Preis zum Erwerb der Zeitschrift. Hätte der Zeitungsverleger die Absicht, einzelne Seiten oder ganze Artikel zu veräußern, wären diese Verkäufe nur auf Basis von Cent-Beträgen möglich, welche einen Kauf über die Kreditkarte von vornherein ausschließen würde. Neuartige Zahlungssysteme werden entwickelt, um die Zahlungssicherheit in unsicheren Umgebungen wie dem Internet zu sichern und Kosten bestehender Zahlungssysteme zu vermeiden. Finanzinstitute, Technologieunternehmen und Telekommunikationsanbieter entwickeln Systeme, um den letzten Zahlungsmechanismus für den Kauf der Produkte zu übernehmen. Die Entwicklung intelligenter Chipkarten, bei denen die Transaktionskosten wesentlich niedriger ausfallen als bei herkömmlichen Kreditkarten, ermöglicht es, dass diese Wertkarten für jeden Kaufvorgang verwendet werden können. Da sich die in den Geldkarten verwendete Technologie nur unwesentlich von den Lösungen der globalen Netzwerke unterscheidet, lassen sich diese bargeldlosen Systeme mit den Zahlungsmechanismen der Netzwerke verbinden.
1 Vgl. Furche, A./ Wrightson, G. : Computer Money, Internet- und Kartensysteme, Ein systematischer Überblick, S. 1
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Nicht nur für den Erwerb von Gütern und Dienstleistungen, sondern auch für Investitionen im Aktienmarkt werden diese Zahlungsmechanismen verwendet, um Vermögenswerte aus allen möglichen Gründen zu übertragen. Durch die Ausbreitung des Internets sind viele Unternehmen bestrebt, ihre Informationen, Dienstleistungen und Waren einem weltweiten Publikum anzubieten, unabhängig davon, wo sie Ihren Standort haben.
Viele Regierungen sind jedoch um ihre Steuereinnahmen besorgt, da Güter und Dienstleistungen vom Ausland aus in einem Land angeboten werden können, die eine zwingende Bindung an lokale Besteuerung und bestehende Ordnungsregeln unterlässt. Auch Datenschützer sind über die mögliche Überwachung jedes Kaufvorgangs beunruhigt. Selbst kleinere Kaufvorgänge die bisher mit Bargeld abgewickelt wurden, können überwacht und zurückverfolgt werden. Für den Einzelnen kann dies zu bedrohlichen tieferen Einschnitten in seine Privatsphäre führen. Steuerbehörden und Gesetzeshüter machen sich dagegen über genau das Gegenteil Sorgen. Es besteht die Gefahr, dass elektronische Zahlungen zwischen beliebigen Orten anonym durchgeführt werden und eine ideale Infrastruktur für Steuerhinterziehung, Geldwäsche und andere kriminelle Aktivitäten entsteht. Viele private Banken fürchten, ihre Marktstellung im Bereich Finanzdienstleistungen wird abgeschwächt, weil andere Institute in der Lage sind, Transaktionen durchzuführen und andere Dienste zu übernehmen, die als Äquivalent zu den traditionellen Bankdienstleistungen angesehen werden. Kommunikations- und Technologieunternehmen können
Kommunikationsstruktur nutzen, um ihr Geschäftsfeld auf andere gewinnträchtige Bereiche auszudehnen und betrachten dies daher eher als günstige Gelegenheit. Die neuen elektronischen Zahlungssysteme werden besonders von den Zentralbanken beobachtet, da die untersuchten Probleme zu einem Verlust der gegenwärtigen Einnahmen aus der Emission von Bargeld führen. Die potentielle Gefahr besteht hier vor allem in einer monetären Instabilität der Banken. Alle beteiligten Parteien müssen daher die möglichen Konsequenzen untersuchen, die aus einer Nutzung der neuen Zahlungsmethoden entsteht.
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Um einen potenziellen Missbrauch der neuen Systeme zu verhindern, muss eine besondere Gesetzgebung von Seiten der Regierungsstellen vorgelegt werden. 2
Für das Erkennen solcher Probleme und das Finden bestimmter Lösungsansätze ist es vor allem wichtig zu verstehen, was die neuen Zahlungssysteme sind, wie sie funktionieren, welche Möglichkeiten für den Benutzer entstehen und welche Grenzen nicht überschritten werden dürfen.
In der folgenden Arbeit sollen die Bedeutung und Anforderung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen eines „elektronischen Zahlungsverkehrs“ erläutert werden. Die Fallstudie der Firma „Paybox“ erklärt, wie erfolgreich neu entwickelte Zahlungssysteme sein können. Zunächst sollen einige Begrifflichkeiten näher erläutert werden, die sich allgemein mit dem Thema „Zahlungsverkehr“ beschäftigen. Die Abschnitte „Notwendigkeit der Entwicklung elektronischer Zahlungssysteme“ und „Anforderung an elektronische Zahlungssysteme“ stellen die Wichtigkeit bzw. die Bereitschaft der Unternehmen dar, ständig nach neuen Möglichkeiten zu forschen, um einen reibungsfreien Zahlungsverkehr zu gewährleisten.
2 Vgl. Furche, A./ Wrightson, G. : Computer Money, Internet- und Kartensysteme, Ein systematischer Überblick, S. 3-7
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2. Klärung grundlegender Begrifflichkeiten
Im folgenden Abschnitt wird die Entwicklung von vergangenen bis zu zukünftigen Zahlungssystemen beschrieben.
2.1 Verschiedene Formen des Geldes
Der Übergang von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft ist vor allem durch ein sich zunehmend veränderndes Wertebewusstsein spürbar. Immaterielle Größen, wie Informationen, Know-how und Geschäftsanteile besitzen heutzutage einen größeren Stellenwert, als bis vor wenigen Jahrzehnten noch physikalische Objekte von Bedeutung waren. Bargeld existiert nur noch zu einem geringen Bruchteil und hat sich von einem substantiellen Wertmaßstab zu einer flüchtigen Repräsentationsform entwickelt. Digitales Geld wird innerhalb von Sekundenbruchteilen in elektronischer Form rund um den Globus versendet und ist somit zur digitalen Ware geworden. 3
2.1.1 Naturalgeld
Die ursprüngliche Form des Warentausches ergab sich aus der Knappheit von Ressourcen und dem Besitzstreben der Menschen. Hierbei stellten vor allem die unterschiedlichen Wertevorstellungen der beteiligten Tauschpartner ein Problem dar. Dieses Problem konnte nur durch eine Relativierung der Wertvorstellungen gelöst werden. Das Medium Geld wurde als neutrales Element eingeführt. Häufig wurden Naturprodukte wie Muscheln, Steine, Pflanzen und Früchte als Zahlungsmittel eingesetzt, deren Eigenschaften folgende Kriterien aufweisen mussten:
3 Vgl. Stolpmann, G.: Elektronisches Geld im Internet, Grundlagen, Konzepte, Perspektiven S.
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Arbeit zitieren:
Diplom Betriebswirt (FH) Johannes Hanschke, 2006, Zahlungsverkehr im Internet, München, GRIN Verlag GmbH
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