Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
ADAC Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V.
bzw. beziehungsweise
bsw. beispielsweise
ca. circa
etc. et cetera
GMAC-Bank Autobank der General Motors AG
FLF Finanzierung – Leasing – Factoring
FMDS Finanzmarkt-Daten-Service
VW Volkswagen
z.B. zum Beispiel
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ÜBERBLICK 1
1.2 ZIELSETZUNG 1
1.3 VORGEHENSWEISE 2
2 DIE HERSTELLERVERBUNDENEN AUTOBANKEN 2
2.1 MARKT UND UMFELD 2
2.2 AUFGABE UND AUFBAU HERSTELLERVERBUNDENER AUTOBANKEN 3
2.3 PRODUKTE 3
2.3.1 Leasing und Finanzierung 3
2.3.2 Versicherungen 4
2.3.3 Fahrzeugunabhängige Bank- Versicherungsleistungen 4
2.4 REFINANZIERUNG 4
2.5 WERTSCHÖPFUNG 5
2.5.1 Provisionen 5
2.5.2 Selbsterstellte Bankleistungen 5
2.5.3 Zinsdifferenz und Steuerstundungseffekt 6
2.6 WETTBEWERBSVORTEILE UND CHANCEN 7
2.7 NACHTEILE UND RISIKEN 8
3 FAZIT UND AUSBLICK 9
Einleitung 1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Überblick
Wer vor 20 Jahren ein Automobil leaste oder finanzierte, erntete dafür häufig verständnislose Blicke. Im Laufe der letzten Jahre hat sich das „Asset-Management“ der privaten Haushalte stark verändert. Nur wenige sind noch bereit das gesamte Kapital für einen Neuwagen zu binden 1 , wenn sie ihn so günstig finanzieren können, dass selbst die klassische Parallel-Anlage bei der Hausbank noch Gewinne abwerfen würde. Dementsprechend sind mittlerweile mehr als 75% der neu zugelassenen Fahrzeuge geleast oder über monatliche Raten finanziert. 2 Mit 40% Neuwagenpenetrationsrate (Anteil der finanzierten Fahrzeuge an der Gesamtheit der verkauften Fahrzeuge eines Jahres) 3 sind die Leasings- und Finanzierungsgesellschaften der Autohersteller in diesem Segment Marktführer vor allen anderen Kreditinstituten und beschränken sich bei ihrem „Siegeszug“ auch nicht mehr nur auf die Finanzierung von Kraftfahrzeugen, sondern entwickeln sich nach und nach zu Vollbanken. Dabei überbieten sie ihre Konkurrenz deutlich an Wirtschaftlichkeit. Mit einer Cost-Income-Ratio (Aufwands- / Ertragsverhältnis) von 40% bis 55% 4 arbeiten sie wesentlich effizienter als der Durchschnitt der deutschen Kreditbanken mit 74% 5 und erreichen so eine Eigenkapitalrendite von über 40% (VW-Bank und GMAC-Bank) 6 , einige sogar von mehr als 100% (BMW Financial Services) 7 , mit der sie den RoE 8 der Sparkassen (11,07%) und Kreditgenossenschaften (10,55%) im Mittel vervierfachen. 9 Mit durchschnittlich 10% Wachstum pro Jahr heben sie sich stark vom innerdeutschen Wirtschaftswachstum ab und gestalten dabei das Selbstverständnis ihrer Mutterkonzerne von Produzenten zu Mobilitätskonzernen um 10 .
1.2 Zielsetzung
Ziel der Arbeit ist es, die Ökonomie der Autobanken zu analysieren und die Erfolgsfaktoren genauer zu beleuchten. Im Weiteren wird ein Ausblick auf die Entwicklung in diesem Markt und mögliche Einflüsse auf die Bankenwelt gegeben. Dabei stehen, wegen der Limitierung auf
1 Vgl www.mygalleria.de 22.10.04 „Autofinanzierung im Autohaus voll im Trend“
4 Vgl Automobilwoche 05.07.04 „Autobanken: Sterntaler als Lockmittel“
5 Statistik der Dt.Bundesbank: „Aufwand-/Ertrag-Relation nach Bankengruppen“ 6 Vgl Capital 26.05.04 „Autobanken: In voller Fahrt“ 7 Vgl Capital 26.05.04 „Autobanken: In voller Fahrt“ 8 Return on equity (Eigenkapitalrendite) 9 Statistik der Dt.Bundesbank: „Eigenkapitalrentabilität einzelner Bankengruppen“ 10 Vgl Capital 26.05.04 „Autobanken: In voller Fahrt“
Die herstellerverbundenen Autobanken 2
zehn Seiten, die herstellerverbundenen Autobanken, sowie der Neuwagenmarkt im Fokus. Gebrauchtwagenmärkte und unabhängige Autofinanzierer werden bewusst vernachlässigt.
1.3 Vorgehensweise
Da zu diesem Thema keine spezielle Literatur vorhanden ist, stütze ich meine Ausführungen auf Artikel aus Fachzeitschriften, Tageszeitungen, Internetrecherche und eigene Angaben der Autobanken. Im Kapitel „Markt und Umfeld“ wird zur Einführung ein Überblick über den Markt der Autofinanzierung gegeben. Im Weiteren gehe ich auf die Stellung der Autobanken und ihre Funktion im Konzern der Automobilhersteller ein und erläutere kurz sowohl die gängigen Produkte, als auch die Refinanzierung. Besonders herausgestellt werden hierbei die Wettbewerbsvorteile, die den Autobanken ihre Sonderstellung am Markt ermöglichen. Abschließend wird in Kapitel 3 ein Ausblick über die mögliche Entwicklung der nächsten Jahre behandelt und die Ergebnisse der Arbeit noch einmal in einem Fazit zusammengefasst.
2 Die herstellerverbundenen Autobanken
2.1 Markt und Umfeld
Trotz schwacher Konjunktur und Konsumflaute in den vergangenen Jahren, hielt sich der Absatz von Neuwagen in Deutschland relativ konstant. Im Jahr 2003 wurden 3,24 Millionen
Neuwagen zugelassen und weitere 6,77 Millionen Kraftfahrzeuge wechselten den Besitzer. 11 Nach Angaben des Arbeitskreises der Autobanken wurden etwa 75% der Neuwagen 2003 geleast oder finanziert, was bei einem durchschnittlichen Neuwagenpreis von 22.360 Euro, über
54 Milliarden Euro Finanzierungsbedarf allein bei den Neuwagen bedeutet. Ein interessanter
Markt, den sich in Deutschland vorwiegend vier Gruppen von Unternehmen teilen.
• Den mit Abstand größten Marktanteil in diesem Segment besitzen die herstellerverbundenen Autobanken, so genannte „Captives“, die etwa 40% aller Neuwagen finanzieren.
• Hinzu kommen Unternehmen, die aufgrund ihres Engagements in der Automobilbranche und ihren Kontakten zur Zielgruppe, Kredite vermitteln, die wiederum zu einem großen Teil bei den Autobanken abgeschlossen werden. So bestehen strategische Allianzen zwischen dem
ADAC und der VW-Bank, sowie zwischen dem Auto-Club-Europa und der BHW-Bank 12 .
Mit weniger als 20.000 vermittelten Verträgen pro Jahr (ADAC) treten diese jedoch eher in
den Hintergrund. 13
12 Vgl Automobilwoche 05.07.04 „Autobanken: Sterntaler als Lockmittel“
13 Vgl Peter Köhler, Handelsblatt 14.10.04 „VW-Finanztochter plant eigene Versicherungstarife“
Quote paper:
Diplom-Betriebswirt Jan-Hendrik Boerse, 2004, Economics von Autobanken, Munich, GRIN Publishing GmbH
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DOI
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