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Wahlsystem BRD und Neuseeland

Title: Wahlsystem BRD und Neuseeland

Term Paper , 2003 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bettina Ruland (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Bei der ersten Betrachtung des Wahlsystems der Bundesrepublik Deutschland und dem Neuseelands wirft sich die Frage auf, was das im Pazifik gelegene Neuseeland und Deutschland für Gemeinsamkeiten in ihrem Wahlsystem haben.
In Neuseeland, einer ehemaligen britischen Kolonie, wurde 1996 das erste Mal nach dem bundesrepublikanischen Wahlsystem das Repräsentantenhaus gewählt. In dieser Arbeit soll vor allem das neuseeländische System dargestellt werden, die Entwicklung zur Wahlrechtsreform, eine kurze Darstellung des Ablaufes der Reform und anhand des deutschen Wahlsystems werden die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede beleuchtet. Die Auswirkungen können zwar angedacht werden, doch nach einem verhältnismäßig kurzen Bestand des Wahlsystems, es befindet sich erst in der 3. Legislaturperiode, können noch keine langfristigen Aussagen getroffen werden. Die Hauptbezugsliteratur waren die Bücher von André Kaiser und Carolin Brummet, die Reform des neuseeländischen Wahlsystem und deren Auswirkungen zeigten, eine weitere Quelle das Internet.
Durch die Aktualität, mehr oder weniger, ist die Forschung bzw. Literaturquelle noch nicht so ausgereift, wie bei einem länger bestehenden Wahlsystem.
Die vorliegende Literatur kann aber schon Aussagen treffen, wie das Wahlsystem angewendet wird und wie es wirkt.
Es soll einen kurzen Einblick in das neuseeländische politische System gegeben werden und die Unterschiede zu Deutschland markieren.
Eine weiter Frage die behandelt werden soll ist wie wirkt ein Wahlsystem aus einer Bundesrepublikanischen Demokratie auf ein zentralistisch verwaltetes Land. Das Wahlsystem ist oft ein Indikator für die Auswirkungen auf die politische Machtverteilung. Wie sieht das in Neuseeland nach der Wahlsystemreform aus und gibt es große Veränderungen in der Parteienlandschaft?
Mit diesen Fragen soll sich diese Arbeit beschäftigen und die Hauptmerkmale im Bezug auf Deutschland markieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.Wahlrechtsreform in Neuseeland

2.1 Wahlsystem vor der Reform

2.2. Gründe und Ursachen für die Reform

2.3 „Royal Commission on the Electoral System” und Referendum

2.4. Einführung des neuen Wahlsystems

3. Wahlsystem BRD und Neuseeland

3.1 Gemeinsamkeiten der Wahlsysteme

3.1.1 Passives und aktives Wahlrecht

3.1.2 Erst- und Zweitstimme

3.1.3 Sperrklausel/Direktmandate

3.1.4 Überhangmandate

3.2 Unterschiede im Wahlsystem

3.2.1 Wahlperiode

3.2.2 Wahlkreiseinteilung und Wahlregister

3.2.3 Stimmenverrechnungsverfahren

3.2.4 Maori Vertretung

3.2.5 „by-elections“ und „deposits”

4. Auswirkungen der Wahlsystemreform in Neuseeland

4.1 Auswirkungen auf das Parteiensystem

4.2 Auswirkung auf die Regierungsbildung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Transformation des neuseeländischen Wahlsystems von einer relativen Mehrheitswahl hin zu einem personalisierten Verhältniswahlsystem nach deutschem Vorbild. Ziel ist es, die Gründe für die Reform zu beleuchten, die neuseeländischen und deutschen Wahlsysteme in ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden gegenüberzustellen und die frühen Auswirkungen der Reform auf das Parteiensystem sowie die Regierungsbildung in Neuseeland zu analysieren.

  • Historische Entwicklung der Wahlrechtsreform in Neuseeland
  • Vergleichende Analyse der Wahlsysteme von Deutschland und Neuseeland
  • Mechanische und psychologische Effekte der Wahlsystemänderung
  • Wandel der Parteienlandschaft vom Zweiparteien- zum Mehrparteiensystem
  • Herausforderungen der Regierungsbildung bei Koalitionserfordernissen

Auszug aus dem Buch

2.1 Wahlsystem vor der Reform

Die Wahlen zum Repräsentantenhaus (House of Representatives) wurden bis einschließlich 1993 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht („First-past-the-post“-System, kurz FFP) abgehalten.3

Die relative Mehrheitswahl in Einerwahlkreisen beabsichtigte durch den gewählten Abgeordneten seinen Wahlkreis (ein spezifisch abgegrenztes Gebiet) zu repräsentieren. Als gewählt gilt derjenige im Wahlkreis, der dort die relative Mehrheit der gültigen Stimmen erhält, die auf alle anderen Kandidaten entfallenen Stimmen bleiben unberücksichtigt („The winner takes all“).Das Parlament wird aus den Gewinnern der einzelnen Wahlkreise zusammengesetzt, die Partei mit der Mehrheit der Mandate bildet die Regierung. Scheidet ein Abgeordneter aus dem Parlament aus werden „by-elections“ in dem Wahlkreis durchgeführt, den der Abgeordnete repräsentiert hat.

Die Anzahl der Sitze im Parlament wurde mit Zunahme der Bevölkerung im Laufe der Jahre erhöht (von 80 Sitzen im Jahre 1900 auf 99 Sitze im Jahr 1993).4

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den Wahlsystemen der BRD und Neuseelands vor und umreißt das Vorgehen sowie die Literaturgrundlage.

2.Wahlrechtsreform in Neuseeland: Dieses Kapitel erläutert die historischen Gründe, den Ablauf der Reform sowie das durchgeführte Referendum zur Einführung des neuen Wahlsystems.

3. Wahlsystem BRD und Neuseeland: Hier werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Systeme anhand von Kriterien wie Stimmgebung, Wahlrecht und Verrechnungsverfahren systematisch gegenübergestellt.

4. Auswirkungen der Wahlsystemreform in Neuseeland: Das Kapitel analysiert, wie sich der Wahlsystemwechsel auf die Struktur des Parteiensystems und die neuartigen Herausforderungen bei der Regierungsbildung auswirkt.

5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Anlaufphase des neuen Systems und bewertet die Auswirkungen auf kleine Parteien und die politische Repräsentation im Vergleich zum deutschen System.

Schlüsselwörter

Wahlsystem, Verhältniswahl, Mehrheitswahl, Neuseeland, Deutschland, Wahlrechtsreform, Repräsentantenhaus, MMP, Parteiensystem, Koalitionsregierung, Wahlkreis, Erststimme, Zweitstimme, Referendum, Maori-Vertretung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Transformation des neuseeländischen Wahlsystems und vergleicht diese mit dem deutschen Wahlsystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die historische Reform in Neuseeland, der methodische Vergleich der Wahlsysteme beider Länder sowie die Auswirkungen auf politische Akteure und Parteistrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Unterschiede der beiden Systeme zu identifizieren und aufzuzeigen, wie sich das neue Wahlsystem auf die Machtverteilung und Regierungsbildung in Neuseeland auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen komparativen Systemvergleich, der auf Basis von Fachliteratur und Wahldaten durchgeführt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Reformhistorie, den direkten Vergleich der technischen Wahlelemente sowie die Analyse der Auswirkungen auf das Parteiensystem und die Koalitionsbildung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Zu den prägenden Begriffen gehören Wahlsystemreform, personalisiertes Verhältniswahlrecht, Koalitionsbildung und Mehrparteiensystem.

Warum wurde das neuseeländische System überhaupt reformiert?

Auslöser waren unter anderem veränderte gesellschaftliche Zielvorstellungen, die Distanzierung von kolonialen Ursprüngen sowie der Umstand, dass Wahlsieger nach Stimmen nicht zwangsläufig die Mehrheit der Mandate erhielten.

Welchen Stellenwert nimmt die Maori-Vertretung in der Arbeit ein?

Die Maori-Vertretung wird als spezifische Besonderheit des neuseeländischen Systems behandelt, einschließlich der Frage, wie diese in das Wahlsystem integriert ist.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Grundmandats im Vergleich zu Deutschland?

Die Autorin sieht in der neuseeländischen Regelung eine fairere Komponente für Parteien, die über ein Direktmandat in das Parlament einziehen können, da dies in Neuseeland eine stärkere parlamentarische Stellung ermöglicht als in Deutschland.

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Details

Title
Wahlsystem BRD und Neuseeland
College
Technical University of Darmstadt  (Politikwissenschaften)
Course
Das politische System der BRD:Institutionen und Prozesse
Grade
1,7
Author
Bettina Ruland (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V69242
ISBN (eBook)
9783638613200
Language
German
Tags
Wahlsystem Neuseeland System Institutionen Prozesse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bettina Ruland (Author), 2003, Wahlsystem BRD und Neuseeland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69242
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